Home digitale Ballkultur Und wieder schießt sich ein Schalker aus dem Kreise der Nationalmannschaft

Und wieder schießt sich ein Schalker aus dem Kreise der Nationalmannschaft

by Frittenmeister

Ich weiß auch nicht, aber irgendwie sind die Schalker Spieler komisch. Da sind im (erweiterten) Kreise der Nationalmannschaft, haben damit das erreicht, wovon jeder anderen Profi träumt und trotzdem schießen sie sich ins Aus. Ein paar dumme Sprüche, öffentlich ein paar Ansprüche gestellt und schon ist die Nationalmannschaftskarriere im Arsch. Vom wem rede ich? Mh, nun ja von Schalkes  Jermaine Jones…

Wenn man mich jetzt nicht nominiert, wann dann? Ich habe die Leistung gebracht, wie es von mir gefordert wurde. Also bin ich bei Löw offenbar abgeschrieben. Aus welchen Gründen auch immer. Aber das Gute daran ist, dass ich jetzt wenigstens genau weiß, woran ich bin…(Jermaine Jones, Mittelfeldspieler von Schalke 04 im Interview)

Es sieht nicht gut aus für Jones. Dabei hätte er langfristig gesehen große Chancen bei Jogi Löw gehabt, aber langfristig denken will er anscheinend nicht. Er will hier und jetzt Stammspieler in der Nationalmannschaft sein, er will unbedingt bei der Asien-Reise dabei sein und er will zeigen, dass er ein Wortführer sein kann. Doch wer die Meinung des Trainers nicht akzeptiert und lieber öffentlich ein paar Sprüche raushaut, der hat verloren. Eigentlich sollte er spätestens seit dem Abgang von Kevin Kuranyi wissen, dass sich eine Karriere durch Missachtung des Trainers endgültig verbaut werden kann, aber in diese Lektion hat er sich von seinem Teamkollegen anscheinend keinen Rat geholt. Kevin Kuranyi hätte ihn sicher auch auf  einen Artikel bei Fritten, Fussball & Bier bezüglich der Nationalmannschaftsbenimmregeln verweisen können und ihm die Löwsche Regel Nr. 3 nahe gelegt.

Kritik: Es darf kritisiert werden, aber nicht öffentlich! Jegliche Kritik muss intern und direkt geäußert werden, kommt etwas an die Öffentlichkeit, fliegt der Spieler raus! (Benimmregeln der Nationalmannschaft)

Hätte er vorher nur diese eine Regeln genau studiert, dann wäre ihm seine etwas unbedachte Aussage sicher nicht über die Lippen gekommen. Wieso er überhaupt einen Trainer kritisiert ist mir eigentlich schon Rätsel. Das Wort des Trainers sollte doch gehandelt werden wie das Wort eines Gottes. Was der Trainer sagt, ist immer richtig und der Spieler muss kuschen. Öffentliche Kritik ist ein absolutes No-Go, wenn schon Kritik, dann intern im 4-Augen Gespräch. Aber so braucht er sich nicht zu wundern, wenn er bald raus ist aus dem Kreise der Nationalmannschaft.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9fYTWe9C5_c[/youtube]

In meinen Augen hat der liebe Jermaine Jones gar nicht so viel Schuld an seiner öffentlichen Kritik. Er kann sich halt einfach nicht gegen den weltberühmten Nutella-Fluch wehren, der hat schon Benny Lauth, Kevin Kuranyi oder Tim Borowski die Karriere gekostet. Mit Jones ist jetzt ist auch schon von der neuen Besetzung der erste fällig, blöder Fluch! Oliver Bierhoff dagegen hat es anders formuliert, für ihn ist nicht ein Fluch Schuld an der ganzen Misere, sondern eher die mangelnde Entwicklungsfähigkeit des ein oder anderen Spielers…

Die Trainer haben bewusst den Kreis klein gehalten und sich auf die Spieler konzentriert, bei denen sie sich mit Blickrichtung WM 2010 eine positive Entwicklung versprechen. (Oliver Bierhoff kontert die Kritik von Jermaine Jones)

Autsch, das hat gesessen…Jermaine Jones hat wohl in den Augen der Nationalmannschaftsbosse einfach kein Entwicklungspotential mehr. Schade, das wars dann wohl wirklich…

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