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Die Hertha aus Berlin verkauft sich über Lidl

Dienstag, Januar 19th, 2010

Die Marketingabteilung denkt sich sicher, dass sie da einen Megacoup gelandet haben. Viele Fans denken an Ramsch und ich denke sofort an vergleichbare Aktionen der Bahn. Die Rede ist  von einer Aktion des Berliner Hauptstadtclubs. Der hat zwar ein großes Stadion, aber nicht gerade oft eine ausverkaufte Hütte. Aber genau das bräuchte man in der jetztigen Situation, als Tabellenletzter könnte sich die Mannschaft vor vielen Zuschauern und mit guter Stimmung in einen Rausch spielen und so einen großen Schritt Richtung Richtung Klassenerhalt machen. Ja, es geht um viel in Berlin, man braucht die 1. Bundesliga nicht nur weil man gerne ganz oben spielen will sondern auch wegen der deutlich größeren Einnahmen, die man hier erzielen kann. Finanziell ist man nun mal nicht gerade auf Rosen gebettet, um das ganze mal etwas blumig auszudrücken…

Um also das große Ziel Klassenerhalt noch zu schaffen, kooperiert man jetzt mit dem Discounter Lidl und verkauft dort sogenannte Ticketgutscheine. Für die beiden Heimspiele gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum bietet Lidl 10.000 dieser Ticketgutscheine für nur je 9,99 Euro an. Die Gutscheine müssen jedoch noch vor dem Spieltag (am Spieltag selber ist das nicht mehr möglich!) in der Geschäftsstelle oder in einem der Hertha BSC Fanshops gegen ein richtiges Ticket umgetauscht werden, was sich Kritiker, Spötter und Neider als Angriffspunkt herausnehmen. Wieso muss man die Tickets noch vorher eintauschen? Das ist doch nur ein erhöhter Verwaltungsaufwand? Man will doch damit sicher nur Fans in die Fanshops locken und ihnen dort noch irgendein Fanutensil zusätzlich aufdrücken. Ja, klar will man das, aber so funktioniert nun mal Marketing. Aber lasst euch eines gesagt sein, es muss ja niemand etwas kaufen, man kann immer noch jeder seine eigene Entscheidung treffen. (weiterlesen…)

Lasst den Verkauf beginnen…

Mittwoch, Oktober 28th, 2009

Unser Sommermärchen im Jahr 2006 war schon sehr geil. So etwas kann man nicht mehr vergessen, um so besser, wenn es in knapp 2 Jahren eine Fortsetzung davon gibt. Im Jahr 2011 nämlich gastiert der Frauen-WM-Zirkus in Deutschland und auch dann soll es wieder viele schöne multikulturelle Feiern in ganz Deutschland geben. Damit das alles schon einen guten Start nimmt, hat das WM-Organisationskomitee um die ehemalige Nationalspielerin Steffi Jones beschlossen, die Preise die Weltmeisterschaftsspiele sehr niedrig zu halten.

Schon für ca. 10 Euro soll es die billigsten Eintrittskarten für die FIFA Frauen-WM 2011 geben, ein Toppreis, der sicherlich auch für etliche sehr gut besuchte Spiele sorgen wird. Natürlich kann man das jetzt nicht mit der Männer-WM 2006 vergleichen, denn damals herrschte ein absoluter Ticketnotstand und die Preise waren dementsprechend hoch. Diese Nachfrage hat der Frauen-Fussball (noch) nicht, aber vor allem in Deutschland ist man auf einen guten Weg. (weiterlesen…)

Für die Gleichberechtigung in Österreich

Mittwoch, März 18th, 2009

Österreich, immer wieder Österreich! Oft wird mir vorgeworfen, dass ich immer negativ über Österreich schreiben. Das stimmt aber nicht, denn als halber Österreicher fühlt man sich doch auch ein wenig seinen halben Landsleuten verpflichtet. Nur was soll man schreiben, wenn man dann wieder solche Geschichten hört. In einer österreichischen Boulevardzeitung war ein Bericht zu lesen mit dem Titel „Mann klagt Republik wegen ermäßigtem Eintritt für Frauen bei Ländermatches – Anwalt: Kläger geht es um Gerechtigkeit“. Ja, schön, endlich zeigen uns mal unsere so oft von uns verarschten Nachbarn, wie Mann sich das Stadion als frauenfreie Zone zurückerobern will. Man muss nur sämtliche Lockangebote wie vergünstigte Preise für Frauen per Gericht wieder abschaffen und schon wird alles gut. Oder?

Beim Verfassungsgerichtshof ist eine Klage gegen die Republik wegen der billigeren Frauentickets eingelangt. Ein Vorverfahren wurde eingeleitet. (Christian Neuwirth, Sprecher des VfGH)

Eine klare These, die da manche österreichische Bundesbürger vertreten. Ein Sprecher der österreichischen Verfassungsgerichshofes hat bestätigt, dass eine männliche Person gegen die verbilligten Eintrittspreise für Frauen bei Länderspielen geklagt hat. Der ÖFB hat Tickets für weibliche Fans für rund 20 Euro billiger als für Männer angeboten, damit sich die Frauenquote in den Stadien erhöht.

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