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FC Bayern München vs. Franz Beckenbauer

by Frittenmeister

Die Saison hat noch nicht einmal begonnen und schon ist beim FC Bayern München das große Chaos ausgebrochen. Das ist mal ganz was neues, dass schon vor der Saison die ersten Folgen des FC Hollywood aufgenommen werden und sogar via Pressemitteilungen gekämpft wird. In dieser 1.Folge der Saison 2009/2010 geht es um den Vorstand der FC Bayern München Aktiengesellschaft, die gegen den Präsidenten des FC Bayern München Vereins via Pressemitteilung ausrichten lässt, dass der „Kaiser“ nichts zu sagen habe und deswegen auch schweigen soll. Aber bevor wir uns die Pressemitteilung einmal genauer ansehen, schauen wir uns den Auslöser der neuen Grabenkämpfe mal an. Franz Beckenbauer ist tierisch genervt von dem ganzen Wechseltheater rund dem Franck Ribery und da er immer schon gerne mit der Presse kommuniziert hat, macht er das diesesmal am Rande eines Galabesuches auch:

Ribery ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht. (Franz Beckenbauer, Präsident des FC Bayern München)

Oha, ja das hat gesessen! Franzosen kommen nur nach München, weil sie den FC Bayern München als Sprungbrett für Höheres benutzen wollen. Und das Franzosen München einfach nur egal sind, ist ja in der Vorurteilssprache nichts Neues. Wenn man aber an Bixente Lizarazu oder Willy Sagnol zurückdenkt, dann kann den beiden München nicht so egal gewesen sein. Sonst wären sie nicht so lange hier geblieben…und das als Franzosen!

Der Vorstand hat heute jedenfalls Franz Beckenbauer mundtot gemacht und eine Pressemitteilung veröffentlicht:

Der Vorstand des FC Bayern München stellt klar

Der Vorstand des FC Bayern München ist erstaunt über die heute in den Medien verbreiteten Aussagen von Franz Beckenbauer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG, in Richtung Frank Ribéry. Der Vorstand stellt deshalb klar:

– unser Spieler Franck Ribéry hat sich stets professionell, korrekt und seriös verhalten.

– der FC Bayern München hatte und hat bei Franck Ribéry zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass er den FC Bayern nur dazu benützen würde, um in seiner eigenen Karriereleiter nach oben zu kommen. Er hat sich mit seinen Fähigkeiten stets in den Dienst der Mannschaft gestellt.

– Franck Ribéry hat sich nie dazu geäußert, von der Möglichkeit des Ziehens des FIFA-§ 17 Gebrauch zu machen.

Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Franz Beckenbauer in seiner Eigenschaft als Mitglied der FIFA-Exekutive dafür Sorge tragen würde, dass der § 17, der den gesamten Profifußball extrem belastet, wieder abgeschafft und damit für alle Klubs weltweit für mehr Vertragsstabilität gesorgt wird.

FC BAYERN MÜNCHEN AG Der Vorstand

Bamm, das hat auch gesessen! Auf gut deutsch, der FC Bayern München ist erstaunt über seinen Präsidenten und glaubt  langsam, dass er nicht mehr ganz Zurechnungsfähig ist. Solche Äußerungen ohne Absprache mit dem Vorstand der AG zu bringen ist schon sehr bedenklich. Lieber soll er sich aus dem operativen Tagesgeschäft raushalten, seine letzten Präsidententage noch ein wenig genießen und dann ganz brav an Uli Hoeneß abgeben. Aber der wird sicher nicht weniger Sprüche vom Stapel lassen, eher sogar mehr! Auch wurscht…hat dem Aktiengesellschaftsvorstand aber eigentlich mal jemand gesagt, dass doch viele Fans inzwischen wie der Franz Beckenbauer denken und dass er für seine offenen Worte so sehr geliebt wird? Scheint so, als würden am Ende alle verlieren, der AG-Vorstand in der Gunst der Fans, Franz Beckenbauer in der Gunst des AG-Vorstands und Franck Ribery sowieso…

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