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Wir das die Zerreißprobe für den deutschen Fussball ?

Donnerstag, September 2nd, 2010

Europaweit ist man neidisch auf den deutschen Fussball. Alles läuft harmonisch, die Vereine sind finanziell gut aufgestellt, die Eintrittskarten sind billig und das Niveau ist in allen Ligen konstant hoch. Der deutsche Fussball ist im Ausland inzwischen so beliebt, dass aus allen möglichen Ländern Fans nur für ein Fussballspiel zu uns kommen. Irgendwie haben sie auch verdammt Recht, bei uns ist vieles perfekt…

…aber halt nur vieles! Im Moment gibt es große Diskussionen und Streitereien um die 3. Liga und um die Regionalligen. Selbst wir hier in Deutschland bekommen davon aber nicht viel mit, denn das meiste wird hinter verschlossenen Türen besprochen und dringt nicht bis zu uns hier vor. Wie soll das dann aber bis ins Ausland vordringen oder sollte man eher die Frage stellen, ob es überhaupt jemanden interessiert? Wohl eher nicht, aber für uns hier ist die Diskussion sehr wichtig, denn davon hängt der weitere Fortbestand des deutschen Fussballs ab. Genauer gesagt geht es um die Amateurligen in Deutschland und natürlich, wie soll es anders sein, ums liebe Geld… (weiterlesen …)

Sorgen in der Bundeslia – Sky braucht Geld!

Donnerstag, August 5th, 2010

Sky braucht mal wieder Geld! Viel Geld, denn es steht wohl nicht gerade gut um den Pay-TV-Sender aus dem Münchner Umland. Damals, also im letzten Jahr, als man noch Premiere hieß, war das auch nicht viel anders. Auch da brauchte man viel Geld und immer wieder mussten die Besitzer des Senders, allen voran Rupert Murdoch mit seiner Firma News Corp einspringen (alleine seit 2007 gab es sieben Finanzspritzen für den Sender). Angeblich soll die jetzige Kapitalspritze über 340 Millionen Euro die letzte Chance für Sky sein und falls sich die Firma dann immer noch nicht selber finanzieren kann, will Rupert Murdoch Sky schnellstmöglichst loswerden. Ob dann aber irgendjemand bereit ist, den Sender zu kaufen ist noch fraglich, denn seit seiner Gründung Anfang der 90er Jahre hat es DF1/Premiere/Sky nur einmal in die Gewinnzone geschafft und das war im Jahr des Börsengangs im Jahr 2005 (Dank der Einnahmen aus dem Börsengang!). Ein hoher Erfolgsdruck, der da für das Management von Sky Deutschland entstanden ist…

Was aber wird passieren, wenn das große Ziel, im Jahr 2012 endlich schwarze Zahlen zu schreiben, auch nicht erreicht wird und der PayTV-Sender Konkurs anmelden muss? Was würde das dann für die TV-Gelder und für den deutschen Fussball bedeuten? Fragen, die man eigentlich mit einem Blick in die noch gar nicht so ferne Vergangenheit leicht beantworten kann. Bei der großen Kirch-Insolvenz im Jahre 2002 stolperte die Bundesliga gerade so noch an einem Ruin vorbei. Viele Klubs waren total abhängig von den hohen Fernsehgeldern, die Leo Kirch damals an die Deutsche-Fussball-Liga (DFL) überwies. Gleichzeitig gab es aufgrund des vielen verfügbaren Geldes im deutschen Fussballmarkt eine starke Steigerung bei Ablösesummen und Spielergehältern. Kurz und knapp gesagt stiegen die Ausgaben der Klubs enorm an während gleichzeitig alles auf eine einzige große Einnahmequelle hinauslief. Und genau diese Einnahmequelle brach mit der Pleite im Jahr 2002 urplötzlich weg. Noch dazu wurde selbst eine Rate über 350 Millionen Euro für die Bundesliga-TV-Rechte nicht bezahlt. Das Geld fehlte und was die DFL nicht hatte, konnte sie auch nicht an die Vereine ausschützen. Die Klubs hatten auf einen Schlag viele Probleme, denn genau damit hatte niemand gerechnet. Viele kämpften nun selbst gegen einen Konkurs an, verkauften in der Not Spieler und sparten an allen Ecken und Enden. Irgendwie haben es die meisten Vereine am Ende geschafft, wenn auch teilweise mit  langfristigen Schulden verbunden…

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Kommt zur Großdemo gegen den Spielplan

Montag, April 20th, 2009

Amateurkicker und Hobbyfussballer sind sauer! Sauer auf den DFB, denn der hat zusammen mit der DFL angeküdingt, ein drittes Bundesligaspiel am Sonntag einführen zu wollen. In dem neuen Grundlagenvertrag, der am 24.04.2009 auf dem DFB-Bundestag in Düsseldorf verabschiedet werden soll, ist vorgesehen, am Sonntagnachmittag ein zusätzliches Bundesligaspiel zu den schon bestehenden zwei Bundesligaspielen und den fünf Zweitligaspielen durchzuführen. Für die Amateure ist das eine Katastrophe, leben sie doch oftmals von den kleinen Eintrittsgeldern, die viele Mitglieder und Zuschauer Woche für Woche auf den Sportanlagen lassen. Diese würden vor allem den Vereinen aus dem Ruhrgebiet massiv wegbrechen, da dort viele Profivereine angesiedelt sind und so viele Fans ihr Geld lieber in ein Bundesligastadion tragen als auf einen Dorfplatz.

Da zeitgleich traditionell die Spiele des Amateurfußballs stattfinden, entsteht nun eine Konkurrenzsituation zum Profifußball. (Reiner Grundmann, Organisator der Anti-Spielplan-Demo)

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Von Sicherheit und bösen Stehplätze…

Mittwoch, März 18th, 2009

In letzter Zeit gab es ein paar doofe Zwischenfälle im deutschen Fussball, allen voran die Ausschreitungen beim Zweitligaspiel St.Pauli gegen Rostock oder beim Bundesligaderby Karlsruhe gegen Stuttgart. Das alles hat natürlich wieder einmal die Polizei, den DFB und die DFL auf den Plan gerufen und nach einiger Diskussion gab es nun eine Pressekonferenz zum Thema Sicherheit…

Ich habe euch mal einige Zitate aus der Pressekonferenz und aus dem Umfeld dazu zusammengesucht und lasse die Euch nur minimal kommentiert lesen. Los gehts… (weiterlesen …)

370 Millionen Euro für die TV-Rechte?

Donnerstag, November 27th, 2008

Ist es bereits entschieden? Mehrere Zeitungen und TV-Sender berichten darüber, dass der Poker um die Bundesliga-TV-Rechte schon entschieden ist. Dabei soll sich für uns Fans nicht viel ändern. Die ARD behält die Sportschau ab 18 Uhr, Premiere die Live-Spiele und das DSF die Zusammenfassung der Sonntagsspiele. Einzig das ZDF erfährt unfreiwillig etwas mehr Exklusivität. Denn hier wird das Samstagsspiel, das erst am Abend stattfinden wird, zum ersten Mal im Free-TV gezeigt werden.

Für die DFL ergibt sich jedoch ein großes Problem. Wie Fritten, Fussball & Bier schon vor einigen Tagen berichtet hat, sind die TV-Rechte nur schwer zu verkaufen. Das drückt natürlich den Preis und die großen Ankündigungen der DFL-Manager sind bei weitem nicht zu halten. Die Liga wird auf keinen Fall mehr Geld kassieren, sondern laut Bild-Informationen sogar weniger. Um die 370 Millionen Euro soll der Erlös betragen, im Gegensatz zur letzten Saison, wo man noch 409 Millionen Euro erhalten hat.

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TV-Rechte dank der Finanzkrise unverkäuflich?

Dienstag, November 25th, 2008

Hat sich die DFL bei der Vergabe der TV-Rechte verzockt? Das ist eine Frage, die sich Fussballfans derzeit immer wieder stellen, denn das Interesse an der deutschen Bundesliga ist seit der ersten Ausschreibung deutlich gesunken. Nachdem anfang des Jahres die Ausschreibungsrunde mit SIRUS auch am Veto des Kartellamtes gescheitert ist, versucht man derzeit die Rechte direkt zu verkaufen. Als Ziel hat sich die deutsche Fussball Liga mindestens 409 Millionen Euro vorgegeben. Doch es scheint nicht wirklich gut zu laufen, unter anderem auch durch die weltweite Finanzkrise…

Die Bieter halten sich in dieser Runde für die einzelnen Pakete merklich zurück. Nur 19 Gebote gingen bei der DFL ein, erwartet hatte man 39! Dazu kommt noch, dass die abgegebenen Angebote nicht den finanziellen Vorstellungen des DFL-Vorstandes entsprechen. Zurückzuführen ist das alles auf die weltweite Bankenkrise und Finanzkrise. Haben bei der ersten Bieterrunde noch etliche Firmen konkret Interesse an den Rechten bekundet und viel Geld geboten, sieht es jetzt nicht mehr so rosig aus. Bestes Beispiel ist da das mögliche Angebot von Premiere:

Premiere braucht das LIVE-Paket der Bundesliga, da sonst der ganze Sender wieder Probleme bekommen wird. Kein Fussball bedeutet bei dem Pay-TV Sender auch keine Abonemennten und damit auch keine Einnahmen. Und genau hier will man ja den Kreislauf durchbrechen und doch wieder Fussball anbieten. Dazu benötigt man jedoch Geld. Aktuell zahlt Premiere 205 Millionen pro Saison und für viel weniger wird die DFL die Rechte sicher auch nicht herausrücken. So eine große Summe wird bei den Firmen eigentlich immer mit mehreren Banken vorfinanziert, doch nach der Banken- und Finanzenkrise sind die wenigsten Banken noch gewillt, große Kredite zu geben. Zu groß ist ihnen das Risiko, am Ende das Geld zu verlieren und ohne alles dazustehen. Premiere ist laut einem Bericht des “Handelsblattes” bisher bei der Finanzierung noch nicht weitergekommen. Die Banken weigern sich bisher, das Geld für die TV-Rechte vorzustrecken.

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Bitte nicht vor 14 Uhr…

Samstag, November 1st, 2008

ben gerade hat die DFL beschlossen, dass sie kein Spiel der 1. Bundesliga vor 14 Uhr ansetzen wird. Damit wird die Bundesliga vor allem für den Pay-TV-Sender Premiere interessanter, aber ob dieser genügend Geld für die Fernsehrechte locker machen kann, bleibt trotz allem fraglich.

Wir wollen in der Frage der TV-Übertragungsrechte möglichst große Planbarkeit und Verlässlichkeit – im Sinne aller Beteiligten: Clubs, Fans und Medienunternehmen. Möglichst hohe Erlöse aus diesem Bereich sind kein Selbstzweck. Die Vereine benötigen die Einnahmen aus den Medienrechten nicht nur, um eine attraktive Liga mit großen Stars zu finanzieren, sondern auch um den Fans weiter günstige Ticketpreise und die modernsten Stadien der Welt bieten zu können. (Dr. Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbandes)

Das was die DFL jedenfalls beschlossen hat, geht klar zu Lasten der 2. Bundesliga. Die Spiele dort werden nämlich über das ganze Wochenende zerpflückt, von Freitag abend an gibt es bis Montag abend immer mindestens ein Spiel. Und damit wir wieder beim Thema sind, natürlich wird dann auch Samstags um 13 Uhr schon angepfiffen. Ich bin der Meinung, dass dieser Plan mal so gar nichts bringt. Erstens wird es für viele Fans schon schwer, um 13 Uhr im Stadion zu sein und zweitens kommt bei einer Zerpflückung des Spieltags schon fast keine Spannung mehr auf. Bis ich dann nämlich mal die komplette Tabelle der 2. Bundesliga sehen kann, dauert es immer und irgendwann interessiert es mich auch nicht mehr. Der Reiz für viele Fans ist ja auch, dass sie an dem Tag, an dem gespielt wird, sich auch noch über eine neue gute Tabellensituation freuen können. Das fällt dann natürlich komplett weg. Also bleibt nur eines übrig, nämlich dagegen ankämpfen. Schaut deshalb mal auf die Webseite www.keinkickvorzwei.de. Dort wird wie es der Name schon sagt, gegen diese dämlichen Anstosszeiten gekämpft und das natürlich vollkommen zu Recht.

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Neue Anstosszeiten ab der Saison 2009/2010

Dienstag, Oktober 7th, 2008

Die DFL bekommt die Übertragungsrechte für die Bundesliga nicht los und deswegen versucht sie jetzt, die Liga attraktiver zu machen. Gut, dass man uns Fans mal wieder zu dem Thema gefragt hat [Vorsicht Ironie], aber solange die Kohle stimmt, passt es ja sowieso!

Also die liebe DFL will uns ab der Saison 2009/2010 neue Anstosszeiten für die 1. und 2. Bundesliga verpassen. Ab jetzt soll dann Freitag, Samstag und Sonntag erst die 2. Bundesliga spielen und anschließend dann die 1. Bundesliga. Die 3. Liga bleibt von dem ganzen unberührt und bekommt jetzt große Konkurrenz von der 2. Bundesliga, denn die Anstosszeiten am Samstag überschneiden sich sehr stark. Und für die Amateurfussballer (was viele Fans ja seit Jahren fordern) ist auch mal wieder nichts getan worden…

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