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Kurioser Freistoss ist Regelkonform

by Frittenmeister

Am Samstag ist im Spiel der Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum ein kurioses Freistosstor zu Stande gekommen. Zumindest dachten wir alle, dass es kurios ist! Ist es aber gar nicht, denn das Tor war genau nach dem Regelwerk des DFB gefallen. Wenn Ihr nicht mehr wisst, um welches Tor es sich handelt, dann bekommt Ihr hier die Kurzbeschreibung (oder wer nicht lesen will, der schaut mal hier bei YouTube):

Also, der VfL Bochum bekommt in der 67. Minute am Strafraum der Frankfurter einen Freistoss zugesprochen. Während Eintracht-Keeper Nikolov noch die Mauer stellt, schießt der Bochumer Mimoun Azaouagh den Ball frech ins Tor. Klar, große Proteste…aber es halft nichts! Schiri Dr. Brych entschied auf Tor und blieb dabei!

Und es war richtig! Denn die Mannschaft,  an der ein Foul begangen wurde und der ein Freistoss zugesprochen wurde, soll ja einen Vorteil haben. Also darf diese Mannschaft den Freistoss ausführen wann sie will. Ausnahme, das Spiel ist vom Schiedsrichter offiziell unterbrochen, was es am Samstag nicht war!

Der Ball muss nicht freigegeben werden, denn der Freistoß ist ein Vorteil für die Mannschaft, die ihn bekommen hat. Er muss nur freigegeben werden, wenn zuvor Gelb gezeigt wurde oder vom Schützen eine Mauer gefordert wird. (Dr. Felix Brych, Schiedsrichter der Partie Eintracht Frankfurt gegen VfL Bochum, nach dem Spiel am Samstag)

Also was lernen wir daraus? Regeln lernen, dann klappt es auch mit dem Tore verhindern! Noch mal in der Zusammenfassung: Ein Spiel ist nur dann unterbrochen, wenn es eine gelbe oder rote Karte gibt oder wenn die gefoulte Mannschaft dies so will! Ansonsten darf man immer sofort weiterspielen…

Wer es immer noch nicht glaubt, der kann sich ja mal die Stellungnahme des Schiedsrichterausschuss-Vorsitzender des DFB, Volker Roth, durchlesen. Die lautet nämlich so:

Er hat völlig korrekt gehandelt. Da es in dieser Situation, die zum direkten Freistoß geführt hatte, keine Gelbe Karte gab, konnte Brych das Spiel mit einer Handbewegung fortsetzen und musste den Ball nicht durch einen Pfiff wieder freigeben. Der Unparteiische muss dann auch nicht warten, bis eine Mauer gestellt wurde, wenn der Schütze diese nicht gefordert ha. (Volker Roth, Schiedsrichterausschuss-Vorsitzender des DFB, auf sid/sport1.de)

Und immer noch fragen?

Quelle: www.sport1.de

7 comments

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7 comments

achherrje 10. März 2008 - 16:30

Warum sollte der Schütze jemals eine Mauer fordern? Blödsinn!

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alex 10. März 2008 - 16:56

Er fordert keine Mauer, sondern möchte das sie gestellt wird, wenn da gleich 2 oder 3 leute vor dem ball stehen damit sowas nicht passiert.

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Frittenmeister 10. März 2008 - 18:52

Stimmt…er fordert den Schiedsrichter auf, dass der den Mindestabstand von 9.15 Meter überprüft! Wenn der Schütze dies aber nicht will, dann kann er auch sofort aufs Tor schießen! In diesem Fall muss man sagen, haben die Frankfurter einfach in der Regelkunde eine Lektion ausgelassen, im Gegensatz zu den Bochumern! Dumm gelaufen, aber 2x passiert ihnen so was sicher nicht…

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Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) 11. März 2008 - 21:11

Ivan Rakitic hat in dieser Saison (1x Ligacup, 1x BL) bereits 2 gelbe Karten vom Schiri erhalten, weil er den Freistoß so/zu schnell ausgeführt hat.
Vielleicht hätte man diesen Schiris mal die Sache mit dem Vorteil für die Mannschaft des Gefoulten erklären sollen. Jedenfalls ein Beweis dafür, dass man mit Schiris Glück oder Pech haben kann.

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Al Gore 11. März 2008 - 23:01

Spannend.

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Rome 12. März 2008 - 01:53

Wenn der Weg frei ist warum soll man da die Mauer stellen. Ist doch Schwachsinn. Finde es dufte wie Er die ganze Frankfurter Mannschaft verarscht hat. Die NErven muss man im Spiel erstmal haben.

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Michael 12. März 2008 - 15:50

So taff wie der Junge muss man erstmal sein

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