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Sorgen in der Bundeslia – Sky braucht Geld!

Donnerstag, August 5th, 2010

Sky braucht mal wieder Geld! Viel Geld, denn es steht wohl nicht gerade gut um den Pay-TV-Sender aus dem Münchner Umland. Damals, also im letzten Jahr, als man noch Premiere hieß, war das auch nicht viel anders. Auch da brauchte man viel Geld und immer wieder mussten die Besitzer des Senders, allen voran Rupert Murdoch mit seiner Firma News Corp einspringen (alleine seit 2007 gab es sieben Finanzspritzen für den Sender). Angeblich soll die jetzige Kapitalspritze über 340 Millionen Euro die letzte Chance für Sky sein und falls sich die Firma dann immer noch nicht selber finanzieren kann, will Rupert Murdoch Sky schnellstmöglichst loswerden. Ob dann aber irgendjemand bereit ist, den Sender zu kaufen ist noch fraglich, denn seit seiner Gründung Anfang der 90er Jahre hat es DF1/Premiere/Sky nur einmal in die Gewinnzone geschafft und das war im Jahr des Börsengangs im Jahr 2005. Ein hoher Erfolgsdruck, der da für das Management von Sky Deutschland entstanden ist…

Was aber wird passieren, wenn das große Ziel, im Jahr 2012 endlich schwarze Zahlen zu schreiben, auch nicht erreicht wird und der PayTV-Sender Konkurs anmelden muss? Was würde das dann für die TV-Gelder und für den deutschen Fussball bedeuten? Fragen, die man eigentlich mit einem Blick in die noch gar nicht so ferne Vergangenheit leicht beantworten kann. Bei der großen Kirch-Insolvenz im Jahre 2002 stolperte die Bundesliga gerade so noch an einem Ruin vorbei. Viele Klubs waren total abhängig von den hohen Fernsehgeldern, die Leo Kirch damals an die Deutsche-Fussball-Liga (DFL) überwies. Gleichzeitig gab es aufgrund des vielen verfügbaren Geldes im deutschen Fussballmarkt eine starke Steigerung bei Ablösesummen und Spielergehältern. Kurz und knapp gesagt stiegen die Ausgaben der Klubs enorm an während gleichzeitig alles auf eine einzige große Einnahmequelle hinauslief. Und genau diese Einnahmequelle brach mit der Pleite im Jahr 2002 urplötzlich weg. Noch dazu wurde selbst eine Rate über 350 Millionen Euro für die Bundesliga-TV-Rechte nicht bezahlt. Das Geld fehlte und was die DFL nicht hatte, konnte sie auch nicht an die Vereine ausschützen. Die Klubs hatten auf einen Schlag viele Probleme, denn genau damit hatte niemand gerechnet. Viele kämpften nun selbst gegen einen Konkurs an, verkauften in der Not Spieler und sparten an allen Ecken und Enden. Irgendwie haben es die meisten Vereine am Ende geschafft, wenn auch teilweise mit  langfristigen Schulden verbunden…

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Die wertvollsten Vereine der Welt

Montag, April 26th, 2010

Reich, Reicher und noch Reicher. Die europäischen Spitzenvereine sammeln Geld wie andere Leute Briefmarken. Das alles ist ja auch legitim, denn wer erfolgreich ist, soll ruhig auch gutes Geld verdienen. Eher negativ ist es aber, wenn der Erfolg auf Schulden gebaut ist. Und so ist es in meinen Augen sehr verwunderlich, dass Manchester United trotzdem in der Rangliste des englischen Wirtschaftsmagazins Forbes ganz oben steht. Soweit ich das verstanden habe, haben die Redakteure des Magazins die Verbindlichkeiten in die Rangliste miteinbezogen und mit den Faktoren Umsätze, TV-Verträge, Spielerwerte usw. verrechnet und trotz der ca. 900 Millionen Euro Schulden ist Manchester United der wertvollste Verein der Welt. Halb so wertvoll, aber trotzdem auf Platz 5 liegt die beste deutsche Mannschaft und wen wundert es. Es ist der FC Bayern München…

Nun gut, kommen wir zu der Rangliste, erstellt von dem Wirtschaftsmagazin Forbes: (weiterlesen…)

Es wird weniger Geld fließen

Sonntag, August 23rd, 2009

Die Finanzkrise hat die Welt immer noch fest im Griff und um so erstaunlicher ist es, dass es den Profifussball bisher noch relativ wenig getroffen hat. Rekordablösesummen werden bezahlt und Investitionen werden getätigt – um es kurz zu sagen: Geld wird ausgegeben und das nicht zu knapp. Das aber wird sich in nächster Zeit noch ändern, denn irgendwann müssen die Auswirkungen der Finanzkrise auch im Profisportbereich ankommen. Eine Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young mit dem wunderbaren Namen „Bälle, Tore und Finanzen IV“ zeigt jetzt erstmals Schwarz auf Weiss, welche wirtschaftliche Entwicklung die Vereine für die Zukunft erwarten.

In der bereits laufenden Saison rechnen alle 34 Bundesligaclubs mit einer schlechteren wirtschaftlichen Situation als im Jahr 2008. In der Studie wird auch ein Wert genannt, an dem sich einschätzen lässt, wie problematisch die nächsten Monate und Jahre werden können. Alleine in dieser Saison steigt die Anzahl der Profivereine, die Schulden machen müssen, von 7% auf 35%. In meinen Augen ist das ein drastischer Anstieg für unsere deutsche Bundesliga, gelten wir doch bisher immer noch als die Liga in Europa, die am solidesten wirtschaftet. Anders als die spanische Liga(weiterlesen…)

Platzt die Blase im Schuldnerparadies Spanien

Donnerstag, Juni 25th, 2009

Spanien ist für viele von uns so etwas wie ein Ferienparadies. Endlose schöne Strände, gutes Essen, schöne Städte und spektakulärer Fußball! Alles was ein Mann sich eben für den perfekten Urlaub nie zu träumen wagen würde. Und das beste ist, es ist nicht so weit weg für uns, was ja auch mal einen kürzeren Urlaub versprechen würde. Was für uns jedoch schön und gut klingt, ist nur die Fassade. Unter der Fassade ist die Substanz dagegen sehr brüchig und marode. In Zeiten der Finanzkrise kann es dann in diesem Urlaubsparadies schon einmal vorkommen, dass das ein oder schön fragil aufgebaute System unter der finanziellen Last zusammenbrechen könnte. Den Vereinen ist das jedoch egal, obwohl viele schon lange nicht mehr richtig handlungsfähig sind.

Vor allem Real Madrid leistet sich derzeit wieder einmal einen Anflug von Größenwahn und pumpt viel Geld in den Fußballmarkt. Dabei sollten sie es gerade wissen, haben sie doch schon im Jahr 2001 unter ihren hohen Schulden geächzt und konnten sich nur durch den Verkauf des Vereinsgeländes in der Innenstadt von Madrid davon befreien. Inzwischen haben sie jedoch schon wieder 400 Millionen Euro Schulden angehäuft und wenn man die Transferausgaben der letzten Wochen sieht, werden sie sicher noch mehr. Die spanischen Fussballvereine sind hoch verschuldet und Schulden Banken, Staat, Spielern und dubiosen Geldgebern viel Geld. Für mich war das ein Grund, mir mal die spanische Liga und vor allem das Finanzgebaren dort ein wenig genauer anzuschauen und dabei bin ich auf interessante Fakten, Zahlen, Interviews und Geschichten gestoßen. (weiterlesen…)

Die Bundesliga ist gut gerüstet für die Finanzkrise

Dienstag, Mai 19th, 2009

Vor einigen Wochen wurden die Jahresabschlüsse (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) der Bundesligavereine veröffentlicht und diese Daten müssen alle Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH) laut § 325 HGB für alle Bürger frei zugänglich zur Verfügung stellen. So haben unsere lieben Bundesligisten fast keine Möglichkeiten, ihr Einnahmen und Ausgaben vor uns Fans versteckt zu halten und wir haben die Möglichkeit, mal einen Blick in ein fast unverständliches Zahlengewirr zu werfen. Ich mache es mal einfach und habe nur nur die Umsätze und den Gewinn bzw. Verlust herausgesucht und eine streng nach dem Geld geordnete Liste erstellt. Und wen wundert es, die Bayern sind natürlich vorn…

Bilanz der Bundesligavereine der Saison 2007/2008 (per 31. Dezember 2007 bzw. 30. Juni 2008 – Etat jeweils zum Saisonbeginn 2007/2008) (weiterlesen…)