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Der Fussballspruch des Jahres 2008

by Frittenmeister

Schöne und erheiternde Fussballsprüche braucht das Land. Das denken sich die Fussballer sicher nicht, wenn sie vor der Kamera oder dem Mikrofon ein paar Worte zum besten geben. Jedoch sind wir Fans jeden Samstag gespannt, was ein Lukas Podolski oder ein Jens Lehmann wieder zu sagen hat. Diese wortgewandten Akrobaten aus der Bundesliga erhalten in einer offiziellen Abstimmung der Deutschen Akademie für Fussballkultur dann sogar noch einen Preis und können sich Ihr Leben lang ihrer Spontanität bei Interviews erfreuen. 2006 gewann höchstverdient Hans Meyer mit seinem Spruch…

In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche. (Hans Meyer, Fussballspruch des Jahres 2006)

…und 2007 war es Spassvogel Lukas Podolski, der die wahre Fussballweisheit aus sich herauskitzeln lies. Manchmal gewinnt der Bessere und genau das macht den Reiz des Fussballs aus. Auch die Underdogs haben immer eine Chance, den Favoriten zu schlagen. Und so wissen wir nie, wer am Samstag gewinnt oder verliert…

So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere. (Lukas Podolski, Fussballspruch des Jahres 2007)

Kommen wir jetzt aber zum Fussballspruch des Jahres 2008. Der ist nämlich auch schon wieder längst überfällig und warten darauf, am 31.10.2008 auf der Gala der Deutschen Akademie für Fussballkultur gekürt zu werden. Eine 12-köpfige Jury aus dem Sport- und Kulturbereich wird LIVE während der Preisverleihung für die besten Bücher, Filme usw. gemeinsam mit dem Publikum über die 4 Finalsprüche abstimmen und den Sieger des Jahres 2008 bestimmen. Aus den unzähligen Vorschlägen wurden folgende 4 Sprüche für die Finalrunde nominiert:

Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen. Josef Hickersberger (ehemaliger Nationaltrainer Österreichs)

Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers. (Jens Lehmann, Torwart des VfB Stuttgart und ehemaliger Nationaltorwart)

Wir haben kein Problem, nur zu wenig Punkte und zu wenig Tore. (Walter Hellmich, Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg)

We have to fight weiter. (Jonas Kamper, Mittelfeldspieler von Arminia Bielefeld)

Weltklasse, was unsere lieben Fussballer da wieder von sich gegeben haben. Wortakrobaten im Sinne des Herrn, ich bin begeistert und weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Mein absoluter Favorit ist der ehemalige österreichische Nationaltrainer Josef Hickersberger. Bringt er doch auf ironische Weise mit seinen Worten die gesamte versammelte Medienwelt zum schweigen, die einen weil sich sich endlich bestätigt fühlen (blöd wenn man die Ironie nicht kapiert hat) und die anderen weil sie in diesem Moment genau verstanden haben, dass der gute Mann genervt ist und keine weiteren Fragen mehr beantworten wird. Klasse…

Es gab auch noch weitere weltbewegende Sprüche und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Auf Platz 5-11 der Nomierungen (vor der Finalrunde leider ausgeschieden). Lest, staunt über die Worte und dann lacht…

Was aussieht wie Schlägereien, sind häufig jubelnde Fans, die sich gegenseitig um den Hals fallen. Christian Stella, Oberst der Wiener Polizei, kommentiert kleine Gewaltausbrüche während der EM 2008 auf seine Art und Weise)

Unsere Tradition ist die Zukunft. (Dietmar Hopp, Mäzen der (ehemals TSG) 1899 Hoffenheim)

Insgesamt dominieren gemischte Gefühle. (Sebastian Prödl, österreichischer Nationalspieler, nachdem er mit der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande nach einer 3:0-Führung noch 3:4 verlor

Ich freue mich für mich. (Edmond Kapllani, Stürmer des KSC, nachdem er nach langer Torflaute endlich wieder getroffen hatte)

Alles, was Sie im Kopf haben, weiß ich, bevor Sie es ausgesprochen haben. (Otto Rehhagel, Trainer der griechischen Nationalmannschaft, auf einer Presekonferenz während der EM 2008)

Ich war ein konsequenter Hasser von Alkohol und Nikotin, aber ich war nicht gegen Rotwein. (Jule Ludorf, Legende des Oberliga-Vereins Spvgg Erkenschwick)

Brasilianer waren sie noch nie, die Griechen. (Thomas König, Kommentator des ORF während der EM 2008)

So, damit ist es genug für heute und in diesem Sinne halte ich es wie meine Kollegen vom Bundesliga-Blog, der auf seine Art und Weise Bielefelds Mittelfeldspieler Jonas Kamper zitiert und sage nur: We have to blog weiter…

36 comments

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36 comments

Lars 16. Oktober 2008 - 13:17

Der Spruch von Hickersberger ist mein Favorit 🙂

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Frittenmeister 16. Oktober 2008 - 13:48

Meiner auch, aber ganz knapp dahinter ist der vom Christian Stella…ach die Össis haben einfach die besten Sprüche drauf!

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Hanse 17. Oktober 2008 - 16:34

Insgesamt zeigt sich aber, dass im verbalen der österreichische Fußball eine weitaus größere Rolle spielt! 🙂

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Frittenmeister 17. Oktober 2008 - 18:12

Auf jeden Fall…im Blöd daherreden wart ihr immer schon spitze…

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Österreich ist mit Hickersberger Europameister - im Sprücheklopfen! » WM 2010 3. November 2008 - 13:57

[…] Fritten, Fußball & Bier « Ümit Korkmaz geigt für die Eintracht auf –  Hier kannst Du ähnliche Beiträge lesen, passend zu diesem Thema: […]

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Der Fussballspruch des Jahres 2009 geht an… - Fritten, Fussball & Bier 18. August 2009 - 16:06

[…] Der damalige österreichische Nationaltrainer Josef Hickersberger hatte bei der EURO 08 seinen Spruch zur Trainingsleistung seiner Mannschaft gebracht und damit nicht nur österreichische […]

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