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Der Ballon d’or 2009

by Frittenmeister

Die Wahl ist entschieden! Nicht die Bundestagswahl, die haben wir schon Ende September hinter uns gebracht, dieses Mal jedoch geht es um eine sportliche Entscheidung! Der Ballon d’or 2009, für uns umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung „Europas Fussballer des Jahres 2009“  bekannt, hat seinen diesjährigen Meister gefunden. Es ist der erst 22-jährige Lionell Messi vom FC Barcelona und eigentlich überrascht diese Wahl niemanden. Was ein wenig mehr überrascht ist, mit was für einem deutlichen Abstand er den 1. Platz vor Christiano Ronaldo erobert hat. Nur 7 Punkte fehlten ihm zur Höchstpunktzahl von 480 Punkte. So ein gutes Ergebnis gab es in der Geschichte des Ballon d’or 2009 noch nie und genau mit diesen Worten kommen wir zur Rangliste:

  1. Lionel Messi (FC Barcelona) 473 Punkte
  2. Cristiano Ronaldo (Real Madrid) 233
  3. Xavi (FC Barcelona) 170
  4. Andres Iniesta (FC Barcelona) 149
  5. Samuel Eto’o (Inter Mailand) 75
  6. Kaka (Real Madrid) 58
  7. Zlatan Ibrahimovic (FC Barcelona) 50
  8. Wayne Rooney (Manchester United) 35
  9. Didier Drogba (FC Chelsea) 33
  10. Steven Gerrard (FC Liverpool) 32

Wisst ihr eigentlich, wie der Ballon d’or ermittelt wird? Ich erklär es euch ganz kurz. Insgesamt kann ein Spieler maximal 480 Punkte auf sich vereinen. Diese 480 Punkte werden von einer 96-köpfigen Jury vergeben, die aus 53 Sportjournalistenaus den UEFA-Mitgliedsländern und 43 Sportjournalisten aus Nicht-UEFA-Mitgliedsländern besteht, die aber dafür in einem Land wohnen müssen, das mindestens schon einmal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Die 96 Sportjournalisten dürfen jetzt aus einer von der France-Football-Redaktion vorgeschlagenen Liste Punkte vergeben. Ihnen stehen dabei jeweils einmal 5,4,3,2 und 1 Punkt zur Verfügung und dabei sollen sie eigentlich nur die sportliche Leistung des letzten Jahres berücksichtigen. Wieso dabei in letzter Zeit eigentlich nie deutsche Spieler oder Spieler aus der deutschen Bundesliga zum Zuge kommen, ist dabei wohl nur der „schlechten Bundesliga“ geschuldet und schon gar nicht der medialen europaweiten Berichterstattung.

Etwas sehr interessantes habe ich am Ende noch gefunden, es ist eine etwas andere Auswertung des Ballon d’or 2009. Der WorldLeagueBlog hat mal alle Punkte zusammengezählt, die die Spieler für ihr Heimatland erreicht hätten. Argentinien ist hier natürlich auch die Nummer 1, obwohl alle Punkte nur von einem einzigen Messi, äh Spieler kommen. Gefährlich nah an Platz 1 rutschen hier dann die Spanier, doch auch hier reichen die 2 Spieler (Xavi, Iniesta) nur, um an Portugal in Person von Christiano Ronaldo vorbeizuziehen. Deutlich wird hier, dass eigentlich alle genannten Spieler ihr Geld in der spanischen Primera División verdienen und auch wenn sie gut sind muss man trotzdem sagen, dass dort viel mehr Berichterstattung gemacht wird als bei uns. Vor allem die Zeitungs- und  Fernsehberichte versorgen die Journalisten und Fans überall in Europa mit den neuesten News über ihre Lieblinge. In Deutschland ist dies meiner Meinung noch am Anfang und genau daher kann man europaweit nicht die große Lobbyarbeit betreiben wie eben andere Nationen. Damit müssen wir wohl leben, aber was soll´s…damit kann man gut leben! Der Medienrummel ist oftmals sowieso schon zu viel und ums Geld kann es sich doch auch nicht immer drehen. Also bleibt nur, den Spielern der spanischen Primera División zuzujubeln und uns daran zu erfreuen, dass sie dort spielen und nicht hier.

  1. Argentinien 473
  2. Spanien 364
  3. Portugal 233
  4. Brasilien 78
  5. Kamerun 75
  6. England 74
  7. Schweden 50
  8. Elfenbeinküste 34
  9. Frankreich 16
  10. Bosnien-Herzegowina 12
  11. Wales 11
  12. Serbien 8
  13. Uruguay 7
  14. Russland 5

Quelle: WorldLeagueBlog, Abendzeitung

2 comments

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2 comments

ulizinho 7. Dezember 2009 - 20:49

Lieber Cheffritteur,

den Punkt mit der Lobbyarbeit habe ich, ehrlich gesagt, nicht kapiert! Ich sehe keinen Unterschied zwischen deutscher, englischer oder spanischer Presse, die ich im Netz verfolge so gut es geht. Sie sind alle gleichermaßen national bornier und handeln die anderen Ligen unter ferner liefen ab.
Es liegt wohl doch eher an der Qualität – wie viele Deutsche spielen in der Premier League oder in La Liga? Trophäen des Clubs, für den ein Spieler aufläuft, haben meines Wissens auch noch nie bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres geschadet!!

PS:Und es bleibt natürlich der WorldLeagueS Blog!! 😉

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Frittenmeister 7. Dezember 2009 - 22:55

Servus Ulizinho

ich sehe da sehr wohl einen Unterschied. Im Ausland wird über die deutsche Bundesliga verhältnismäßig wenig berichtet, während man hierzulande immer alles über einzelne Spieler und Spiele im Ausland weiß. Da Interesse liegt nun mal eher in der spansichen und italienischen Liga, klar auch wegen des spektakulären Fussballs dort. Aber der deutsche Fussball ist auch spektakulär und es gibt hierzulande auch internationale Stars, über diese wird jedoch wenig(er) geschrieben und daher stehen sie weniger im Fokus als andere. Das ist für mich die Lobbyarbeit, es ist die letzten Jahre schon besser geworden, aber das reicht nicht. Die anderen Lige haben noch mehr für ihre Bekanntheit und Beliebtheit getan. Lobbyarbeit besteht nun mal aus Pressearbeit und Beliebtheit der Liga…

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