Home Kultspieler 10 Spiele sind ja lächerlich – Sperrt diesen Pepe lebenslang

10 Spiele sind ja lächerlich – Sperrt diesen Pepe lebenslang

by Frittenmeister

Ich hatte in den letzten Tagen nur von dem Vorfall gehört, der portugiesische Nationalspieler Pepe von Real Madrid ist ausgerastet und hat seinen gegnerischen Spieler Javier Casquero von CF Getafe geschlagen. Ja, dachte ich mir, wird schon nicht so heftig gewesen sein, welche Spieler ist denn so blöd und verkloppt auf dem Spielfeld seinen Gegenspieler. Vor den Augen des Schiedsrichters und der TV-Kameras…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=LCr9_c4rRbU[/youtube]

Schon heftig, für so einen Ausraster müsste man ihn lebenslang sperren. Vorsätzlich foult er seinen Gegenspieler im Spiel gegen CF Getafe erst, tritt mit Anlauf auf den am Boden liegenden ein, zieht ihn an den Haaren und steigt ihm noch mit voller Wucht auf den Fuss. Anschließend beleidigte er noch das Schiedsrichtergespann („Ihr seid alle Hurensöhne„) und musste von mehereren Mitspielern vom Platz gedrängt werden. Und wieso das Ganze? Die Medien erklären das mit dem unglaublichem Druck, der auf den Spielern lastet und dazu sage ich, sorry, so ein Schmarrn! Wenn er den Druck nicht standhält, dann soll er Kugelschreiber zusammendrehen oder Straßenfeger werden, da hat er dann weniger Druck und kann seinen Hintern in der Sonne bräunen. Im Interview mit der spanischen Sportzeitung „Marca“ hat er in seinem Frust sein sein Karriereende angekündigt, ob er es wirklich durchzieht, wage ich zu bezweifeln.

Ich habe keine Lust mehr, auf den Fußballplatz zurückzukehren. (Pepe im Interview mit der spanischen Sportzeitung „Marca„)

In den nächsten Wochen und Monaten hat er jedenfalls schon mal Zeit, darüber nachzudenken. 10 Spiele Sperre hat er vom spanischen Verband bekommen und ich finde, dass das viel zu wenig ist. Hier forde ich ganz populistisch, dass er für diese Ansammlung von Fouls und Straftaten mindestens 1-2 Saisonen oder auch sein Leben lang aussetzen müsste. Er sollte gar nicht die Chance bekommen, noch einmal auf den Platz zurückkehren zu können. Wenn ich da mal an einige Vorfälle in der deutschen Amateurliga erinnern dürfte, wo Spieler schon für weitaus geringere Tätlichkeiten sogar schon vor Gericht gestellt wurden…

Eine richtige Entschuldigung hat Pepe übrigens bis zum heutigen Tage nicht gebracht. Für ihn war das alles eher unglücklich, da er ja seinen Gegenspieler nicht treffen wollte sondern nur in die Luft treten wollte. Ja klar, alles nur eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Ja klar, ja klar, ja klar, was denn sonst!

Den fälligen Elfmeter nach dem Foul hat Reals Torhüter Iker Casillas übrigens gehalten, nur das hat am Ende niemanden mehr interessiert…

Kleine Randnotiz noch: Durch den Ausfall von Pepe für die nächsten 10 Spiele erhöhen sich die Chancen für unseren ehemaligen deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder auf Einsätze und falls Pepe seine Ankündigung wahr machen sollte und mit dem Fussball aufhören sollte, dann hat Metzelder gute Chancen auf viele weitere Einsätze  bei Real Madrid und damit hat er auch eine Chance auf die WM 2010…

17 comments

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17 comments

Wacker Fan 24. April 2009 - 22:22

Ich hab gehört, er will mit einem österreichischen Torhüter ein neues Team gründen!

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Trainer Baade 25. April 2009 - 01:57

Ich hatte da sowas läuten hören von wegen dem einen oder anderen Fall des Kokain-Genusses und dass es sogar Doping im Fußball gäbe. Vielleicht hab ich mich aber auch getäuscht.

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gses 25. April 2009 - 02:08

Ganz ehrlich. Dieser Ausraster ist unvergleichlich. Ebenso bin ich auch für härtere Strafen im Profisport.
Dennoch, mit einer lebenslangen Sperre würde man ihn stigmatisieren (obwohl dafür evtl gar niemand mehr zu sorgen braucht). Ich hätte es für sinnvoll gefunden, wenn er den Rest der Saison + die komplette Nächste hätte zuschauen müssen. Unglaublich, ich hatte ihn in meinem Dream-Team, aber wie Trainer Baade schon angemerkt hat kann man sich fast nicht vorstellen, dass hier alles drogenfrei (Drogen – nicht Doping)abgelaufen ist. Eine andere Möglichkeit sind schwere persönliche Probleme, die sich bei Pepe eben anders geäußert haben, als z.B. bei Sebastian Deisler.

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ElCobra 25. April 2009 - 09:13

Eine Sperre, die deutlich länger ausfallen würde als damals für Cantonas KungFu Tritt, fände ich sehr merkwürdig, aber das halbe Jahr hätten sie ihm geben können.

Lebenslange Sperre? 2 Saisons?
Nein, nicht wirklich.

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Frittenmeister 25. April 2009 - 10:09

Nachdem ich jetzt noch mal eine Nacht über das Urteil geschlafen habe, muss ich sagen, lebenslang wäre übertrieben. Aber eine Saison würde ich ihn schon aussetzen lassen. Die Spieler verdienen viel Geld und es wird so oft betont von den Funktionären, dass sie für alle Fans und fussballspielende Jugendliche Vorbildfunktion haben. Da kann er so etwas nicht bringen, da hat er wohl seinen Beruf verfehlt und sollte sich was anderes suchen, wo er nicht so unter Druck steht.

Und außerdem sind wir ja nicht in Südamerika 😉

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www.liveh8.de » Fragwürdiges Urteil für Pepe 25. April 2009 - 10:16

[…] Via Frittenmeister. […]

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gses 25. April 2009 - 13:04

„Eine Sperre, die deutlich länger ausfallen würde als damals für Cantonas KungFu Tritt, fände ich sehr merkwürdig“

@elCobra: Man kann doch nicht andere Vergehen, die damals schon falsch bewertet wurden als Vergleich heranziehen…

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Frittenmeister 25. April 2009 - 13:52

Sehe ich ähnlich…vor allem weil der liebe Pepe den Spieler mehrmals angegriffen hat (mehrere Tritte, als dieser am Boden lag), weitere andere Spieler beim Rausgehen mit Faustschlägen traktierte und zu guter Letzt sogar noch den Schiedsrichter übelst beleidigte. Da kommt ganz schön was zusammen…

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Hanse 25. April 2009 - 17:15

naja, das war alles ein wenig unglücklich und die Kameraaufnahmen schauen auch extremer aus als sie wirklich waren 😉

bei uns in österreich wäre das wohl aber auch eine rote gewesen mit 1-2 spiele sperre 😉 gesunde härte eben.

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Frittenmeister 25. April 2009 - 18:40

ja klar…da wäre das ganze ja auch „powered by Handyfirma mit Wettheinis“!

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ElCobra 25. April 2009 - 19:04

Was war denn damals so falsch an der Cantona Sperre?
Pöbelnde Idioten im Stadion besser gegen die Profis schützen? Das ist doch albern! Klar war das eine krasse Unsportlichkeit, die bestraft werden muss, aber was an dem halben Jahr so falsch ist, weiß ich nicht…

Ich will Pepe (oder Cantona) gar nicht großartig verteidigen, aber:
Wenn ein Mittzwanziger, der tagaus, tagein von Presse etc. bei allem, was er tut, beobachtet wird und evtl. von zigtausenden beschimpft wird, nach zahlreichen Provokationen mal für eine halbe Minute ausrastet, hab ich dafür deutlich mehr Verständnis als für „Fans“ (egal welchen Alters) die z.B. Steine auf den Mannschaftsbus werfen.

Wenn geplantes Doping je nach Sportart & Anwalt mit 2-4 Jahren Sperre geahndet wird, finde ich für diesen Ausraster (der schlimmer war als alles ansatzweise vergleichbare, was ich je gesehen hab) selbst eine Saison Sperre immer noch übertrieben.

Will man den Spieler bestrafen oder will man seine Karriere beenden?

Allerdings würde ich noch eins ergänzen, bei dem ich mir nicht sicher bin, wie das gehandhabt wird: bei einer so krass selbstverschuldeten Sperre während der Sperre kein Gehalt zahlen.

10 Spiele Sperre und gechätzt 1 Million Euro Nicht-Verdienst fände ich DEUTLICH sinnvoller als 1 Jahr Sperre.

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Frittenmeister 25. April 2009 - 19:18

Die 1 Million Nicht-Verdienst trifft ihn sicher am härtesten. Allerdings habe ich nach wie vor kein Verständnis für jemanden, der über Jahre hinweg viele Millionen Euros verdient und dann doch der so arme Profi sein soll, der immer verfolgt wird, der kein Privatleben hat, der immer beschimpft wird usw. Ohne die Medien und ohne die vielen Sponsoren und Fans (die sich ja das Eintrittsgeld und damit auch sein Gehalt nicht aus den Ärmeln schütteln) würde er eben NICHT dieses hohe Gehalt haben. Wenn er also deswegen ausrastet, dann hat er seinen Beruf verfehlt und sollte schon aus Eigenschutz für längere Zeit aus dem Verkehr gezogen werden. Das Geld will er ja sicher haben, aber die negativen Aspekte seines Jobs nicht…sorry, mein Job ist auch nicht nur toll und trotzdem mache ich ihn so gut es geht. Und dort kann ich auch trotz aller Provokationen, die man mir mal entgegenbringt, nicht einfach ein paar Leute umtreten. Ja genau, das ist ja jetzt etwas anderes, ich bin ja auch kein Fussballer, und deswegen muss ich das ja aushalten. Übrigens, bei so einem Ausraster würde man mich nicht sperren, man würde mich rauswerfen und ich könnte mir einen neuen Job suchen.

Ich denke schon, dass man an ihm einen Denkzettel statuieren sollte, damit alle anderen Fussballer merken, dass man sich auf dem Platz doch in gewisser Weise fair behandeln muss! Man kann nicht einfach auf den Gegner eintreten, wenn dieser schon am Boden liegt, man kann nicht einfach alle beschimpfen und beleidigen und man kann nicht einfach alle Spieler auf dem Platz mit Schlägen traktieren. Wenn man ein gewisses mitmenschliches Verständnis hat, dann macht man so etwas nicht und wenn man sich an seine Vorbildfunktion erinnert, dann sowieso nicht!

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ElCobra 25. April 2009 - 19:53

Halt dich nicht zu viel an dem Medienargument auf bzw. richte deine Antwort nicht größtenteils darauf aus.

Klar, in einem gewissen Sinne sind Profi-Fußballer enorme Glückspilze, weil sie mit dem, was sie am liebsten machen (so sollte es ja zumindest sein), berühmt werden und viel Geld verdienen, aber wer von uns erwartet bei einem „normalen“ jungen Menschen zwischen 18 & 25, dass er abgezockt wie ein alter Hase ist?

Nur weil Fußballer mittlerweile für & in jeder Lebenslage irgendwelche Betreuer haben, die ihnen bei Bedarf alles abnehmen, entwickeln sie sich doch mit Sicherheit nicht im Zeitraffer im Verhältnis zu ihren Altersgenossen, die z.T. deutlich größere Existenzängste & private Belastungen auszuhalten haben.

Vorbildfunktion schön und gut, aber man muss auch mal das Alter, die zumindest schwerpunktmäßig sehr einseitige Ausbildung und das Umfeld so berücksichtigen, dass man nicht von einem jungen bis mittelalten Fußballprofi erwarten kann, dass er über allem steht…

Mir gehts einfach um den Maßstab, der bei jungen Sportlern (egal ob Fußballer oder was weiß ich was) angelegt wird.

Manche zerbrechen wie Deisler, manche ruhen sich 3 Jahre auf ihrem Konto aus wie Poldi (*hust* der musste sein) und manche flippen in einer stressigen Spielsituation aus.

Lell, der seiner Freundin eine mitgibt; Schlägereien von betrunkenen Profis in der Disco oder Sportwagen, die im Rausch zu schnell irgendwogegen gefahren werden, sind für mich schlimmere Vergehen im Bezug auf die Vorbildfunktion.

Ich weiß nicht, was du arbeitest, aber wenn dich statt 1-10 Leute 50.000 anmaulen, beleidigen oder auspfeifen würden, würdest du auch ein höheres Gehalt verlangen.

Rauswerfen ist bei sowas (leider?) ja meist keine Option für einen Fußballverein, zumindest keine fristlose Kündigung. Egal ob Real, Chelsea, Bayern oder Milan, 30 Millionen Transferwert „verbrennen“ kann sich keiner der Vereine leisten… Und einen neuen Verein wird ein Spieler mit der Klasse von Pepe auch immer finden, egal was wir davon halten mögen.
Deshalb ist das auch nicht vergleichbar mit einem normalen Beruf. Da find ich Politiker deutlich vergleichbarer mit dem Beruf des Profisportlers…

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gses 25. April 2009 - 20:49

Ich kann deine Argumente verstehen, nur komisch dass du für dieses Alter „normale“ Ausrutscher wie saufen, schlägern oder in der Gegend rumvö***n als schlimmer betrachtest.
Ich finde: Gerade AUF dem Platz ist entscheidend (5 Mark ins Phrasenschwein^^)
Hier sollten die hochbezahlten Profis sich auch dementsprechend verhalten: nämlich professionell. Das Privatleben wiederum hat nichts mit seinem Beruf zu tun.

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Frittenmeister 25. April 2009 - 20:51

@El Cobra: Wenn ich deine Worte hier so auf mich wirken lasse und ein wenig darüber nachdenke, dann muss ich dir doch zustimmen. Man vergisst immer ganz schnell, dass so ein Spieler ja im gleichen Alter wie einer selbst ist bzw. sogar noch deutlich jünger und dass man sich da nicht immer unter Kontrolle hat, kann ich gut nachvollziehen. Trotz allem bleibe ich dabei, dass man Pepe empfindlich bestrafen sollte, meinetwegen mit den 10 Spielen Sperre und zusätzlich mit einer Strafe die ihm wirklich weh tut. Lasst ihn meinetwegen irgendeinen sozialen Dienst tun, soll er mit Kindern trainieren oder sonst was, hauptsache er kann über ein paar Woche hinweg zeigen, dass er eigentlich ein anderer Mensch ist. Ich würde so etwas gut finden. Je mehr du schreibst und je mehr ich nachdenke, desto mehr glaube ich auch, dass eine extrem lange Sperre einfach nichts bringen wird. Also dann lieber so, ihn ein wenig in der Freizeit beschränken, noch ein paar Euros zahlen lassen und ihm aufzeigen, dass er falsch gehandelt hat.

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ElCobra 26. April 2009 - 09:32

@gses: Ja, du hast schon Recht, aber im Privatleben stehen die Jungs auch deutlich weniger unter Druck und man müsste sich, meinem Verständnis nach, da einfach eher zusammenreißen können (zumal Schlägerei in der Disco oder betrunken Auto fahren für die meisten jungen Menschen einfacher reproduzierbar ist als einen Spieler vor den „Augen der ganzen Welt“ zusammenzutreten).

@Frittenmeister: Genau! Andere Verpflichtungen und / oder eine große Geldstrafe (eben nicht 5-10.000 Euro oder son Firlefanz, wie Poldis „großzügige“ Spende) halte ich für sinnvoller, als dem Burschen ein einjähriges Berufsverbot (und das ist es ja im Endeffekt) aufzuerlegen.
Die Länge der Sperre muss deutlich sein, was sie mit 10 Spielen auch ist, und insgesamt soll ruhig ein Exempel statuiert werden mit dem Strafen-Gesamtpaket.
Wenn man das ausbaut in der Form, dass er während der Sperre auch nicht in der Nationalelf oder in anderen Wettbewerben eingesetzt werden darf, ist er spieletechnisch in meinen Augen auf jeden Fall ausreichend bestraft.

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Frittenmeister 26. April 2009 - 12:02

Richig, aber ich befürchte, dass die Spanier das anders sehen und ihn nicht noch weitere Strafen auferlegen werden. Für die ist das mit den 10 Spielen getan, die sehen das auch nicht so eng wie wir…

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