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Fussball ist wichtiger als so manches DAX-Unternehmen

Dienstag, April 13th, 2010

In Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise tut es doch der Seele immer gut, wenn ein paar positive Nachrichten aus dem Wirtschaftssektor durch die Medien geistern. Heute hat zum Beispiel einer der größten Arbeitgeber in Deutschland bekanntgegeben, dass die große Krise ihm nichts anhaben konnte und es ihm blendend geht. Insgesamt setzt das Unternehmen 5,1 Milliarden Euro jährlich um und ist damit an jedem 500. Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts beteiligt. Sehr beeindruckend sind auch die Steuereinnahmen, die der deutsche Staat von diesem Unternehmen erhält. Es sind insgesamt 1,5 Milliarden Euro und macht damit 0,1 % der Einnahmen des Staatshaushaltes aus. Gewaltig sind auch die Beschäftigungszahlen. Derzeit arbeiten ungefähr 110.000 Menschen direkt bei dem Unternehmen, Zuliefererbetriebe und profitierende Firmen sind da nicht mitgerechnet. Wir reden hier also von ganz gewaltigen Dimensionen, mit denen selbst viele DAX-Unternehmen nicht mithalten können.

Damit schafft der Profifußball mehr Arbeitsplätze als zwei von drei Unternehmen im Dax. (Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL)

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Zeiten ändern sich – Steuersätze auch!

Freitag, Februar 26th, 2010

Was haben wir uns in den letzten Jahren immer wieder die Frage gestellt, wieso die großen Stars im Fussballgeschäft nicht in der deutschen Bundesliga spielen wollen. Wir haben neue und moderne Stadien, beste Trainingsplätze, ein gesundes sportliches Niveau, begeisterte Fans und natürlich eine super Stimmung. Noch dazu wird bei fast allen Klubs in Deutschland das Gehalt immer pünktlich überwiesen. Also alles in allem kann ein Profi bei diesem Paket doch nur glücklich sein und trotzdem kommen die großen Stars einfach nicht. Aber das wird sich jetzt ändern, da bin ich mir ziemlich sicher. Jetzt wo in Spanien und England die Steuersätze für Spitzenverdiener hochgesetzt wurden, fällt vermutlich der einzige Grund weg, wieso Fussballprofis lieber in Spanien kicken wollen als bei uns. Bis Anfang dieses Jahres war es im europäischen Vergleich einfach so, dass in Spanien und in England Fussballprofis (gehören zu den Spitzenverdienern) nur ungefähr die Hälfte an Steuern gezahlt haben als in Deutschland. Dadurch hatten die Profis nach der Lohnauszahlung bei gleichem Bruttogehalt mehr Geld auf dem Konto, oder anders gesprochen: Der Verein musste weniger Bruttogehalt für ein höhere Nettogehalt zahlen, was sich wiederrum darin ausgewirkt hat, dass Vereine die Stars mit höheren Nettolöhne nach Spanien oder England gelockt haben.

3 Millionen Euro Nettogehalt ergeben ab dem 01.01.2010… (weiterlesen…)

Das Beckham-Gesetz

Mittwoch, November 11th, 2009

So etwas kommt sicher auch nicht alle Tage vor! Da wird einem als Fussballstar die große Ehre zu Teil, Namensträger für ein Gesetz werden zu dürfen. Der Fussballstar und das Gesetz, über die ich hier schreiben möchte, sind David Beckham und das „Beckham-Gesetz“. Natürlich heißt das Gesetz nicht offiziell so, aber im Allgemeinen Sprachgebrauch wird eigentlich nur dieser Begriff verwendet. Tja, wenn das nicht mal eine große Ehre ist…

Eine solche Steuerreform bedeutet für die spanischen Vereine zusätzliche Ausgaben in Höhe von 100 Millionen Euro. (José Luis Astiazarán, Präsident der spanischen Profi-Fussball-Liga LFP)

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