Home Kultspieler Sorry Chef, aber man hat mich entführt

Sorry Chef, aber man hat mich entführt

by Frittenmeister

Es heißt immer, dass man nur eine Ausrede nötig hat hat, wenn man etwas verbrochen hat. Das stimmt auch, denn sonst wäre müsste man sich ja gar nicht die Mühe machen und irgendeine Geschichte erfinden. Im Normalfall überlegt man sich auch gut, was man sagt und so sind die Chancen, dass eine Ausrede glaubhaft wirkt, sehr gut. Wenn man allerdings besonders glaubhaft rüberkommen will und gleichzeitig die letzten grauen Hirnzellen auf der Party in der letzten Nacht gelassen hat, dann schaltet man gleich mal die Polizei ein.

Early handcuffs, pt. 1
Creative Commons License photo credit: Marcin Wichary

Ein brasilianischer Mittelfeldspieler mit dem Künstlernamen Somália hat dies getan, um sein alkoholbedingtes Fehlen beim morgendlichen Training bei seinem Club Botafogo zu rechtfertigen. In Wahrheit jedoch verbrachte er die ganze Nacht mit Freunden und dem ein oder anderen Drink in bzw. vor seiner Wohnung…

Der Polizei vertraute er am nächsten Morgen an, dass er Opfer einer Entführung geworden sei und genau 2 Stunden festgehalten worden sei. Für Polizisten in Brasilien sind  Entführungsfälle von Prominenten oder Fussballern nichts neues, jedoch kam ihnen diese Geschichte, die sie da aufgetischt bekamen, schon sehr spanisch vor. Und so schauten sie kurzerhand in die vor seinem Haus installierten Überwachungskameras und konnten außer einer Party und einem fröhlichen Somália nichts entdecken. Ja, bis auf die Tatsache, dass das vermeintliche Entführungsopfer 5 Stunden nach Ende der Party mit einem gewaltigen Kater und ziemlich verschlafen aus seiner eigenen Wohnung spaziert kam.

Ich muss mich bei der Öffentlichkeit und den Fans für mein Verhalten entschuldigen. Ich habe Fehler gemacht. Ich habe mit meinem Anwalt gesprochen und und bin auf den Polizeiposten, um mich zu entschuldigen. Das habe ich auch bei Trainer Joel Santana und meinen Teamkollegen getan. Mir ist klar, dass der Club viel grossartiger ist als ich und es immer sein wird. (Somália auf einer Pressekonferenz)

Das abartige an der ganzen Geschichte ist auch noch, dass der Spieler Somália eine Entführung vortäuscht und das gleichnamige Land Somalia in Afrika ein Problem mit Entführungen und Piraterie hat. Ob er sich hier angesichts seines Namens ein wenig inspirieren hat lassen?

2 comments

You may also like

2 comments

Witziges, Unglaubliches und Kurioses aus der Welt des Fussballs 12. Februar 2011 - 08:26

[…] (via soccer-warriors) […]

Reply

Leave a Comment

32 − 26 =