Home Kultclub Magath in Augsburg? Nur Augsburg weiß nichts davon?

Magath in Augsburg? Nur Augsburg weiß nichts davon?

by Frittenmeister

Was für eine Aufregung in Augsburg. Da soll sich doch allen Ernstes der Präsident des FC Augsburg, Walter Seinsch, heimlich mit Felix Magath getroffen haben. Für die Journalisten, die diese Geschichte aufgedeckt haben möchten, ist das natürlich ein großer Coup, denn ganz Deutschland wartet seit drei Wochen gespannt darauf, welchen Verein Felix Magath als nächstes nach oben quält. Aber wieso will er sich ausgerechnet Augsburg antun? Den Tabellenletzten in Deutschland, der ohne großes Budget als Tabellenletzter mitten im Abstiegskampf steht, will er zum Titel führen? Ernsthaft? Nein, natürlich! Irgendwas muss die Zeitung „Augsburger Allgemeine“ gesehen haben, was die angeblich beteiligten Personen aber nicht mitbekommen haben, nämlich, dass sie sich zum Essen getroffen haben und dass sie dabei gesehen wurden.

Fotos gibt es (bisher) keine. Die Quelle legt die Augsburger Allgemeine auch nicht offen und daher hat sich FCA-Präsident Walter Seinsch genötigt gefühlt, auf die Sensationsberichterstattung mit einer Pressemitteilung zu reagieren. Das ist alles eine Unwahrheit, eine Lüge und ohne es direkt zu sagen, betitelt er die Journalisten als Schmierfinken. Sich Gerüchte auszudenken sei ja das eine, aber dann auch noch den Präsidenten zu verleumden, das geht ja gar nicht. Ich muss – sofern an der Magath Geschichte wirklich nichts dran ist – dem FCA-Präsidenten Recht geben. Wie kann man erst Gerücht ein die Welt setzen ohne das groß Beweisen zu können und wie kann man am Ende das Schweigen einer Person als Bestätigung werten? Das ist unseriös, das geb ich Herrn Seinsch absolut Recht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FCA-Fans,

ich habe mich also mit Felix Magath getroffen, mitten in Augsburg in einem bekannten Lokal, und weil ich vergessen habe, mich mit einem angeklebten Bart zu tarnen, sind die ausgefuchsten Reporter dahinter gekommen….

Und weil ich zu solchen Unwahrheiten kein Interview geben will, wird mir auch noch vorgeworfen, die Gerüchte anzuheizen.

Man merke: Erst setzt man eine Lüge in die Welt (Seinsch trifft sich mit Magath) und dann verleumdet man den Belogenen (Seinsch schweigt und heizt die Gerüchte an).

Wie würden Sie ein solches Verhalten bewerten?
Geht es noch unseriöser?

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Walther Seinsch

PS: Ich schätze Felix Magath.
Und ich schätze Markus Weinzierl.

(Quelle: FCA Homepage, offener Brief von Walter Seinsch)

Wieder einmal hat die deutsche Presse bewiesen, dass sie vor allem im Sport nur noch nach Sensationen giert. Die einen berichten jedes Wochenende von kriegsähnlichen Zuständen in den Stadien und warnen angesichts der ewig anhaltenden Pyrotechnikdiskussion inzwischen vor jedem Feuerzeug, das irgendwo in Stadionnähe gesichtet wird, die anderen erfinden Gerüchte und Personen, die überhaupt nicht da sind. Was am Ende bleibt, sind Sensationen und viel Aufmerksamkeit….und Fans, die Journalisten noch mehr verachten und die sich solche unseriösen Zeitungen nicht mehr kaufen werden. Leider ist das Verhalten der deutschen Presselandschaft typisch für die heutige Zeit geworden und von daher hält sich mein Mitleid über den vermeintlichen Coup der Augsburger Allgemeinen stark in Grenzen…

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