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Der FSV Frankfurt lädt ein zum Phantom-Tor-Schießen

by Frittenmeister

Wenigstens können sie darüber lachen, die Verantwortlichen des FSV Frankfurt. Anders als der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Striegel dagegen weniger. Für ihn war eine der schlimmsten Schiedsrichterfehlentscheidungen in Deutschland überhaupt. Wie kann ein Schiedsrichter ein Tor geben, wenn der Ball nach einem Lattentreffer wieder mindestens einen Meter zurück ins Feld springt? Gute Frage, der „Torschütze“ Christian Tiffert vom MSV Duisburg konnte seinen Lattentreffer, der als Tor zählt, auch nicht wirklich erklären.

So einen gravierenden Fehler habe ich eigentlich noch nie gesehen. Der Ball war ja über einen Meter von der Linie weg. Ich hoffe, dass in den nächsten 20 Jahren nicht mehr so ein Fehler passiert. (Eugen Strigel, DFB-Schiedsrichterlehrwart)

Den Frankfurtern ist das jedoch relativ egal, schließlich hätten sie das Spiel so oder so verloren. Ob es am Ende 0:4 steht oder 0:5 ist dann auch schon egal, zumindest jetzt noch. Wenn sie jedoch am Ende der Saison wegen dieses einen Tores absteigen müssten, dann werden die Diskussionen sicher laut werden. Aber bis dahin nehmen sie die ganze Aktion mit (Galgen-) Humor und haben sich sogar eine lustige Fanaktion für das nächste Heimspiel ausgedacht. Ganz offiziell lädt der FSV Frankfurt alle seine Fans vor dem nächsten Heimspiel (22.01.2010, 18 Uhr) zu einem Phantom-Tor-Gedächtnisschießen vor dem Volksbank-Stadion ein. Die Fans müssen den Ball dabei nicht in die Löcher einer Torwand oder an einem Torwart vorbei ins Netz ballern, sondern den Ball aus 18 Metern Torentfernung auf die Unterkante der Latte setzen. Von dort muss der Ball dann „erkennbar“ wieder ins Feld zurückspringen, ansonsten zählt das „Tor“ nicht. Als Lohn gibt es dafür freien Eintritt mit garantiert bester Sicht auf die Torlinie. So ist dann den Gewinnern auch garantiert, dass sie die gleiche Sicht wie der Linienrichter haben werden.

Man darf nicht vergessen, dass wir wegen des Torverhältnisses auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind. Wer weiß, ob das am Ende der Saison eine Rolle spielt. (Bernd Reisig, Geschäftsführer des FSV Frankfurt)

Ich bin ja mal gespannt, wieviele Fans das „Lattentor“ reproduzieren können. Leicht wird das nicht, aber ich bewundere den FSV Frankfurt. Man nimmt die Fehlentscheidung doch sehr gelassen hin und versucht sogar noch mit etwas Humor die Situation zu meistern. Sicherlich ist das auch ein schöner Marketingag und die Fernsehsender haben beim nächsten FSV-Heimspiel auch was zu berichten aus dem Umfeld, aber eine großer Fehler darf beim nächsten Spiel, was unter erhöhtem Medieninteresse stehen wird, nicht passieren. Das wäre dann ein gefundenes Fressen für die Journalisten und auch für die Verantwortlichen…

Quelle: www.fsv-frankfurt.de

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