Home int. Meisterschaften „Nicht erlaubt ist nur, dass die Spieler untereinander Sex haben“

„Nicht erlaubt ist nur, dass die Spieler untereinander Sex haben“

by Frittenmeister

Das Ritual ist alles vier Jahre das Gleiche. Kurz vor einem großen Turnier kommen alle möglichen Nationaltrainer angelaufen und stellen angestachelt von diverse Boulevardzeitungen wieder einmal Sex-Regeln auf. Das ist vielleicht ja auch nötig, nur ob man diese unbedingt Regeln öffentlich aufstellen muss? Vermutlich schon, denn für uns Fans sind dies Aussagen der Trainer und Sportdirektoren zu diesem Thema äußerst unterhaltsam…

Bei uns ist Sex erlaubt während der WM. Geschlechtsverkehr ist Teil des Lebens, so lange es gemäßigt abläuft. Nicht erlaubt ist nur, dass die Spieler untereinander Sex haben. (Ricardo Pelaez, Sportdirektor des mexikanischen Verbandes)

Da wäre zum einen die jüngste Äußerung eines Verantwortlichen. Ricardo Pelaez, seines Zeichens Sportdirektor des mexikanischen Verbandes, hat seine eigenen Ansichten, was seine Spieler betrifft. Auf einer Pressekonferenz erklärt er, dass Sex kein Problem sei – nur untereinander dürfen die Spieler nicht intim werden. Ob er diese Äußerung ernst gemeint hat oder nicht, bleibt dahin gestellt. So oder so werden sich einige Spieler fragen, was Pelaez denn für ein Problem hat…

Auch in Brasilien diskutiert man darüber, ob den Spieler während der WM Sex gut tut. Nachdem die Erwartungen im Land des Gastgebers sehr hoch sind, hat sich Nationaltrainer Luiz Felipe Scolare dazu entschlossen, seinen Spielern ein paar Vorschriften zu machen. Den Sex will er nicht verbieten, das wäre auch gar nicht möglich. Das würde den Brasilianern doch ihre Lebensfreude nehmen und die Stimmung kaputt machen. Deswegen baut Scolari andersweitig vor und erlaubt nur den Blümchen-Sex. Nicht, dass nachts noch Muskelverletzungen entstehen…

Normalen Sex dürfen die Spieler haben. Es gibt aber bestimmte Sex-Formen, bestimmte Arten und andere Menschen, die Akrobatik vollführen. Damit bin ich nicht einverstanden. (Luiz Felipe Scolare, Nationaltrainer in Brasilien)

In Costa Rica ist man bei dem Thema auch sehr entspannt. Solange die Spieler es nicht übertreiben, dürfen Sie Sex haben. Nationaltrainer Jorge Luis Pinto will auch nichts natürliches verbieten und hofft darauf, dass die Spieler so nebenbei auch noch ein wenig Entspannung finden. Wir wir seit der EM 1992 wissen, kann Entpsannung bei einem großen Turnier auch wahre Wunder bewirken. Die Dänen wissen das, denn mit einem lockeren Leben, mit viel Burger und ein paar Ausflügen mit Ihren Frauen wurden sie damals mehr als überraschend Europameister. Vielleicht schafft Costa Rica auch eine Überraschung, wer weiß…

In Italien sind Intimtäten innerhalb der Mannschaft kein Thema. Nationaltrainer Cesare Prandelli ist aber dafür, dass Frauen das WM-Camp besuchen, denn er glaubt fest daran, dass seine Spieler dadruch lockerer werden und besser mit dem Stress umgehen können. Auch eine Ansicht, die seine Spieler auf dem Klassenausflug nach Brasilien sicher sehr gerne teilen.

Die Frauen können Stress und Anspannung reduzieren. (Cesare Prandelli, Nationaltrainer Italiens)

Marc Wilmots, Nationaltrainer in Belgien, sieht das ein wenig anders. Bis zum Halbfinale will er die Spannung und den Stress auf Recht erhalten un deswegen sind Damen-Besuche bei ihm eine Prämie. Erreicht seine Mannschaft das Halbfinale, dann dürfen die Mädels kommen und eine heiße Nacht mit Ihren Kickern feiern. Oder vielleicht dürfen ja auch andere Damen kommen…das lässt Marc Wilmots offen. Wird ihn aber auch nicht interessieren, denn wenn seine Mannschaft ins Halbfinale bei der WM2014 kommt, dann hat sich die Mannschaft das wohl auch verdient…

Vor dem Halbfinale will ich niemanden sehen. (Marc Wilmots, Nationaltrainer Belgiens)

Auch in Afrika hat man sich mit dem Thema befaßt und ist zu einer ganz konservativen Antwort gekommen. Frauen Ja, Freundinnen Nein! Das bedeutet also, dass die Spieler nicht auf ihr gewohntes Umfeld verzichten sollen, nur „neue“ Freundinnen sollen sie nicht anschleppen. Schließlich sollen sie sich ja nicht komplett außerhalb des Spielfelds verausgaben…

Ehefrauen können helfen – für Freundinnen ist kein Platz. (Stephen Keshi, Nationaltrainer Nigerias)

Nachdem auf jedem Kontitent schon über Sex während der Weltmeisterschaft diskutiert wurde, fragen wir uns natürlich auch, was unseren Spielern so erlaubt sein wird. Bisher allerdings hat sich Jogi Löw nicht zum Sex-Thema geäußert und wir gehen daher davon aus, dass rein theoretisch alles erlaubt sein wird. Diszipliniert und wohlerzogen wie unsere Nationalspieler aber heute sind, wird es sicher nicht die Probleme geben, die es bei Turnieren in der Vergangenheit gab. Erinnerung wir uns nur das das nicht vorhandene Ausgangsverbot, was einige Nationalspieler ihren Frauen als Ausrede auftischten, nur um in aller Ruhe Karten spielen zu können…während andere Nationalspieler in ehegattlicher Begleitung auf den Zimmern verschwanden. Kein Wunder, dass das Stress gab und dass der damalige Nationaltrainer Berti Vogts mit der Situation leicht überfordert war. So etwas wird dieses mal aber sicher nicht passieren, denn das Teamhotel liegt sowieso etwas abgelegen und ob sich so viele Ehefrauen in diese Gegend verirren werden, bleibt fraglich. Sex-Regel muss Jogi also nicht unbedingt erlassen…

 

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