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Aus der Theorie: Kurvenball

by Frittenmeister

Heute geben wir Euch mal etwas Nachhilfe in Physik. Natürlich braucht Ihr nicht zu erschrecken, das ganze bezieht sich auf unseren heißgeliebten Fussball. Wir wollen mal erklären, wie z.B. solche Tore wie das legendäre Freistosstor von Roberto Carlos aus dem Jahr 1997 oder die weltberühmte „Manni Kaltz Bananenflanke“ zustande kommen:

Fußbälle können sich entlang einer gekrümmten Bahn bewegen, wenn sie nur richtig angeschnitten werden. Dahinter steckt der Magnus-Effekt und jede Menge Physik. (Welt der Physik)

Das Phänomen heißt Magnus-Effekt, benannt nach dem deutschen Physiker und Chemiker Heinrich Gustav Magnus (1802-1870). Der Effekt tritt immer dann auf, wenn sich eine Kugel um die eigene Achse dreht und sich gleichzeitig durch Luft oder Wasser bewegt. Dabei passiert folgendes:

Der Ball dreht sich linksherum, dabei wird dieser von der Luft umströmt. Einzelne Luftmoleküle werden von der rauen Oberfläche des Balles auch linksherum mitgerissen. Diese mitgerissenen Luftmoleküle erhöhen an bestimmten Stellen den Druck auf den Ball, bei einem linksdrehenden Ball wird der Druck auf der rechten Seite erhöht.

Magnus Effekt Fussball

Nun dreht sich die die eine Seite des Balles mit der Luftströmung (die Luft strömt hier nahe am Ball entlang) und die andere Seite bremst durch die mitgerissene Luft die entgegenkommende Luft ab. Da mit zunehmender Luftgeschwindigkeit der Druck abnimmt (dieser Effekt bewirkt, dass Flugzeuge auch wirklich fliegen können), ergibt sich das Druckungleichgewicht und damit auch die Bahnablenkung.

Fußballspieler verleihen dem Ball einen Drall, damit er in einem Bogen ins Tor fliegt. Je schneller er dreht, umso größer ist die Bahnablenkung (Bananenflanke). (aus Wikipedia.de)

Kompliziert…na ja macht Euch nichts draus, auch den Wissenschaftlern fällt es schwer, so etwas zu erklären und zu berechnen. Für uns ist das eh kein Problem, da wir mit Sicherheit bei einer Flanke nicht daran denken, wo das Druckungleichgewicht am Ball vorherrscht.
Ach ja, einige Tipps gibt es noch für uns Fussballer: Man soll unbedingt „klebrige“ Schuhe verwenden, da sonst der Fuß nur am Leder entlangrutscht und die Rotation damit fast nicht in Gang kommt.

Quelle: www.weltderphysik.de

2 comments

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Fritten, Fussball & Bier 16. Januar 2007 - 07:35

Aus der Theorie: Fussball auf dem Mond…

Heute haben wir wieder einmal ein Kapitel Physik für Euch auf Lager. Wir wollen Euch erklären, was passieren würde, wenn Bastian Schweinsteiger gegen Ronaldinho in einem Stadion auf dem Mond spielen würde.

Also der größte…

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Ellen 12. März 2012 - 16:42

Das ist mit tatsächlich zu theoretisch. Oder zu physikalisch, je nachdem wie man es nennen möchte.

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