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Wechselfehler – Ein offener Brief an einen entzauberten Zauberer

Mittwoch, September 1st, 2010

Hier schreibt Udo Lindenlaub eine exklusive Kolumne für Fritten, Fussball & Bier. Udo Lindenlaub ist der Autor des wunderbaren Buches „Von Asche zu Asche“.

Sehr geehrter Herr Diego!

Was waren das für unvergessliche Momente, als Sie sich im grün-weißen Werderdress in die Herzen fast aller deutschen Fußballfans zauberten. Das Spiel war auf sie zugeschnitten, der permanente Offensivrausch als Bremer Konzept war wie geschaffen für ihre Einzigartigkeit. Eigentlich müssten sie den dortigen Verantwortlichen auf ewig dankbar sein, dass sie sie mit ihrem typischen Schnäppchenblick auf einer portugiesischen Ersatzbank wach küssten. Leider nervten sie zum Schluss Ihrer Zeit an der Weser nur noch mit unerträglichen Transfergerüchten und halbseidenen Dementis. Dass sie von einem der sympathischsten ausgerechnet zum unsympathischsten Verein (der gerade einen Zwangsabstieg wegen Bestechung hinter sich hatte) und dann auch noch ins blödeste Stadion der langweiligsten Liga wechselten hat hier ehrlich gesagt keiner mehr verstanden und ließ eigentlich nur einen Schluss zu: Sie wollten wechseln, egal wohin, Hauptsache Handgeld kassieren und eine Million mehr verdienen. Und jeder halbwegs intelligente Fan hätte den Schiffbruch vorher prophezeien können. Was vorerst davon bleibt, ist eine vorübergehend verdribbelte Nationalmannschaftkarriere, zumindest eine verpasste WM.

Aber wollten Sie das wirklich selbst? Oder ist nicht sogar ihr eigener Vater das eigentliche Problem, der als Berater wirkt wie ein Kleinkrimineller, der als Scherge zufällig bei einem ausgetüftelten Millionencoup mitwirken darf: überfordert, deplaziert und punktuell größenwahnsinnig.

In der italienischen Sackgasse angekommen, folgt nun das nächste irrsinnige Wendemanöver.

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Die Milliarde ist gefallen

Dienstag, August 10th, 2010

Real Madrid gibt jedes Jahr viel Geld aus. Auch der große Schuldenberg der Spanier stoppt sie dabei nicht. Was sind denn schon die 400 Millionen Euro Schulden im Vergleich zu der Milliarde, die man in den letzten 10 Jahren für Neuverpflichtungen ausgegeben hat? Eigentlich wäre das auch nicht der Rede wert, wenn man auch den nötigen Erfolg gehabt hätte, aber der hielt sich in Grenzen. Versteht mich dabei nicht falsch, es wurden schon Titel gewonnen und eigetnlich auch nicht zu wenig. Aber, ja das große Aber kommt jetzt. Wenn ich eine ganze Milliarde Euro für neue Spieler ausgebe, dann muss ich mir doch eine Mannschaft zusammengekauft haben, die die ganze Welt locker dominiert. Tja, war aber nicht so und das hat genau zwei Gründe. Der eine heißt FC Barcelona und der andere fehlende Qualität in der Abwehr. Die meisten Spieler, die man gekauft hat, sind nun mal Offensivspieler. Spektakulär sollen sie spielen, aber auch erfolgreich! Und Erfolg hat man nur mit einer guten Defensive, nur das hat man wohl im Konzept nicht vorgesehen. Gut, dass jetzt mit Jose Mourinho ein Trainer zu Real Madrid gekommen ist, der viel Wert auf die Defensive legt…

Erfolge von Real Madrid in den letzten 10 Jahren: (weiterlesen …)

Metzelder-Fanclub löst sich auf

Dienstag, April 27th, 2010

Ganze 10 Jahre lang hielt die Unterstützung der Metzelder Brüder durch den Fanclub Metzelder FC! Obwohl beide Metzelders schon lange nicht mehr bei Borussia Dortmund spielen, hatten sie trotzdem noch einen eigenen Fanclub mit 25 Mitgliedern. Und dieser Fanclub hielt ihnen immer die Treue, egal wie oft Christoph verletzt war, egal in welchen Niederungen des Fussballs sich Malte gerade aufhielt. Diese 25 Fans waren ihnen immer treu, bis jetzt!

Neben der Unterstützung von Borussia Dortmund sowie Christoph und Malte Metzelder haben wir uns die Stärkung und Förderung der Kameradschaft unter den Fans ebenso auf die Fanclub-Fahnen geschrieben wie den Spaß beim Fußball im Allgemeinen und beim BVB im Besonderen. (von der Homepage des Ex-Fanclubs von Christoph und Malte Metzelder)

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Aprilscherz, Zeitungsente oder doch die reine Wahrheit?

Donnerstag, April 1st, 2010

Heute ist der 1. April und wie es sich für diesen Tag so gehört, muss man so etwas wie einen Aprilscherz produzieren. Ich persönlich habe darauf ja nicht so Lust und darum verzichte ich auf diese Scherzaktionen. Was ich jetzt aber zu erzählen habe, werde ihr mir aber trotzdem nicht glauben, ich selber glaube es ja auch nicht und bin mir auch nicht wirklich sicher ob das nicht ein (vorgezogener) Aprilscherz von ein paar schweizer Jungs sein soll. Nun ja, wir werden es sehen, ob es wirklich stimmt, dass der schweizer Drittligist FC United Zürich (ehemals FC Fenerbahce Zürich) die ehemaligen brasilianischen Weltmeister Ronaldo, Rivaldo und Roque Junior verpflichten wird. In einer Pressemitteilung, die in der Schweiz kursiert, heißt es…

Unter anderen sind die Fussball-Legenden Ronaldo, Rivaldo und Roque Junior im Gespräch mit dem FC United Zürich. Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. (Pressemitteilung des FC United Zürich)

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Zeiten ändern sich – Steuersätze auch!

Freitag, Februar 26th, 2010

Was haben wir uns in den letzten Jahren immer wieder die Frage gestellt, wieso die großen Stars im Fussballgeschäft nicht in der deutschen Bundesliga spielen wollen. Wir haben neue und moderne Stadien, beste Trainingsplätze, ein gesundes sportliches Niveau, begeisterte Fans und natürlich eine super Stimmung. Noch dazu wird bei fast allen Klubs in Deutschland das Gehalt immer pünktlich überwiesen. Also alles in allem kann ein Profi bei diesem Paket doch nur glücklich sein und trotzdem kommen die großen Stars einfach nicht. Aber das wird sich jetzt ändern, da bin ich mir ziemlich sicher. Jetzt wo in Spanien und England die Steuersätze für Spitzenverdiener hochgesetzt wurden, fällt vermutlich der einzige Grund weg, wieso Fussballprofis lieber in Spanien kicken wollen als bei uns. Bis Anfang dieses Jahres war es im europäischen Vergleich einfach so, dass in Spanien und in England Fussballprofis (gehören zu den Spitzenverdienern) nur ungefähr die Hälfte an Steuern gezahlt haben als in Deutschland. Dadurch hatten die Profis nach der Lohnauszahlung bei gleichem Bruttogehalt mehr Geld auf dem Konto, oder anders gesprochen: Der Verein musste weniger Bruttogehalt für ein höhere Nettogehalt zahlen, was sich wiederrum darin ausgewirkt hat, dass Vereine die Stars mit höheren Nettolöhne nach Spanien oder England gelockt haben.

3 Millionen Euro Nettogehalt ergeben ab dem 01.01.2010… (weiterlesen …)

Der 01. Februar 2010, 12 Uhr!

Sonntag, Januar 31st, 2010

Was passiert am Montag, den 01.Februar 2010 um ganz genau 12 Uhr mittags? Es ist keine Überraschung für uns informierte Fussballfans, dass genau zu diesem Zeitpunkt das Transferfenster der Winterwechselperiode schließt. Der Verein, der bis dahin keine neuen Spieler eingekauft hat, der muss dann wieder bis zum Sommer warten, bevor er auf dem Transfermarkt wieder zuschlagen kann. Aber jetzt zählen erst einmal die letzten Stunden bis zum Ende der 4-wöchigen Transferperiode und erfahrungsgemäß tut sich hier immer einiges. Die Manager und Trainer werden bis zur letzten Minute hin verhandeln, Verträge vorbereiten und vor allem hektisch telefonieren.

Alleine heute, einen Tag vor dem Ende der Transferperiode, haben wir schon einige Überraschungen auf dem Transfermarkt erlebt. Sehr überraschend wechselt da Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart zu Lazio Rom, um seine WM-Chancen zu wahren, oder der SV Werder Bremen verpflichtet aus der 2. Bundesliga vom MSV Duisburg U21-Europameister Sandro Wagner. Damit hat keiner gerechnet und bis morgen mittag werden sicher noch einige Überraschungen mehr dazukommen, schließlich ist ja WM-Saison und da wollen sich alle Spieler noch mal präsentieren. Vielleicht reicht es ja noch für den ein oder anderen, um überraschend noch auf den WM-Zug mit aufzuspringen…

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Der alte Ruud van Nistelrooy soll zum HSV wechseln…

Freitag, Januar 22nd, 2010

Rutgerus Johannes Martinus van Nistelrooij, in unseren Breitengraden unter dem kurzen Namen Ruud van Nistelrooy bekannt, hat angeblich beim Hamburger SV einen Vertrag für die Rückunde unterschrieben. Woher ich das weiß? Ich weiß so etwas gar nicht, aber ein bloggender Redakteur des Hamburger Abendblattes will so etwas aus erster Hand erfahren haben. In den Fussballforen wird schon heiß darüber diskutiert, ist es eine Ente oder ist es die Wahrheit? Noch weiß man nichts genaueres, zwar hat auch die Bildzeitung inzwischen einen Bericht auf ihre Online-Seite gestellt, aber hier steht eigentlich nichts genaueres im Artikel drinnen. Könnte kommen, der HSV jagt...und van Nistelrooy ist ein großartiger Spieler. Alles schön und gut, aber wenn man sonst von der Bild gewohnt ist, dass sie einen sofort mit Tatsachen versorgt, so wird man hier enttäuscht. Es mag vielleicht an der späten Uhrzeit liegen, und vielleicht auch an den wenigen fussballaffinen Nachrichten, die gerade im Netz unterwegs sind, aber solange der HSV selber nicht den Transfer bekannt gibt, glaube ich noch nicht daran. Da muss schon mehr kommen als ein paar voneinander abgekupferte Online-Nachrichten…

Aber alleine dieses Gerücht ist mir einen Artikel wert, denn ich habe mich als erstes gefragt: Ja spielt der Ruud denn immer noch? Und ich bin nach kurzem Recherchieren zum Schluss gekommen, ja gelegentlich spielt er noch. Aber nach seinen Verletzungen im letzten Jahr und den Stareinkäufen von Real Madrid in diesem Jahr kommt van Nistelrooy einfach nicht mehr richtig auf die Beine. In dieser Saison hat er erst ein Ligaspiel für Real bestritten. Er hat zwar dabei ein Tor erzielt, aber ins Team spielen konnte er sich damit nicht. Für viele ist der Holländer eine wahre Bereicherung der Bundesliga, aber ich weiß nicht so Recht. Ist er nicht nur ein alternder Star, der noch einmal ein paar Spiele machen will bevor er endgültig in den Ruhestand geht? Kann sich ein 33-jähriger, der in den letzten Monaten aufgrund von Verletzungen eher selten gespielt hat, die Bundesliga noch rocken? Der HSV hat da auch schon so seine Erfahrungen gemacht, im Jahr 2006 holte man den Argentinier Juan Pablo Sorín und erhoffte sich so ein wenig mehr spielerischen Glanz. Doch es klappte einfach nicht, in zwei Jahren machte der ehemalige Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft nur 24 Spiele und überzeugte dabei nur selten. Was kann man aber auch erwarten von einem 30-jährigen, der zu dieser Zeit mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte. Nichts und hier sind wir in einer Parallele wieder bei “Van the Man” angelangt, wird es ihm genauso ergehen? Oder kann er noch einmal zeigen, zu was er fähig ist? Es wird viel Druck auf ihm lasten, wenn dieser Transfer wirklich wahr werden sollte, die Fans in Hamburg vergöttern ihn jedenfalls schon bevor der Wechsel überhaupt stattgefunden hat. Was jetzt, wenn er nur 7 Tore in der Rückrunde erzielen wird? Sind dann allea enttäuscht, weil man sich mehr erwartet hat?

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Wieso der Chelsea Football Club keine Spieler mehr kaufen darf…

Freitag, September 4th, 2009

Der Milliardär Роман Аркадьевич Абрамович, für uns leserlich geschrieben Roman Arkadjewitsch Abramowitsch, hat gerade ein mächtiges Problem mit seinem Lieblingsspielzeug. Das darf nämlich kein Geld mehr ausgeben und daher nicht mehr besser werden, was in der Fussballersprache bedeutet, dass der Chelsea Football Club von der FIFA ein Transferverbot für die kommenden zwei Transferperioden (Winter 2009/2010 & Sommer 2010) auferlegt bekommen hat.

Wieso bekommt jedoch ein so seriös und nur minimal verschuldeter Verein eine so harte Strafe auferlegt und darf auf dem Transfermarkt nicht mehr aktiv werden? Das hat in diesem Fall mal nichts mit dem so häufig diskutiertem Schuldenberg der Engländer zu tun, sondern mit ihrem sehr eigenem Transferverhalten. In der Saison 2007/2007 haben die Chelsea Manager den damals 16-jährigen Franzosen Gaël Kakuta aus der Jugendakademie vom französischen Klub  RC Lens unter Vertrag genommen und sich dabei nicht so richtig an die internationalen FIFA-Regeln gehalten. Der französische Jugendspieler soll damals kurz vor dem Wechsel nach London absichtlich seinen Vertrag gebrochen haben und der Chelsea FC soll ihn dazu angehalten haben. Die Franzosen reichten, nachdem ihnen dies bekannt wurde, sofort Klage bei der FIFA ein und forderten erstens ihre Genugtuung und zweitens eine finanzielle Entschädigung. Und diese sollte am besten nicht zu knapp ausfallen, schließlich gilt Kakuta aktuell als das größte Talent des französischen Fussballs, was man auch daran sieht, dass er mit 18 Jahren schon von Chelsea für die diesjährige Champions League als Spieler gemeldet wurde. (weiterlesen …)