Die Strafe für Ausschreitungen sind die Frauen…
Wednesday, September 21st, 2011Das hat die Türkei noch nicht gesehen. Ein Fussballspiel ohne Pyrotechnik, ohne Ausschreitungen und ohne hasserfüllte Gesänge. Das aber ist nur zustande gekommen, weil es im Juli dieses Jahres bei einem Spiel von Fenerbahce Istanbul eben Feuer, Gewalt und Ausschreitungen gab und der türkische Rekordmeister deswegen als Strafe vom türkischen Verband TFF ein Geisterspiel aufgebrummt bekommen hat. Aber dagegen protestierten die Istanbuler und das erfolgreich. Der türkische Verband änderte nach dem Einspruch das Urteil ab und machte aus dem Geisterspiel kurzerhand ein Frauenspie. Die Verantwortlichen von Fenerbahce wussten auch, wie sie das umzusetzen hatten und verteilten vor dem Spiel kurzerhand 27.000 Freikarten, nur an Frauen und Kindern. Diskriminierend finden das zwar die Männer, die bei dem Spiel nicht ins Stadion durften, Klasse fand das dafür aber der Verein, der so um ein Spiel ohne Zuschauer herumkam und gleichzeitig noch neue (friedliche) Fans werben konnte. Eine Bestrafung sieht auf den ersten Blick anders aus, aber wenn man genauer hinsieht, dann ist das Urteil eigentlich genial. Der Verein, der nicht für jeden gewaltätigen Fan etwas kann, wird nur oberflächlich bestraft, viel härter trifft es aber die Fussballfans, die auch für die Ausschreitungen verantwortlich sind. Klasse Aktion des türkichen Verbandes…
Die Erinnerung an dieses Spiel werde ich mein Leben lang behalten. (Alex de Sousa, Kapitän von Fenerbahce Istanbul)






