Home Kultspieler Wenn der Arbeitsvertrag nichts mehr wert ist…

Wenn der Arbeitsvertrag nichts mehr wert ist…

by Frittenmeister

Irgendwie stößt mir die Meldung von heute morgen übel auf. Robert Lewandowski soll jetzt deutlich mehr Geld bekommen und zwar dafür, dass er einfach nur seinen Vertrag erfüllt. Von bisher 1,5 Millionen Euro im Jahr soll sein Gehalt jetzt auf über 5 Millionen Euro gestiegen sein. Aha, aber wofür soll er jetzt mehr Geld bekommen? Dafür, dass er den BVB erpresst und trotz gültigen Vertrags seinen Wechsel zum Ligarivalen Bayern München erzwingen wollte? Dafür, dass er in den vergangenen Wochen immer wieder in Interviews gegen seinen aktuellen Verein, bei dem er einen gültigen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, stänkert?

Ehrlich gesagt fühle ich mich von Borussia betrogen. Ich gebe immer alles, aber dass sie mich behalten, ist nicht fair. (Robert Lewandowski im Interview mit der Zeitung FAKT)

Dabei hat er doch überhaupt keinen Grund zum Stänkern. Er verdient auch jetzt schon nicht so schlecht, ist bei einem Spitzenverein unter Vertrag und nächstes Jahr, wenn sein Vertrag ausläuft, kann er machen was er will. Gleichzeitig hat er eigentlich gar kein offizielles Angebot, nicht von den Bayern (die genüsslich abwarten und dann vielleicht zuschlagen, wenn er auf dem Markt ist) und auch von sonst niemanden.

Ich weiß nicht, ob es nicht irgendwann so sein wird, dass die ganze Situation irgendeinen Einfluss auf mich hat. Dass sie ins Unterbewusstsein übergeht und ein Moment kommt, in dem ich schlechter spiele. (Robert Lewandowski)

Alleine solche Sätze, die er in den letzten Wochen des öfteren gebracht hat, sind eine absolute Frechheit und dass ihm der BVB dafür auch noch freiwillig Schweigegeld gibt, ist eigentlich die Oberfrechheit. Was ist den mit den Verträgen, die mal abgeschlossen wurden? Wieso hat er denn diese lange Vertragslaufzeit unterschrieben, wenn es ihm jetzt schon nicht mehr passt? Ja, vermutlich nur, weil er so schon mal einige Jahre sein Millionengehalt garantiert gehabt hat – und zwar zu einem Zeitpunkt, wo ein Robert Lewandowski mit Sicherheit noch kein Superstar war. Das hätte er sich mal vorher überlegen sollen…

Aber die Geschichte ist ja an sich nicht neu. An Verträge hält sich Robert Lewandowski zwar schon, aber man kann ja einiges dafür tun, dass Verträge aufgehoben werden. Schon sein Wechsel zu den Dortmundern soll ähnlich wie diesesmal abgelaufen sein – mit Drohungen, Beschuldigungen und angeblichen Versprechungen. Davon, dass er auch Lech Posen im Jahr 2010 einen gültigen Arbeitsvertag hatte, wollte er damals auch schon nichts wissen. Gut, am Ende haben sie sich dann geeinigt. Sein alter Verein bekam eine gute Ablösesumme, Robert Lewandowski einen neuen Verein (und mehr Geld) und der BVB einen neuen damals noch zukünftigen Topstar. Damals scheint Lewandowski gelernt zu haben, wie das Geschäft funktioniert. Mit ein wenig öffentlicher Erpressung soll alles funktionieren…und wenn nicht? Dann gibts halt mehr Geld, damit wieder Ruhe ist.

Es stimmt, wir haben mit dem BVB eine Basis gefunden, um auch die letzten Monate professionell zusammen zu arbeiten. (Maik Barthel, Berater von Robert Lewandowski, im Interview mit Spiegel online)

Es ist in meinen Augen ein Verbrechen, dass die Dortmunder das mitmachen. Ich hätte ihn auf die Bank gesetzt, hätte dem Verein damit die Auflaufprämien erspart und dann hätte er mal sehen können, ob er nach einem Jahr auf der Bank und auf der Tribüne noch einen Topverein findet. Vermutlich nicht und genau dann hätte er sich in den Allerwertesten gebissen und gefragt, wieso er unbedingt zocken musste.

Übrigens, wenn ein normaler Angestellter versucht seinen Arbeitgeber zu erpressen, dann gibt es erstmal eine Abmahnung und wenn dann noch nicht Schluß ist, einen Termin beim Arbeitsgericht. Nicht so bei Robert Lewandowski – da gibt es nur ein paar Millionen Euro mehr! Erkauftes Schweigen…

1 comment

You may also like

1 comment

fahnenmeier 22. August 2013 - 11:36

100 % agree!

Reply

Leave a Comment

11 + = 18