Home Kultclub Wie sich ein Klinsmann auf den Stundenlohn auswirkt…

Wie sich ein Klinsmann auf den Stundenlohn auswirkt…

by Frittenmeister

Endlich müssen unsere lieben Fussball-Millionäre auch mal 8 Stunden am Tag arbeiten. Wenn man so etwas überhaupt Arbeit nennen kann?!? Da sie jedoch schon so viel Geld für das bisschen Training bekommen, können sie auch den ganzen Tag an sich selber arbeiten und das Spiel der Mannschaft verbessern und uns Fans damit erfreuen. Denn wir wollen doch nichts anderes als schönen erfolgreichen Fussball sehen. Dafür geben wir jedes Wochenende einen Haufen Geld aus und verbringen etliche Tage ohne unsere Familie, dafür aber im Stadion. Allen voran geht jetzt der FC Klinsmann, äh der FC Bayern München. Seit 1.Juli 2008 gibt es jetzt beim Münchner Vorzeigeklub den 8-Stunden Tag für die Profis. Nach Hause fahren zwischen den Trainingzeiten ist verboten, Handy am Arbeitsplatz genauso! Aber wie läuft so ein Tag bei den Bayern jetzt wirklich ab? Wir haben mal recherchiert und dabei folgenden Tagesplan gefunden:

9.30 Uhr: Arbeitsbeginn! Die Spieler müssen jetzt schon anwesend sein und sich mental auf das Training vorbereiten! Ein leichtes Frühstück kann nebenbei auch noch verzerrt werden.

10 Uhr: Aufwärmübungen und vorbereitende Übungen für das Training im Kraftraum

10.30 Uhr: Training

11:45 Uhr: Cool-Down-Phase & Ruhepause.

12.30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen! Die Spieler essen mit allen Trainern und Betreuern zu Mittag.

13.15 Uhr: „Medienfenster“: Sobald das „Medienfenster“ offen ist, müssen 6 Spieler den anwesenden Journalisten zur Verfügung stehen. Der Rest des Teams kann sich in dieser Zeit dem Geist widmen und sich weiterbilden. Ist vor allem auch zum erlernen von Sprachen gedacht.

14.30 Uhr:
Kaffeepause

15 Uhr: Aufwärmübungen und vorbereitende Übungen für das Training im Kraftraum

15.30 bis 17 Uhr: Training

17.30 Uhr: Dienstschluss

Wie ihr seht, ist der moderne Bayern-Profi wahnsinnig gestresst. Vor allem auch, weil es ihm ja finanziell auch an den Kragen geht. Ja, nicht direkt, aber wenn man mal den Stundenlohnrechnung ausrechnet, dann wisst Ihr was ich meine!


Pro Jahr gibt es ca. 211 Arbeitstage. Das sind 1688 Stunden (bei 8 Stunden pro Tag). Wenn ein Spieler beispielsweise jetzt 2 Millionen Euro im Jahr verdient, dann ist sein Stundenlohn 1185 Euro! Jetzt werdet Ihr gleich aufschreien und sagen, ja das verdienen doch andere im ganzen Monat! Stimmt, aber sie haben ja auch einen stressigen Job, viel Druck und stehen permanent in der Öffentlichkeit. Das sind auch Argumente, die für sie sprechen! Außerdem sind sie ja Künstler….Aber trotzdem, wer so viel Geld verdient (und eigentlich verdienen sie alle deutlich mehr), der braucht sich nicht zu beschweren, wenn die Fans und der Verein nach schlechter Leistung nicht mehr hinter einem stehen. Schließlich zählt überall in der Arbeitswelt der Leistungsgedanke…

Arbeitstage: 211
Arbeitsstunden pro Tag: 8
Arbeitsstunden im Jahr: 211 x 8 = 1688
angenommener Verdienst im Jahr (ohne Werbeeinnahmen): 2 Millionen Euro Netto
Stundenohn: 2.000.000 € / 1688 h = 1185 €

Vor der Klinsmann-8-Stunden-Reform verdiente ein Bayern-Profi mit 2 Millionen Gehalt bei 3 Arbeitsstunden am Tag (2×1,5 Stunden Training) immerhin 3159 Euro! Das sind immerhin knapp 2000 Euro bwz. 62% mehr am Tag! Ja so ein Fussballprofi hat es nicht leicht in der heutigen Zeit, überall wird nur gekürzt und gespart, sogar an den Gehältern! Gut, dass man sich immer noch ein kleines Zubrot durch Prämien und Werbeeinnahmen verdienen kann…

Arbeitstage: 211
Arbeitsstunden pro Tag: 3
Arbeitsstunden im Jahr: 211 x 3 = 633
angenommener Verdienst im Jahr (ohne Werbeeinnahmen): 2 Millionen Euro Netto
Stundenohn: 2.000.000 € / 633 h = 3159 €

Fazit des ganzen Artikels: Profis arbeiten jetzt 8 Stunden am Tag und Ihr Gehalt wurde um 62% gekürzt bzw. angepasst!

Quelle Bayern-Tag: www.tz-online.de

4 comments

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4 comments

Hanse 8. Juli 2008 - 11:03

Gibts bei Euch keine Spielergewerkschaft die dagegen antritt?

Reply
Frittenmeister 8. Juli 2008 - 11:10

Hehehehe, gegen den Uli H. und den Jürgen K. tritt niemand an!

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Matthias 8. Juli 2008 - 23:20

Ich würde es ja nicht mit Arbeit vergleichen, wie du auch schon schriebest. Ist doch nen toller Job!

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Äitsch 5. März 2009 - 13:48

Hallo Matthias,

die Pause zwischen 13.15 und 14.30 solltest vielleicht auch Du zum Erlernen von Sprachen nutzen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit der deutschen Sprache?

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