Home Materialtest Ein Schuh, Pelé und ein Besuch von uns auf der ISPO

Ein Schuh, Pelé und ein Besuch von uns auf der ISPO

by Frittenmeister

Wer in letzter Zeit auf unserer Facebook-Fanseite mitgelesen hat, der hat sicher gemerkt, dass wir immer mal wieder Werbung für einen Schuh gemacht haben. Na ja, Werbung ist eigentlich übertrieben, wir haben immer wieder versucht die unsere Freunde von Pelé Sports beim ISPO Brand New Award 2012 auf Platz 1 beim Publikumspreis zu heben. Hat zwar nicht funktioniert, weil im Finale die Surfwelle von Wavegarden ganz knapp und auf den letzten Drücker noch an Pelé Sports und dem Schuh „Trinity 3E“ vorbeigezogen sind. Aber egal, einen Preis hat der Trinity 3E trotzdem abgeräumt und der hat es auch ganz gut in sich. In der Kategorie „Footware“ haben sie den begehrten ISPO Brand New Award 2012 gewonnen und ich habe mich kurz vor der Preisverleihung am Messestand von Pelé Sports herumgetrieben. Natürlich nicht nur, weil ich den Schuh sehen wollte, sondern auch weil ich mir meine zwei versprochenen Kugelschreiber für die Facebook-Werbung für Pelé-Sports abgeholt habe…

So ganz nebenbei wurde mir dann auch der neue, absolut revolutinäre Fussballschuh „Trinity 3E“ ausführlichst erklärt und ich kann gleich vornweg behaupten, dass ich kurz davor bin, doch noch einmal ein Comeback zu wagen. Mit dem Schuh und mit ein wenig mehr Kondition könnte ich doch glatt auf dem Platz noch mal mithalten, da bin ich mir ganz sicher. Aber was ist so Besonderes dran an dem Fussballschuh? Ich habe am Messestand mit der PR-Chefin von Pelé Sports Deutschland mal genauer hingeschaut und dabei ist mir auf den ersten Blick gleich mal folgendes aufgefallen:

  1. Der Trinity 3E  wiegt so gut wie nichts
  2. Die Haut bzw. das Material des Fussballschuhs wirkt extrem dünn
  3. Die Stollen sind anders angeordnet als bei herkömmlichen Fussballschuhen
  4. Der Schuh ist eigentlich nur an einer Stelle richtig flexibel

Diese vier Punkte sind auch laut Maria Pinzger von Pelé Sports die absoluten revolutionären Neuerungen an dem Fussballschuh und da bin ich doch gleich mal richtig stolz, dass ich die so mir nichts, dir nichts, herausgefunden habe. Aber was hat es jetzt genauer damit auf sich? Klar, dass ich da noch einmal nachbehackt habe.

Der Trinity 3E wiegt so gut wie nichts

Der Trinity 3E wiegt nur 170 Gramm! Verdammt leicht also und damit vergisst man den Schuh sofort wieder, wenn man ihn in die Hand nimmt. Der Vorteil auf dem Fussballplatz aber ist nicht, dass man den Schuh vergisst, sondern dass man mit so einem niedrigen Gewicht am Fuss schlichtweg sich schlichtweg noch ein wenig schneller bewegen und auch schneller laufen kann. Angeblich hat man so bei Sprints im Vergleich zu einem normalen Fussballschuh bis zu 1,5 Meter gewonnen und das kann im Spiel natürlich den Unterschied ausmachen. Stellt Euch doch bloß mal selber die Kontersituationen vor, oder ihr zieht einen Sprint an der Außenlinie an oder was auch immer. Wenn ihr da nur 1,5 Meter schneller seid, dann bedeutet das, dass ihr Euch oder Eurem Team eine Chance herausspielt und so vielleicht das Spiel entscheiden könnt.

Auf größere Distanz gesehen, bei Sprints zum Beispiel, kann der Trinity 3E dem Spieler einen Vorteil von bis zu 1,5 Metern verschaffen! (Professor Ewald Henning von der Uni Duisburg)

Die Haut bzw. das Material des Fussballschuhs wirkt extrem dünn

Die Haut des Schuhs, bzw. der ganze Schuh selber wirken extrem dünn. Trotzdem hat keine Nachteile im Gegensatz zu anderen Fussballschuhen. Man soll, wenn man mal voll durchzieht, nicht laut aufschreien vor Schmerzen und zerreißen wird das Material auch beim härtesten Pressschlag nicht. Das verspricht das Material und da hat sich Pelé Sports etwas fachfremd in der Ölindustrie bedient. Dort kommt ein sogenannten Hybridpolymer zum Einsatz, was extrem robust ist, sehr steif gleichzeit extrem gut auf die Bedürfnisse des Fußes abgestimmt ist. Mir wurde auch erklärt, dass sich das Material und damit der ganze Schuh sogar dem Fuss anpassen und man so nach einigen Spielen einen perfekt auf einen abgestimmten Schuh hat. Demnächst und da bin ich persönlich sehr gespannt darauf, soll auch noch eine andere Schuhvariante auf den Markt kommen und zwar mit einem sehr strapazierfähigen Känguruhleder. Das aber ist noch ein halbes Geheimprojekt und daher haben wir hier nur ein paar Worte dazu gehört.

Die Stollen sind anders angeordnet als bei herkömmlichen Fussballschuhen

Die Stollen sind unten am Schuh irgendwie anders angeordnet. Wieso das so ist, ist ganz einfach. Die asymmetrische Stollenordnung läuft am Rand des Schuhs entlang und folgt so der natürlichen Bewegung des Fußes beim Barfußlaufen. Das ist zum einen natürlich gesund und stärkt den Fuß und zum anderen kann man so viel dynamischer und schneller agieren. Kraft und Beschleunigung kommen so ohne Umwege direkt auf den Boden und so hat man direkt gleich wieder einen Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Schuhen. Der hinterste Stollen ist extrem weit hinten positioniert und dadurch hat man beim Auftreten noch schnelleren Bodenkontakt also wenn der Stollen weiter vorne wäre. Das ganze müsst ihr Euch aber in einem kompletten Bewegungsmodell vorstellen. Der Fuß trifft ja zuerst mit der Ferse den Boden, anschließend mit dem Kahnbein und erst ganz zum Schluß kommen die Zehen dazu. Die Zehen braucht man aber erst wieder, wenn man sich schon wieder abstößt und den Fuß so vom Boden weg zieht. Durch die neuartige Stollenanordnung wird dieser natürliche Bewegungsablauf besser unterstützt und der Fuß erhält dadurch mehr Halt und Stabilität. Erwiesen ist inzwischen, dass durch den Trinity 3E genau im Bereich des Fußgelenks deutliche weniger Verletzungen auftreten, was mit Sicherheit durch die erhöhte Stabilität im Bewegungsablauf kommt. Ach ja, so ganz nebenbei bringt das alles natürlich auch noch eines, mehr Dynamik und mehr Beschleunigung und angeblich wird sogar die Koordination verbessert. Und damit habt ihr wieder welchen Vorteil? Genau, ihr seid schneller als Eure Gegenspieler.

Der Schuh ist eigentlich nur an einer Stelle richtig flexibel

Hinter den Zehen ist der Trinity 3E richtig flexibel. An dieser Stelle könnt Ihr den Schuh fast einmal komplett umbiegen und das ist auch gut so. Hier ist nämlich der Abknickpunkt des Fußes und genau hier ist es wichtig, dass der Fuß sich natürlich bewegen kann. Und vor allem ist es wichtig, dass er sich so weit, wie er will bewegen kann. Das kann er hier und deswegen kann man auch hier wieder etwas mehr Dynamik und Schnelligkeit gewinnen.

Was uns natürlich auch noch interessiert hat, war die Frage, ob das ein reiner Schuh für den Hobby- und Amateursport ist. Oder benutzen auch Profis den Schuh oder haben alle Vorurteile gegen ihn? Da wurde mir aber schnell der Name Martin Stranzl genannt, denn der Österreicher in Diensten von Borussia Mönchengladbach trainiert mit dem Schuh schon seit Monaten und hat auch schon einige Spiele damit absolviert. Und er ist laut Pelé Sports regelrecht begeistert und will sich gar nicht mehr von dem Trinity 3E trennen. Ok, also auch die Profis werden langsam aber sicher vom Trinity 3E infiziert…

Als Abschluss habe ich dann Pelé Sports die Frage der Fragen gestellt und die lautete: Wie kommt ihr auf den Namen Pelé Sports?

Und was meint ihr wie die Antwort war? Na ganz einfach, weil der Pelé bei uns in der Produktentwicklung mitarbeitet und jeden Schuh höchstpersönlich testet und für gut oder schlecht befindet. Zu dem Engagement überreden hat er sich übrigens in der Schweiz lassen. Dort hat er sich damals das neue Projekt angeschaut und dabei hat sich der Schuhentwickler, ein wie ein Ex-Hooligan aussehender Ire, den Füssen von Pelé himself gewidmet. Allerdings in einer Art und Weise, die das restliche Pelé Sports Team so nicht eingeplant hatte. Er ließ erst einmal Pelé die Schuhe und Socken ausziehen, was dieser nur wiederwillig machte. Anschließend drückte, knetete und befühlte er 15 Minuten lang die Füße ohne viele Worte zu verlieren. Pelé, sichtlich irritiert, war nach dieser Untersuchung noch irritierter, als der Schuhentwickler ihm eröffnete, wo er Probleme am Fuß hat, wo es ihn drückt und was anders werden muss. Pelé schwieg……….und sagte anschließend nur: „Es war immer nur wichtig, dass ich funktioniere und Tore erziele. Für meine Füsse hat sich aber nie jemand interessiert. Ich bin dabei…“ Eine Bedingung hat er dann aber schon gestellt und die kann ich vollkommen nachvollziehen: Fussballschuhe dürfen nur traditionell schwarz sein! Ein wenig musste er später von seinen Vorstellung abrücken, aber er hat sich zumindest so weit damit durchgesetzt, dass das Hauptmodell bzw. die Hauptfarbe des Trinity 3E schwarz ist…

Und schon war Pelé als Produktentwickler und Namensgeber mit ihm Team. Natürlich ist er auch Werbefigur und wenn die Gerüchte stimmen, dann wird er uns im nächsten Jahr für eine ausgiebige Deutschland-Werbetour besuchen. Falls das stimmt, dann bewerben wir uns hiermit schon mal für das ein oder andere Event mit ihm…

Interessant, was man so alles an einem Stand auf der ISPO erfährt oder?

Ein paar Links zum Abschluss dürfen natürlich nicht fehlen: www.pele-sports.com // blog.pele-sports.com // www.facebook.com/pelesportsDE

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