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So wie die Chinesen abkupfern…

by Frittenmeister

Im Moment scheint Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ein wenig gefrustet zu sein. Die Meisterschaft ist entschieden und im DFB-Pokal ist man ausgeschieden – beide Male ist der ungeliebte Konkurrent aus München daran Schuld. Mit Presing, schnellen Umschalten von Abwehr zu Angriff und einer dominanten Spielweise spielt der FC Bayern München derzeit einen traumhaften Fussball. Aber halt, war da nicht im letzten Jahr eine andere Mannschaft in Deutschland, die ähnlich gespielt hat und die auch sehr erfolgreich war? Und im vorletzten Jahr? War da nicht auch jemand anderes als die Bayern dominant und erfolgreich?

Im Moment hat das ja ein bisschen was davon, wie das die Chinesen in der Wirtschaft und der Industrie machen. Gucken, was die anderen machen, und es dann abkupfern. Und mit mehr Geld und anderen Spielern den gleichen Weg einschlagen. Und schon wird man wieder besser für den Moment. (Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, nach dem verlorenen DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München)

Ja, was ist denn da los? Der Jürgen Klopp bezichtigt den FC Bayern München der Plagiaterie. Ja, aber wo denn? Die Dortmunder müssen doch stolz sein, dass sie mit Ihrer Spielweise der letzten Jahre wieder neue fussballerische Maßstäbe gesetzt haben. Wer etwas gewinnen will im deutschen Fussball, muss jetzt munter nach vorne spielen, Pressing betreiben und dominant spielen. Das alles können die Bayern in dieser Saison auch und sie machen es in derzeit auch einfach viel besser als die Dortmunder.

Wo also ist denn jetzt das Problem bei Jürgen Klopp? Scheint ein wenig Frust zu sein, den er vor sich herschiebt. Er sollte sich aber auch mal vor Augen halten, dass es solche Situationen wie derzeit schon oft gegeben hat. Ein Verein hat damals die Viererkette eingeführt und war erfolgreich. Die anderen Vereine sind dann nachgezogen. Genauso war es mit den „modernen“ Torhütern. Auch die gab es zuerst bei einem Verein, dann bei einem zweiten und so weiter und so fort. Das sind jetzt auch nur zwei Beispiele für die Modernisierung des Fussballs und dafür, dass die Vereine sich immer schon gegenseitig gepusht haben. Von daher halte ich es wie Jupp Heynckes, der dieses verbale Geplänkel von Jürgen Klopp relativ locker abtut…

Der FC Bayern besteht ja schon ein bisschen länger als Jürgen Klopp Trainer ist und hatte schon immer einen eigenen Spielstil. Es ist ganz wichtig, dass man in Sieg und Niederlage Größe zeigt, besonders wenn man verliert. (Jupp Heynckes, Trainer des FC Bayern München)

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