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Schwarzhandel dank Web 2.0 und doofen Spielern?

by Frittenmeister

Ach ja, das moderne Web 2.0 kommt langsam aber sicher auch bei den Fussballprofis an. Nicht, weil sich ein paar ältere Semester damit nun endlich anfreunden, sondern weil die Jugend nachrückt. Aber natürlich ist die Jugend nicht immer ganz so erfahren mit solchen Dingen und baut – um es noch human auszudrücken – auch so richtig scheiße damit. Der 18-jährige Nachwuchsprofi Nathan Baker vom englischen Premier League Klub Aston Villa zum Beispiel kann da jetzt ein Liedchen davon singen.

I wish to apologise unreservedly to the fans for my actions. I appreciate it is a privilege to be part of Aston Villa Football Club and one day I hope to play in the first team, but I understand that my behaviour off the pitch must speak as loudly as my actions on the pitch. (Nathan Baker)

Nathan Baker hat sich nämlich als Schwarzhändler für Eintrittskarten für das Carling Cup Finale versucht und schon alleine das hätte für Aufregung gesorgt. Alleine der Schwarzhandeln von Karten ist strengstens verboten und für ihn als Spieler auch noch gleich doppelt, denn er hat die Karten nur unter der Vorgabe erhalten, dass er sie für seine Verwandtschaft und für seine engen Freunde benötigt. Diese Vorgabe störte ihn jedoch nicht sonderlich und so bot er die Karten im Internet über die Community-Plattform Facebook für ca. 230 Euro allen seinen Freunden an. Jetzt muss man aber wissen, dass bei Facebook so gut wie jeder dein Freund ist, vor allem wenn du Fussballer bist und in der Premier League spielst. Wenn man da unter Freunden nicht mal einen kleinen Deal machen kann, wo denn dann…

Nun ja, er dachte wohl, im doch so anonymen Internet würde das keinem auffallen, bzw. es würde alles unter seinen „guten Freunden“ bleiben, aber das war ein Trugschluß. Diese Zeiten sind schon lange vorbei, inzwischen weiß jeder im Netz sofort alles über den anderen, man kann hier fast nichts mehr verschweigen. Es wird getratscht, Links werden weitergeschickt, Fremde Personen zu Internet-Freunden und -Feinden. Irgendjemand muss Nathan Baker jedenfalls verraten haben, ob absichtlich oder nicht, bleibt mal dahingestellt und ist auch unwichtig. Falsch war es so oder so was er getan hat. Tja mehr Taschengeld hat er jetzt nicht in der Tasche, dafür aber steht er in der Presse und darf auch noch die Tickets alle zurückgeben. Ja, die Vereine in der Premier League bestrafen solche Angelegenheiten sehr rigoros und daher darf er als Erziehungsmaßnahme auch nicht mit zum Cup-Final und muss sich dieses nur von zu Hause aus ansehen. Das war wohl nichts mit dem schnellen Geld über das „anonyme“ Web 2.0…

Quelle: www.offthepost.info

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