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Randale in Südafrika angekündigt

by Frittenmeister

Die Lage in WM-Gastgeberland Südafrika ist wieder einmal undurchsichtiger geworden. Während alle Welt davon spricht, wie sauber und sicher die WM in Südafrika für die Fans sein wird (wenn man bestimmte Viertel meidet), haben Funktionäre der Jugendorganisation der südafrikanischen Regierungspartei ANC gewaltätige Proteste in der Innenstadt von Kapstadt angekündigt.

Wir werden alles zerstören und die Stadt unregierbar machen. (Loyiso Nkohle, Regionalsekretär der ANC-Jugendliga)

Mit den Protesten wollen die Funktionäre und Jungpolitiker auf die schlechten Lebensbedingungen der Menschen in großen Teilen von Südafrika hinweisen. Der Staat lassen die Menschen im Stich und kümmere sich lieber um die Weltmeisterschaft, lautet ein oft gehörter Vorwurf. Leider muss man sagen, dass dieser Vorwurf auf zutrifft. Von dem Turnier haben die Menschen dort nichts außer kurzfristig einen Hilfsarbeiterjob. Was aber wenn sie nicht mehr gebraucht werden, so wie das jetzt, wo die Stadien fertig gebaut sind, der Fall ist? Der Staat wollte außerdem die Lebensbedingungen in den Slums verbessern und versprach große hygienische Verbesserungen. Toiletten wollte man bauen mit festen Wänden, statt dessen stellte man im besten Falle ein paar Wellblechwände um eine Kloschüssel. Klar, dass die Menschen sauer werden, wenn man ihnen viel verspricht und nichts davon hält.

Was bedeutet das jetzt für Besucher der Weltmeisterschaft? Sollte man jetzt angesichts solcher Drohungen auch die eigentlich noch als relativ sicher geltenden Innenstädt meiden? Keine Ahnung, man muss wohl abwarten, ob die Ankündigung der gewaltätigen Proteste wirklich in die Realität umgesetzt wird. Falls das so sein sollte, dann sollte man sich nur noch in den sogenananten Fancamps aufhalten. Eine super Reise und eine super WM wird das…

Quelle: TZ Online

3 comments

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3 comments

Julian 26. Mai 2010 - 10:39

Der Freund meiner Schwester stammt aus Südafrika und meinte ebenfalls, dass die Sicherheitslage dort völlig unterschätzt wird.
Alleine schon wenn (betrunkene?) Fans nach dem Spiel einfach so zu Fuß heimlaufen, kann es Probleme geben. Die Kriminalitätsrate ist in Südafrika sehr hoch – und ich bezweifle dass die Polizei jeden Fussballtouristen schützen kann.

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Marcus 26. Mai 2010 - 11:02

Das ist genau der Grund, warum wir den geplanten Tripp nach Südafrika gestrichen haben und nun (nach der WM) mit dem Camper durch die USA reisen. – Völlig unklare Sicherheitslage außerhalb von geschützten Einrichtungen (Hotel, Stadion). – Da bleib ich lieber zu Hause und stelle mich der Gefahr, zwischen Kühlschrank, Grill und Fernseher von meiner Frau eins mit dem Nudelholz zu bekommen, weil ich Nordkorea-Elfenbeinküste einem Zoobesuch mit Familie bevorzuge.

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Frittenmeister 26. Mai 2010 - 12:10

Obwohl man da diskutieren kann, ob das Nudelholz oder Südafrika gefährlicher sind…

Ne, im Ernst. Ich hab vor kurzem mit jemanden gesprochen, der dort unten in der Fanbetreuung arbeiten wird. Sie haben dort die Herausforderung, ein Programm für die Fans zu organisieren, damit die nicht auf die Idee kommen, das Fancamp zu verlassen. Auch schön…

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