Home Geld regiert die Welt! Wo ist das Fairplay, liebe FIFA?

Wo ist das Fairplay, liebe FIFA?

by Frittenmeister
Wir freuen uns auf die Weltmeisterschaft in Brasilien. Andere jedoch nicht. Woran das liegt, könnte uns die FIFA höchstpersönlich erklären. Das aber will sie nicht, denn wie soll sie das argumentieren, dass durch sie tausende Strassenhändler in Brasilien ihren Arbeit verlieren. Selbst wenn sie es erklären könnte, würden wir es nicht verstehen, denn die einzige Erklärung ist nun mal, dass die kleinen Straßenhändler ihren Job in einem Sperrkreis rund um die Stadien nicht mehr ausüben dürfen, weil die FIFA mehr verdienen möchte. In diesem Bannbereich dürfen nur FIFA-Sponsoren Ihre Waren verkaufen und damit diese glücklich sind und noch mehr Geld an die FIFA abdrücken, zieht unser lieber Weltfussballverband seine Regeln strikt durch. Ob das dann aber Fairplay ist wagen wir auch zu bezweifeln und deshalb schließen wir uns der Forderung von Solidair Suisse an, die Sepp Blatter zu einer Stellungnahme genau zu diesem Thema auffordern.Ihr könnt den FIFA-Präsidenten übrigens auch nerven und das mit nur einem Mausklick. Auf der Homepage von Solidair Suisse könnt Ihr einen vorgefertigten Text an Sepp Blatter abschicken und ebenfalls um eine Stellungnahme bitten. Solltet Ihr auch tun, denn für das viele Geld, was die FIFA schon auf Kosten anderer einstreicht, können sie zumindest auch mal ein paar Emails beantworten.

Lieber Sepp Blatter

Die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien droht in Sachen Fairplay zur Farce zu werden. Als Vorsitzender der Fifa lassen Sie es zu, dass Tausende StrassenhändlerInnen ihre Arbeit verlieren, weil Sie den Sponsoren während der WM alleiniges Verkaufsrecht gewähren.

Dabei hätten Sie es in der Hand, solche Ungerechtigkeiten zu unterbinden. Wer sich mit dem Begriff Fairplay schmückt, soll auch entsprechend handeln.

Gerne erwarte ich Ihre Stellungnahme dazu!

Freundliche Grüsse

Nachdem in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung dieses Protestvideos schon viele Emails bei der FIFA eingegangen sind, hat man dort auch reagiert und einen „Akkreditierungsvorgang für Straßenhändler“ ins Leben gerufen. So sollen ca. 3.000 neue Händler autorisierte Produkte (also Produkte der Sponsoren) innerhalb der Händlerzone verkaufen dürfen. Das ist aber nur Augenwischerei, denn das sind insgesamt nur wenige Händler, die hier wieder einen Job bekommen und gleichezitig dürfen sie nicht mehr wie in der Vergangenheit ihre eigenen, lokal produzierten Produkte verkaufen sondern müssen auf die Produkte der Sponsoren zurückgreifen.

Wir schätzen, dass auch in Brasilien mindestens 100‘000 StrassenhändlerInnen von den Sperrzonen der Fifa betroffen sind. (Joachim Merz, Fifa-Experte bei Solidar Suisse)

Der FIFA geht es also wie immer nur um den Profit und wie schon in der Vergangenheit auch, sind ihr die normalen Leute vor Ort ziemlich egal. Hauptsache, die eigene Kasse stimmt! Da uns das auch nervt, legen wir Euch die Kampagen von Solidair Suisse ans Herz und hoffen, dass sich vielleicht doch irgendwann einmal alles zum Guten ändert…

Quelle: Youtube (User: solidarsolidar)

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