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Per Mertesacker kann den ZDF-Mann nicht verstehen

by Frittenmeister

Das WM-Achtelfinale gegen Algerien war 120 Minuten eine körperliche Beanspruchung vom feinsten und am Ende des Spiels stand ein unschönes, aber wichtiges 2:1 auf der Anzeigentafel. Obwohl sich unsere Nationalspieler damit ins Viertelfinale gekämpft haben, ist ihnen nach dem Spiel nicht gerade zum Feiern zumute. Das liegt aber weniger am Ergebnis als vielmehr an dem körperlich und geistig anstrengenden Spiel. Ja, vor allem für den Kopf war das harte Arbeit. Da spielt man schon nicht so gut, hat noch dazu einen verdammt gefährlichen Gegner vor sich und muss dann beständig daran denken, dass man ja mit einem Gegentreffer schon fast von der WM draußen ist.  Und wenn das noch nicht genug wäre, kommt nach dem Spiel noch so ein doofer ZDF-Reporter und zwingt einem so banale Standardfragen auf. Per Mertesacker ist der arme Tropf, der nach dem Spiel auserkoren wurde, Boris Büchler von ZDF ein paar Fragen zum Spiel zu beantworten…

Was wollen Sie jetzt von mir? Was wollen Sie jetzt, so kurz nach dem Spiel? Das kann ich nicht verstehen. (Per Mertesacker)

Ich kann es auch nicht verstehen. So kurz nach einem harten Spiel über 120 Minuten soll man das Spiel analysieren und soll gleich einen Ausblick auf die nächsten Spiele geben? Da kann ich Per Mertesacker vollkommen verstehen, dass er den ZDF-Reporter Boris Büchler wiederum nicht versteht. An Per´s Stelle hätte ich das Interview sowieso schon nach der ersten Frage abgebrochen, aber wie eben so alles durchgeplan ist, musste er sich sicher auf Anweisung irgendeines Mediendirektors mindestens eine Minute für das ZDF zur Verfügung stellen. Ein totaler Schwachsinn, lasst einen Spieler doch erst mal verschnaufen, lasst ihn mal zur Ruhe kommen und vor allem, gebt ihm seine Eistonne zur Regeneration.

Ich leg mich jetzt erst mal drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel und dann sehen wir weiter! (Per Mertesacker)

Viele Journalisten sehen das aber anders. Für sie muss ein Nationalspieler bereit stehen und er muss gute Interviews geben. Immer und überall, wenn es dann mal nicht klappt wie hier ist erst die Verwunderung groß über den Nationalspieler, der nicht so richtig medienkonform alles heruntergeleiert hat und anschließend klopft man sich selbst auf die Schulter, dass man einen Spieler geknackt hat. Dabei muss man aber auch sagen, dass die Entwicklung der letzten Jahre sicher auch eine Schuld der Medien ist. So gut wie jeder Spieler bekommt Medientraining, hat seine Antworten fast auswendig gelernt und so ergeben sich am Ende die fast immer gleichen Antworten und Analysen. Wir Fans wollen das eigentlich nicht sehen, aber wir wissen, dass es nicht mehr anders geht. Sagt ein Spieler mal etwas nicht so angepasstes, dann heißt es gleich wieder, was das für ein Typ ist. Genau diese Typen brauchst du aber, um eine schöne Geschichte stricken zu können, aber die sind durch die ständige Medienpräsenz, durch die ständige Angst, was falsche zu sagen und dann eine negative Berichterstattung zu bekommen, zumindest für die Presselandschaft verschwunden. Einzige Ausnahme, und für Journalisten die absolute Nummer 1 was Interviewanfragen anbelangt: Thomas Müller, ein bayerisches Original…

Glauben Sie, hier ist unter den letzten 16 irgendwie eine Karnevalstruppe, oder was? Die haben es uns hier richtig schwer gemacht über 120 Minuten und wir haben gekämpft bis zum Ende und haben dann überzeugt, besonders in der Verlängerung. (Per Mertesacker)

Wollen Sie eine erfolgreiche WM oder sollen wir wieder ausscheiden und haben schön gespielt? Also ich verstehe die ganze Fragerei nicht. (Per Mertesacker)

Obwohl das Interview für uns nun schön anzuhören ist und wir jetzt auch wieder was zu diskutieren und lachen haben, muss ich trotzdem sagen, dass auch ich die GANZE FRAGEREI NICHT VERSTEHE! Wäre vielleicht auch mal angedacht, dass sich die Reporter ein paar bessere Fragen überlegen und nicht immer die gleichen, schon ausgelutschten Fragen stellen. Oder lasst die Spieler doch einfach mal frei vom Spiel erzählen, so wie es früher in den 80er und 90er Jahren noch oft zu hören war. Das wäre auch mal wieder ein willkommene Abwechslung zu diesem Einheitsbrei vom Spielfeldrand…

Das ist mir völlig wurscht. Wir sind jetzt unter den letzten Acht und das zählt. (Per Mertesacker)

Quelle: Youtube (User: amazing stuff)

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