Vuvuzela in der Bundesliga: Ja oder Nein?
Donnerstag, August 19th, 2010Bevor morgen mit dem Spiel von Titelverteidiger FC Bayern München gegen den Ex-Titelverteidiger VfL Wolfsburg die Bundesligasaison 2010/2011 wieder feierlich eröffnet wird, gibt es noch ein Thema, was uns bewegt und was wir deswegen hier kurz ansprechen müssen. Es sind die Vuvuzelas, diese elendigen Tröten, die wir bei der WM2010 in Südafrika so gut kennen und auch schätzen gelernt haben. In der Hoffnung, dass die Vuvuzela nur eine WM-Aktion war, sind wir anschließend in die fussballerische Sommerpause gegagen, nur da haben wir anscheinend nicht richtig mitgedacht. Denn die Plastiktröten sind keineswegs nur eine Eintagsfliege, inzwischen wurden sie auf der ganzen Welt verkauft und haben uns auch in der Sommerpause in regelmäßigen Abständen genervt. Auf Bierfesten, bei Freundschaftsspielen, bei Nachbar´s Gartenparty, beim Flashmob in der Innenstadt, auf Youtube, ja überall hört man immer nur dieses Trööööööööööööt….bäh, ich war ja lange zumindest kein Gegner der Vuvuzela, denn wenn andere Kulturkreise so etwas schön finden und diese Dinger dort etabliert sind, dann bitte, viel Spass damit. Aber bei uns? In unseren Breitengraden?In unseren Stadien? In unserem Kulturkrei? Ne, das geht ja mal gar nicht! So ein Schmarrn (wie der Bayer sagen würde) passt hier mal gar nicht zu unserer schönen Fussballkultur. Hier wird gesungen, hier wird rumgesprungen und es wird laut gebrüllt, aber es wird nicht getrötet! Verstanden?!? Hoffentlich, aber was wenn nicht? Wie geht es dann weite? Können wir dann auf die Unterstützung der Vereine hoffen? Lassen die sich dann was einfallen, vielleicht ein Stadionverbot für Vuvuzela-Träger?
Die DFL als das oberste deutsche Ligaorgan hat sich in weiser Voraussicht schon mal im Juni 2010, also kurz vor der WM, in Stellung gebracht und erklärt, dass sie für das Thema „Vuvuzela“ nicht zuständig sei. Ganz elegant hat sie so den Vereinen die Entscheidung aufgedrückt, was ich in diesem Fall für gar nicht dumm erachte. Egal was entschieden wird, den Kopf hinhalten müssen am Ende ja doch immer die Vereine und die Stadiongesellschaften, daher ist es nur logisch, dass diese auch selbst entscheiden dürfen, was in ihrem „Wohnzimmer“ erlaubt ist und was nicht. Es gibt aber auch Ausnahmen, so wie in Stuttgart. Dort hätte man eigentlich gar nichts gegen die Vuvuzela einzuwenden gehabt, jedoch hat sich hier die Stadt bzw. das Ordnungsamt dazwischengeschaltet und hat die Vuvuzela in allen Stadien, die im Stuttgarter Stadtgebiet stehen, kurzerhand verboten. Begründung ist dabei, dass Vuvuzelas einen zu hohen „Schalldruckpegel“(Man beachte die Fachausdrücke) erzeugen und damit “bei deren Gebrauch Verletzungen von Personen nicht auszuschließen sind“ (Zitat Ordnungsamt Stuttgart). Auf gut deutsch gesagt, die Tröten sind zu laut und gefährlich für die Ohren und durch das Verbot soll nur eurer Gesundheit was gutes getan werden. Gut für den Verein, denn dem wurde die Entscheidung jetzt abgenommen und auch gut für uns, denn in diesem Stadion wird es mit Sicherheit ruhige Fangesänge zu hören geben, ohne Getröte und Geblase… (weiterlesen…)




