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Das Sportgerät Ball

by Frittenmeister

Der Ball! Mann kann ohne Zweifel sagen, dass ohne einem Ball unserem Lieblingssport etwas fehlen würde. Er ist die Grundlage des Fussballs, ja manche sagen sogar die Mutter aller Vereine! Ohne den Ball würde ich heute hier wohl nichts schreiben, ihr würdet nicht ins Stadion gehen und auch nicht am Wochenende einfach mal so mit ein paar Freunden im Park kicken gehen. Ich wäre wohl nie bei der Jagd nach dem Ball absolut dämlich gestürzt und hätte mir dabei wohl auch nie das Kreuzband gerissen. Aber egal, es wäre einfach nur langweilig ohne den Ball als Sportgerät, ohne ihn wären wir hier und heute nicht komplett. Mit diesem Einleitungstext will ich eigentlich nur eines sagen, der Ball selber hat hier und heute endlich mal ein paar Worte verdient, auch wenn sie nur nüchtern und sachlich sind, es wird manchen überraschen, dass dem Ball ganz klare Formen vorgegeben sind.

Also betrachten wir den Ball mal mit Hilfe des Fussballregelwerks des DFB. Dort ist ganz klar geregelt, dass der Ball – ich zitiere hier mal sinngemäß – …

  1. Kugelförmig sein muss
  2. aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt sein muss
  3. einen Umfang von mindestens 68 und höchstens 70 cm haben darf
  4. zu Spielbeginn mindestens 410 und höchstens 450 g wiegen darf
  5. sein Druck 0,6 -1,1 Atmosphären (Bar) beträgt (600-1100 g/cm2 auf Meereshöhe)

Dies alles entspricht der Ballgröße 5, was vor allem den Trainern unter und etwas sagen wird. Zum Vergleich, unsere Bambinis in der G-Jugend benutzen einen kleineren Ball mit der Größe 4. Dieser ist maximal 66 cm groß und ist mit max. 390 g auch etwas leichter als unser 5er Ball im Erwachsenenbereich. Ihr seht also, der Ball als Sportgerät ist streng geregelt was seine Form, Größe oder auch seine Eigenschaften betrifft. Natürlich gibt es immer wieder neue Entwicklungen bezüglich der Materialeigenschaften oder seines Aufbaus, aber solange die Regeln aus dem DFB-Regelwerk eingehalten werden, dürfen die Hersteller auch machen was sie wollen. Jedes Jahr kommen dann neue Bälle auf den Markt und egal an welches Jahr ich mich zurückerinnere, die Torhüter jammern zu Beginn der Einführung immer, dass der Ball so flattert oder dass er sich mehr dreht in der Luft. Tja, ihr seht also, trotz des engen Reglements ist immer noch einiges an Neueinführungen drin.

Wie aber war das früher, als man die Bälle noch alle in Handarbeit gefertigt hat? Obwohl, Stichwort Handarbeit! Da muss ich noch einen kurzen Zwischenruf machen, denn oftmals werden die Bälle auch heute noch in Kinderarbeit, äh Handarbeit gefertigt. In Indien, Bangladesh oder anderen etwas ärmeren Ländern in Asien werden laut Statistiken bis zu 75% der weltweit verkauften Fussbälle von Kindern hergestellt. Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen sind dabei an der Tagesordnung, vergesst das nicht wenn ihr einen Fussball kauft. Nun aber wieder zurück zu dem was ich eigentlich erzählen wollte. Ja, früher…

…früher, in den frühen 60er Jahren, wurden Bälle nicht wie heute oft üblich verklebt, sondern noch richtig genäht. Dabei vernähte man ca. 16 Lederstreifen miteinander (in Gruppen 2-3 Stück je Gruppe) und umgab damit eine mit Luft gefüllte Schweinsblase. Gelegentlich kam es dabei vor, dass sich im Spiel das Leder und die Schweinsblase voneinander trennten und der Ball ausgetauscht werden musste. In Südamerika entstand dabei sogar mal der kuriose Spielstand 0,5:1, denn der Ball zerlegte sich nach einem harten Schuss in der Luft regelrecht, wobei dann die Schweinsblase im Tor landete und das Leder am Tor vorbeiging. Der Schiedsrichter wusste sich dabei zuerst mit der Situation nicht zu helfen und entschloss sich schließlich mit seiner kuriosen Entscheidung für ein Novum zu sorgen. Ein lustiges wie wir heute feststellen können. Heutzutage kann so etwas übrigens nicht mehr passieren, denn durch das Verkleben des Leders kann der Ball nicht mehr an den Nähten aufplatzen. Außerdem sagt ja heutzutage die Regelauslegung, dass der Ball im ganzen Umfang über der Linie sein muss und mit dem ganzen Umfang ist doch auch der komplette Ball gemeint oder?

In der nächsten Saison wird es bei uns in der Bundesliga übrigens wieder etwas neues geben. Diesesmal betrifft es jedoch nicht die Eigenschaften des Balles bzw. deren Entwicklung, sondern es wird ein Ballsponsor eingeführt. Dabei wird dann nicht nur der Ball bei jedem Spiel in Deutschland vom Hersteller (Sponsor) kommen, sondern es wird auch den schon öfters geforderten s geben. Dieser offizielle Spielball soll auch verhindern, dass sich manche Mannschaften einen Vorteil mit einem „eigenen“ Ball verschaffen…

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der DFL. Wir werden unser Know-How als Marktführer und unsere Erfahrung als Lieferant des offiziellen Spielballs bei Fußbal l-Welt und -Europameisterschaften, der UEFA Champions League und der UEFA Europa League in diese Kooperation einbringen. Der Liga-Ball bietet der Marke adidas eine hervorragende Möglichkeit, ihre Präsenz im unverändert wichtigen Heimatmarkt Deutschland und darüber hinaus weiter zu steigern. Für die Clubs des Ligaverbandes ist damit der Einsatz der identischen Ball-Technologie nicht nur bei allen Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga, sondern auch in allen wichtigen europäischen Vereinswettbewerben gewährleistet. (Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas AG)

So nun wisst ihr alles wichtige über den Ball, unser wichtigstes Spielgerät im Leben! Lasst euch aber von den oben genannten Regeln nicht groß beeinflußen, im Park dürft ihr immer noch kicken mit was ihr wollt und wenn es nur eine alte Bierdose ist…

Quelle: DFB Fussballregeln 2009/2010, Wikipedia

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marco 2. Februar 2010 - 14:43

fussball yahh der sport wo alles zusammmen bringt

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