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Die ultimative Elf der vereinslosen Spieler im Jahr 2011…

Thursday, September 15th, 2011

Das Transferfenster ist geschlossen und wie in jedem Jahr stehen wieder etliche Profis ohne Verein und ohne Vertrag da. Eine blöde Situation ist das, die einen kommen beim von der Spielergewerkschaft organisierten Sommercamp unter und finden so einen Verein, aber für die meisten heißt es, sich selber fit halten und hoffen, dass man irgendwo noch entdeckt wird. Dabei ist die Situation gar nicht so schlecht, denn als vertragsloser Spieler hat man einen verdammt großen Vorteil. Man darf auch noch während der Saison, also außerhalb des Transferfensters, bei einem neuen Verein anfangen und ist sofort spielberechtigt. Für viele Vereine bedeutet das die einzige Möglichkeit, noch mal ein wenig frischen Wind in den Kader zu bringen und vielleicht auch die ein oder andere Fehlentscheidung des Sommers zu korrigieren. Und keine Sorge, es ist nicht nur Ausschuss bei den vertragslosen Spielern vorhanden, sondern da sind auch ein paar Hochkaräter wie z. B. die deutschen Ex-Nationalspieler Timo Hildebrand, Andreas Hinkel oder Gerald Asamoah. Oder Matteo Ferrari und Marco Materazzi, beide italienische Ex-Nationalspieler und beide auf der Suche nach einem neuen Verein. Obwohl, bei Marco Materazzi weiß man nicht so recht, will er noch mal mit seinem 37 Jahren oder will er nicht mehr?

Vorsichtig muss man als Verein nur sein, was die Verletzungsanfälligkeit der vereinslosen Profis angeht. Bei vielen merkt man einfach schon den  Zahn der Zeit, aber für ein Jahr könnte man sie schon unter Vertrag nehmen. Es gibt ja auch Vertragsmodelle, wo ein Spieler nur Geld kassiert, wenn er auch spielt. Das wäre dann auch noch mit so gut wie keinem Risiko verbunden. Also Vereine auf geht’s, holt euch noch ein Schnäppchen und überrascht damit eure Konkurrenten. Wir haben uns auch schon mal die Mühe gemacht und haben für uns unsere “Elf der vereinslosen Spieler 2011″ aufgestellt und waren ganz schön überrascht, was da für Hochkaräter auf dem Markt sind. Bitte schaut selber mal: (more…)

Kleiner Fehler im Plan und schon spielt Diego Forlán nicht in der Champions League

Monday, September 5th, 2011

Es war einer der Sensationstransfers in dieser Wechselperiode. Diego Forlán, bereits 32 Jahre alt, wechselt kurzfristig von Atlético Madrid zu Inter Mailand und soll dort Samuel Eto’o, der dem Ruf des großen Geldes gefolgt ist und nach Russland gewechselt ist. Diego Forlán soll ihn jetzt ersetzen und vor allem in der Champions League bei den Gegner für Angst und Schrecken sorgen, die wichtigen Tore schießen und Inter Mailand wieder ganz nach oben in Europa bringen. Diego Forlán sieht das genauso und ist verdammt froh, mit 32 Jahren noch einmal Champions League und vor allem noch einmal für Inter Mailand spielen zu dürfen.

Du bekommst nicht oft die Chance, mit 32 Jahren zu Inter zu gehen. (Diego Forlán über seinen Transfer zu Inter Mailand)

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Die letzten Stunden des Transferfensters…

Wednesday, August 31st, 2011

Heute wird hochoffiziell die Transferliste geschlossen. Anschließend können keine Spieler, die noch einen gültigen Vertrag bei einem Verein haben, den Verein wechseln. Das geht dann bis zur Winterpause so, also bis das nächste Mal das Transferfenster geöffnet wird. Allerdings können jederzeit vereinslose Spieler noch Verträge unterschreiben und erhalten dann sofort ihre Spielberechtigung. Das aber ist ein anderes Thema.

Heute müssen die Manager der Bundesliga erst einmal etliche Fristen beachten und das wird mit Sicherheit wieder dafür sorgen, dass in den Geschäftsstellen der Bundesligavereine Handys dauernd klingeln, Faxgeräte heiß laufen und allgemein die große Hektik ausbricht. Hier mal ein kurzer Überblick, welche Fristen die Manager heute noch zu beachten haben: (more…)

Sven-Göran Eriksson scheitert an der Frau Mama

Thursday, April 28th, 2011

Sven-Göran Eriksson, ktuell Trainer des englischen Zweitligisten Leicester City, ist weltweit so etwas wie eine lebende Trainerlegende. Er konnte in drei verschiedenen Ligen das Double (Meisterschaft und Pokal) holen und das hat vor ihm und auch bisher noch kein anderer Trainer geschafft. Beim Thema Spielertransfer ist er allerdings nicht ganz so erfolgreich wie uns dieses Video aus Kroatien beweist. Da scheitert er schon mal ganz nebenbei bei der werten Frau Mama, während der Spieler sich wohl ein neues Bier holt…

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Edin Dzeko sorgt für einen neuen Bundesliga-Transferrekord…

Saturday, January 15th, 2011

Edin Dzeko hat in der Winterpause einen neuen Rekord für die Bundesliga aufgestellt. Nach zwei Jahren ist sein Wechseltheater endlich beendet und mit den rekordverdächtigen 35 Millionen Euro Ablöse er seinem alten Verein, dem VfL Wolfsburg, noch ein schönes Abschiedsgeschenk hinterlassen. Natürlich war es wieder einmal ein englischer Klub, der hier viel Geld für einen Bundesligaspieler ausgibt und so die Tabelle der Bundesliga-Rekordablösesummen gewaltig durcheinander bringt. Für uns ist das natürlich Grund genug eben genau jene Tabelle neu aufzustellen und mal nachzuschauen, wer den für wieviel Geld wohin gewechselt ist.

Die Tabelle der Bundesliga-Rekordablösesummen: (more…)

Heute vor 15 Jahren: Das Aktenzeichen RS C-415/93, bekannt als das “Bosman-Urteil”

Wednesday, December 15th, 2010

Heute vor 15 Jahren, am 15. Dezember 1995 sorgte der Europäischen Gerichtshofes (EuGH) mit dem sogenannten “Bosman-Urteil” für einen großen Aufschrei bei den Managern der europäischen Fussballvereine. Der ehemalige belgische Junioren-Nationalspieler Jean-Marc Bosman klagte gegen eine willkürliche und viel zu hoch angesetzte Ablösesumme seines Vereins RFC Lüttich, sorgte damit dafür, dass der europäische Fussball in seinen Grundmauern erschüttert wurde. Früher war es mit den Verträgen anders als heute. Da mussten auch noch Ablösesummen bezahlt werden, wenn der Vertrag eines Spielers schon lange beendet war. Einfach nur mal eben so zu einem neuen Verein wechseln, weil der Vertrag ausgelaufen war, ging damals nicht. Bei Jean-Marc Bosman war es genauso, die Vertragsverlängerung hatte nicht geklappt und so lehnte er den Knebelvertrag der Lütticher ab, bei dem er 40% weniger als vorher hätte verdienen sollen. In Zahlen gerechnet wären seine Bezüge 3500 Euro auf nur noch 900 Euro im Monat gesunken. Nachdem die Vertragsverhandlungen gescheitert waren, wollte Jean-Marc Bosman nach Frankreich zum USL Dünkirchen wechseln, nur jetzt setzten die Verantwortlichen des RFC Lüttich eine Ablösesumme von 800.000 Dollar fest, was ein kleiner französischer Zweitligist natürlich nicht zahlen konnte. Also platzte der Transfer und mit ihm auch die Hoffnung von Jean-Marc Bosman, schnell wieder für ein normales Gehalt Fussball spielen zu können.

Ganze fünf Jahre, unzählig viele Instanzen und drei Gerichtsbarkeiten später war es vollbracht. Jean-Marc Bosman war pleite und arbeitslos und die Vereine in Europa hatten ein gewaltiges Problem, denn das Urteil des europäischen Gerichtshofes bedeutete für die Klubs das Ende ihrer bisherigen Arbeitsweise. Spieler hatten jetzt das Recht auf “die freie Wahl des Arbeitsplatzes”, was zur Folge hatte, dass die Ablösesummen am Ende eines Vertrages nicht mehr bezahlt werden mussten. Spieler waren nach Ablauf ihres Vertrages ablösefrei und konnten machen was sie wollten. Die Vereine konnten die Spieler zu nichts mehr zwingen und verloren so haufenweise Geld. Gleichzeitig war das bequeme Hin- und Hergeschiebe von Spielern zwischen zwei Vereinen beendet. Der Spieler hatte jetzt großes Mitspracherecht an seinen Transfers. Der zweite Punkt, der sich aus diesem Urteil ergab, war dass nun jeder Spieler das Recht auf eine freie Berufswahl hatte. Jeder durfte selber wählen, wo er spielen möchte und wo nicht. Dadurch fielen die Ausländerbeschränkungen der europäischen Ligen und ab diesem Moment durfte jede Mannschaft so viele Ausländer wie sie wollten in das Team mitaufnehmen und auch spielen lassen. Für die Vereine war ds eine Katastrophe und wenn Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender heute sagt, dass das damals die “schlimmste Katastrophe war, die der Klubfußball je erlebt hat”, dann übertreibt er aus Sicht eines Funktionärs sicherlich nicht.

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Verzettelt

Wednesday, October 13th, 2010

Hier schreibt Udo Lindenlaub eine exklusive Kolumne für Fritten, Fussball & Bier. Udo Lindenlaub ist der Autor des wunderbaren Buches „Von Asche zu Asche“.

Seit jeher habe ich mich als Anhänger von Felix Magath gezeigt. Seine Maximen wie die absolute Fitness, seine Süffisanz im Umgang mit den Medien, sein strategisches Geschick bei der Trainingssteuerung vergöttert. Und ich habe diebische Freude mitempfunden in Momenten wie dem Jahrhunderttor von Grafite gegen Bayern und der folgenden Auswechslung des eigenen Stammtorwarts als Demonstration des Trotzes, ja der Genugtuung für seine tief verletze Seele infolge  der Entlassung in München. Das ging sogar soweit, dass ich zeitlich begrenzt, aber heimlich mit einem Kunstprodukt wie Wolfsburg mitgefiebert habe. Danach kam das unerwartet erfolgreiche Jahr auf Schalke, wo er mit einem sensationellen Blick für das Mögliche die Mannschaft in einen Rauschzustand versetze, in der sie ihm blind folgte.

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Die Serie A will streiken

Friday, September 10th, 2010

Die italienische Serie A hat in diese Saison noch nicht wirklich viele Spiele absolviert und schon macht sie wieder große Schlagzeilen. Erst wird bekannt, dass trotz eines horrenden Schuldenberges, auf dem die italienischen Klubs sitzen, sie die magische Schallmauer von 1 Milliarde Euro für Spielergehälter durchbrochen haben und jetzt hat es nur einen einzigen Spieltag gedauert, bis die Spielergewerkschaft einen Spielerstreik angekündigt hat.

Grund dafür ist die Reform der Transfergesetze, die von allen Vereinen einstimmig beschlossen wurde. Die Spieler, um die es in dem neuen Transfermarktgesetz gehen wird, wurden natürlich nicht gefragt. Wo würde man denn da auch hinkommen, wenn man seine “Ware Fussballer” auch noch nach seiner Meinung fragen müsste?!? Was aber haben die Vereine so dramatisches beschlossen, dass die Spieler fest entschlossen sind zu streiken? Das ist ganz einfach mit den neuen italienischen Transfergesetzen zu erklären. Die Spieler sollen weitgehend auf ihr Mitspracherechte bein einem Verkauf verzichten und einfach nur noch das tun, was der Verein beschlossen hat. Das ganze läuft bei einem Transfer dann so ab. Verein A will einen Spieler loswerden und kontaktiert für einen Transfer den Verein B. Der ist von spielerischen her ähnlich stark wie Verein A eingeschätzt und hat auch Interesse an dem Spieler. Die Modalitäten sind schnell geklärt, Verein B zahlt eine Ablöse an Verein A und zahlt dem Spieler das gleiche Gehalt, das er schon vorher bei Verein A bekommen hat. Läuft der Transfer in dieser Art ab, dann müssen die Vereine den Spieler nicht mehr fragen, ob er überhaupt wechseln will. Sie können ihn einfach verkaufen und er muss springen. Seine Arbeitgeber kann er also nicht mehr frei wählen und damit wäre er stark in seinen Rechten eingeschränkt. Es wird einfach über seinen Kopf hinweg entschieden, wo er zu spielen habe und genau das stinkt den Profis. Wer will denn schon über Nacht einfach mal ans andere Ende von Italien verkauft werden? Ach ja, weigern kann er sich schon, aber dann kann ihn der Verein für eine kleine Abfindung aus dem Vertrag kicken…

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