Home Geld regiert die Welt! Stoppt die EU den Transferirrsinn???

Stoppt die EU den Transferirrsinn???

by Frittenmeister

Manchmal hat der Regulationswahn der EU-Abgeordneten auch was Gutes. Zum Beispiel dann wenn sie sich in absolut wahnsinnige Entwicklungen einmischt und dort mal versucht mit ein paar Gesetzen wieder alles in geordnete Bahnen zu lenken. Im Fokus ist bei der Europäischen Union das europäische Transfersystem mit seinen irrsinnig hohen Ablösesummen. Um diese hohen Summen zu verhindern will man eine Art „Fairplay-Gebühr“ auf Transfersummen einführen. Sobald ein bestimmer Betrag bei den Ablösesummen überschritten wird, soll diese Gebühr zugunsten kleinerer Vereine zusätzlich abgeführt werden müssen. Allerdings ist noch unklar, wie hoch diese Gebühr sein soll, aber um die großen Vereine damit überhaupt ärgern zu können, muss dieser Betrag schon relativ hoch sein.

Zusätzlich will die EU eine Obergrenze für festgeschriebene Ablösesummen einzuführen. Damit soll verhindert werden, dass ein Christiano Ronaldo schnell mal 250 Millionen Euro wert ist oder für einen Javier Martinez eben mal so 40 Millionen Euro bezahlt werden müssen. Solche Beträge sollen künftig nicht mehr in die Spielerverträge geschrieben werden dürfen.

Als weiteren Punkt will man dubiose Spielerberater  aus dem Transfersystem drängen. Das wäre auch absolut sinnvoll, denn sie sind genauso wie Spieler-Beteiligungsfirmen dafür verantwortlich, dass Spieler oft und schnell den Verein wechseln. Das ist auch deren Sicht auch absolut verständlich, denn nur durch Transfers können sie Geld verdienen. Der Spieler verkommt damit zu einer reinen Kapitalware und im Transfersystem steigen dadurch die Preise. Das will die EU ebenfalls verhindern und gleichzeitig für mehr Transparenz bei Vertragsabschlüssen sorgen.

Diese Vorschläge sind basierend auf einer Studie der Brüsseler Expertengruppe „Good Governance in Sports“. Ob sie allerdings helfen, die Transfers wieder auf ein normales Niveau zu drücken, glaube ich nicht. Ähnlich wie beim Financial Fairplay werden die Vereine wieder einen Weg finden, das „neue“ Transfersystem zu umgehen. Schließlich heißt es bei den Transfers ja auch immer noch, dass Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen und wenn ein Verein so doof ist und 250 Millionen Euro für einen Christiano Ronaldo hinlegt, dann kann man ihm auch nicht helfen. Vor allem werden ihn bei diesen Summen ein paar Millionen mehr als Strafgebühr auch nicht mehr jucken. Spielerberater, die bisher schon ohne Genehmigung gearbeitet haben, werden sich durch die EU auch nicht  bremsen lassen. Trotzdem bleibt es spannend, denn wenn die EU jemanden den Kampf ansagt, dann lässt sie sich ungern unterbuttern. Also von daher glaube ich schon, dass etwas passieren wird in den nächsten Monaten….

 

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