Home digitale Ballkultur Werden Fussbälle auf nassem Rasen schneller?

Werden Fussbälle auf nassem Rasen schneller?

by Frittenmeister

Heute beantworten wir wieder einmal eine technische Frage aus dem Bereich Fussball. Jetzt wo es langsam auf den Herbst zugeht und wie immer öfters auf feuchten und regennassem Rasen kicken müssen, stellen wir uns schon folgende Frage:

Werden Fussbälle auf nassem Rasen schneller?

Die Antwort darauf ist ganz klar: Nein, Bälle werden durch nassen Rasen nicht beschleunigt. Allerdings wird der Ball auch nicht mehr richtig abgebremst, da durch die Feuchtigkeit ein großer Teil der Reibung verloren geht. Und wie wir noch alle aus dem Physikunterricht in der Schule wissen, sorgt die Reibung ja dafür, dass ein Gegenstand (bei uns der Ball) abgebremst wird.

Was bedeutet das jetzt in der Zusammenfassung? Ganz einfach, der Ball wird nicht schneller, dafür bremst er aber auch nicht mehr richtig. Für uns bedeutet das, dass wir den Eindruck haben, dass der Ball eben doch schneller wird, weil wir es so gewohnt sind, dass der Ball bei jedem Bodenkontakt langsamer wird. Wenn das eben nicht mehr der Fall ist, dann ist unser Gehirn ausgetrickst und wir verschätzen uns immer wieder und berechnen den Ball falsch.

So wieder was gelernt…

3 comments

You may also like

3 comments

Physikfreak 14. Juni 2010 - 18:33

Bist aber kein physiker oder?

der ball wird doch schneller 😉

da er (einfach gesagt) die die rotationsenergie besser in kinetische energie umwandeln kann.

Gut beschrieben in:
Metin Tolan: So werden wir weltmeister

mfg Pf

Reply
Anonymous 15. Juni 2010 - 14:14

naja ganz einleuchtend ist deine erklärung aber auch nicht, physikfreak…

die gesamtenergie des balles ist direkt nach dem stoß am größten und nimmt danach nur mehr ab. sie besteht aus der kinetischen und der rotationsenergie. die energie des balles wird von zwei komponenten beinflußt, dem luftwiderstand und der reibungswiderstand am rasen. bei nassem rasen sinkt der reibungswiderstand, drum kann auch bei nassem rasen rotationsenergie schlechter in kinetische energie umgewandelt werden. im übrigen ist ja auch nur ein vorwärtsdrall zweckdienlich. ausserdem ist die rotationsenergie bei einem halbweg starkem schuß sicher um größenordnungen geringer als die kinetische energie.
also ich gebe da dem threadersteller durchaus recht, dass wir da von unserem gehirn ausgetrickst werden, auch wenn einem als rationaler mensch der gedanke mißfällt.
was ich mir jedoch schon vorstellen kann, ist dass der ball, auf den ja auch noch die gravitation wirkt, nach unten abgelenkt wird und dass diese energie vom rasen in die horizontale umgeleitet wird.
und in zeiten des hd-fernsehens läßt es sich doch sicher nachmessen, ob ein ball wirklich beschleunigt oder nicht.

Reply
Max 29. Juli 2011 - 18:22

Also ich würde meinen, dass der Ball nach einem Schuss zum größten teil kinetische Energie durch die Schusskraft besitzt, aber auch potenzielle Energie des Balls und Rotationsenergie der Eigenrotation..
Wenn man jetzt den Ball schießt bündeln sich diese 3 Energieformen nach dem auftreffen in kinetische Energie, Begründung: der Ball nimmt nach dem aufprall auf dem relativ nassen Rasen an Höhe ab und er besitzt auch fast keine Rotation mehr, da diese sich in kinetische Energie umgewandelt hat.
Jetzt muss es nicht unbedingt sein, dass der Ball schneller wird. Das hängt dann damit zusammen wie stark der Ball beschleunigt wird, was für eine starke Eigenrotation der Ball besitzt und wie nass der Rasen ist!

Keine Angst, ich bin kein Physik-freak^^ ich spiele aber auch selber Fußball..

Reply

Leave a Comment

70 − = 67