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Lothar Matthäus ist der beste deutsche Fussballer?!?

by Frittenmeister

Kann es tatsächlich wahr sein? Ist Lothar Matthäus der beste deutsche Fussballer aller Zeiten? Ist er tatsächlich besser als Franz Beckenbauer oder Gerd Müller? Die AFS (Vereinigung der Fußball-Statistiker) aus England sieht das in einer neu veröffentlichten Übersicht so. Aber haben sie tatsächlich alle Fakten berücksichtigt?

Wir haben mal einen schnellen Vergleich zwischen dem „Kaiser“ Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus (nur Spielerkarriere) gezogen…

Franz Beckenbauer

  • Länderspiele: 103
  • 1x Weltmeister (1974)
  • 1x Vize-Weltmeister (1966)
  • 1x WM-Dritter (1970)
  • 1x Europameister (1972)
  • 1x Vize-Europameister (1976)
  • 3x Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976)
  • 1x Platz 2 UEFA-Cup (1982)
  • 1x Europapokal der Pokalsieger (1967)
  • 1x Weltpokal (1976)
  • 4x Deutscher Pokalsieger (1966, 1967, 1969, 1971)
  • 5x Deutscher Meister (1969, 1972,  1973,  1974, 1982)
  • 3x amerikanischer Meister (1977, 1978, 1980)

Das ergibt summa summarum 19 Titel (erste Plätze), 3 zweite Plätze und einen dritten Platz!

Lothar Matthäus 

  • Länderspiele: 150
  • 1x Weltmeister (1990)
  • 2x Vize-Weltmeister (1982, 1986)
  • 1x Europameister (1980)
  • 2x Platz 2 Europapokal der Landesmeister / Champions League (1987, 1999)
  • 2x UEFA-Cup (1991, 1996)
  • 4x Deutscher Pokalsieger (1996, 1998)
  • 5x Deutscher Meister (1985, 1986,  1987,  1994, 1999)
  • 1x italienischer Meister (1989)

Damit sind wir beim Lodda bei 14 Titel (erste Plätze) und 4 zweite Plätze.

Klar, der Lothar war noch Weltfussballer, Weltsportler und Fussballer des Jahres, aber das zählen wir jetzt mal nicht. Ein Fussballer wird meiner Meinung nach hauptsächlich an Titeln gemessen und da hat der Franz natürlich klar die Nase vorn. Aber auch wenn man die Spielweise der beiden und ihre Technik vergleicht, dann war der Kaiser einfach der elegantere der beiden! Außerdem hat Franz Beckenbauer den modernen Libero erfunden, einen spielenden Libero, der auch offensiv Akzente setzt. Inzwischen ist das System des Liberos zwar wieder veraltet, aber knappe 30 Jahre lang war ein Libero das A und O einer guten Fussballtaktik.

Und daher behaupte ich jetzt einfach mal, dass die Engländer spinnen. Die erkennen ja nicht einmal, wer die besten Fussballer der Welt sind bzw. waren. Übrigens haben die Engländer doch glatt sich selber vergessen in der Aufzählung der besten Fussballer…

Zum Schluss habe ich noch versucht, die Liste der Engländer aufzuschreiben (ist mir aber nicht komplett gelungen, vielleicht kann sie ja jemand vervollständigen):

1. Pele
2. Ronaldo
3. Romario
    (…)
7. Lothar Matthäus
8. Gerd Müller
9. Beckenbauer
10. Cafu
   (…)
23. Sir Robert „Bobby“ Charlton

Quelle: www.sport1.de

33 comments

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33 comments

Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) 8. November 2007 - 11:30

Humbug, denn solche Vergleiche sind einfach nicht möglich – und sind auch völlig unnötig.

George Best hat nie ’ne WM gespielt hat deutlich weniger „zählbares“ als viele andere Kicker erreicht und war trotzdem einer der Besten die es je gab. Ähnlich verhält es sich mit Alfredo di Stefano und es gäbe sicher noch viele andere Spieler, die hier aufgeführt werden könnten.

Ausserdem könnte man auch mal hinterfragen, wieso niemand Pele als über allen stehend hinterfragt. Den hat Europa nur bei der WM in „richtigen“ Spielen gesehen. Ansonsten ist der mit seiner Showtruppe durch die Lande getingelt. Könnte er heutzutage auch so einen Status erreichen, wenn er quasi zwangsweise nach Europa transferiert werden würde und sich in der CL in Gefahr begeben müsste, nicht perfekt zu bleiben? Heute sehen wir jeden auch noch so großen Star irgendwann auch wieder verblassen, kriegen alles mit.

Die sind alle unvergleichlich. Weshalb ein Ranking, wie gesagt, Humbug ist.

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Frittenmeister 8. November 2007 - 13:27

Richtig gesehen, der Herr Wieland bringt es auf den Punkt! Vergleichen geht gar nicht, schon alleine wegen der unterschiedlichen Vorraussetzungen, die die Spieler jeweils hatten. Aber nichts desto trotz haben die Engländer ein Ranking aufgestellt (nach Kriterien, die keiner kennt) und ich hab mit dem Beitrag oben nur mal versucht, die Inselbewohner zu verstehen…ist mir aber nicht gelungen 🙁

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Wacker Fan 8. November 2007 - 14:24

Martin Oslislo wurde bestimmt vergessen.

Aber btw: Mit Statistik schafft man alles; Nur ob man den Loddar auch über den Kaiser in Sachen Trainerkarriere bringen kann??? Mit dem Kriterium kürzeste Zeit auf dem Trainersessel könnt es wieder klappen!!

Das würd ich gern mal nachlesen, gibts ne Liste welcher Trainer am Kürzesten im Amt war (und lasst mir da Paul Breitner als Bundestrainer schön raus!)

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Frittenmeister 8. November 2007 - 16:23

28.12.2004 4.1.2005 Reinhold Fanz: Nur sieben Tage, dann war Fanz als Trainer beim KSC schon wieder Geschichte!

In England (ich glaub bei Torquay United, 3.Liga) hat es ein Trainer nur auf ein paar Stunden gebracht, dann wurde er schon wieder entlassen und durch seinen Vorgänger ersetzt. Ja die Engländer sind schon komisch…

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Hanse 8. November 2007 - 16:45

Was ist schon ein großer Fußballer? All die göttlichen Kicker vor 1970 sind doch nahezu vergessen. Ein Puskas, ein Happel und all die anderen werden zwar noch erwähnt, wenns aber um die wirklich „großen“ geht, dann kommen ein Pele, ein Maradona (welche es sich mE auch verdient haben) und so Kasperle daher wie ein Beckenbauer od. Matthäus – klar haben sie den Fußball zur damaligen Zeit geprägt, aber nicht dominiert!

Wer wird in 10 Jahren noch von Kafu sprechen?

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Wacker Fan 8. November 2007 - 17:36

Danke Frittenmeister. Ich liebe unnützes Wissen!

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Lukas 8. November 2007 - 19:07

finde diese „statistik“ auch total bescheuert… pele auf 1… ok kann man vllt drüber diskutieren, aber ist auch nicht so unmöglich 😉

aber romario und ronaldo auf platz 2 un 3 stößt mir schon auf… wo sind best, eusebio, di stefano, puskas, zola, walter, platini und wie sie alle heißen? keiner von ihnen in den top10? engländer halt

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Al Gore 8. November 2007 - 19:18

Loddar war schon ein ganz Großer!

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Hanse 8. November 2007 - 19:45

@al gore:
ein großer Depp, oder?

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Al Gore 8. November 2007 - 19:55

Ach komm Hanse, Loddar war ein geiler Fußballer, dem jetzt leider zu oft Möglichkeiten geboten werden, über blöde Fragen zu stolpern. Ich find, Loddar ist der Hammer. Beckenbauer habe ich nicht mehr erlebt, mein größter Held ist und bleibt der Lothar Matthäus.

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Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) 8. November 2007 - 20:04

Matthäus war 1990 der wichtigste Spieler der WM. Dazu war er erst bei den Bayern und später in Mailand der Topspieler.

Völlig egal was dann noch kam, was er alles an Schwachsinn erzählt hat, für diese Leistungen verdient er Respekt und gehört m.M.n. ganz klar in den Kreis der „gedenkenswerten“ Spieler.

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Al Gore 8. November 2007 - 20:09

Ich bin seit 1984 engagiert dabei und seit dieser Zeit gab es keinen besseren deutschen Spieler als den Lothar! Gerd Müller hat viele Tore geschossen, war aber sicher kein großer Fußballer. Ob Loddar besser als Franz ist, ist wohl recht subjektiv!

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Hanse 8. November 2007 - 20:11

dann vergönn ich Euch ein paar Jahre mit Loddar 🙂 Dann könnt ihr dieses Gfries nicht mehr sehen (Rapid, RBS, Ungarn)

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Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) 8. November 2007 - 22:04

Wie kann jemand ein „besserer Fußballer“ sein als Gerd Müller, der so treffsicher war wie sonst wohl niemand, wo es doch im Fußball genau darum geht, Tor zu schießen?! Derjenige kann dann ja nur im nicht-Tore-schiessen besser sein, und das ist ja auch nix.

Ich sag ja, alles Humbug 😉

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Al Gore 8. November 2007 - 22:11

Klinsi hat auch oft getroffen, er hat aber nicht umsonst den Spitznamen Flipper von Mehmet Scholl verpasst bekommen.
Gerd Müller war begnadet im Strafraum (den habe ich ja selbst auch nicht mehr erlebt, aber genügend Spiele mit ihm vom Band gesehen), aber außerhalb ein Ball auf Müller und er war ähnlich schnell verloren wie bei Klinsi. Ich lehne mich jetzt mal raus aus dem Fenster, ein guter Fußballer kann überall auf dem Platz was mit dem Ball anfangen. Jede Ära hat seinen Star und deshalb sind Franz und Loddar auf einem Level! Als Spieler!

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Hanse 8. November 2007 - 22:40

ich lasse mich auch raus und behaupte, dass Loddar der Ball-Bub vom Maradona war zu seiner Zeit.

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Al Gore 8. November 2007 - 22:54

Wir reden doch von deutschen Fußballern! Sind wir mal stolz, dass wir Maradona erleben durften, das haben wir der Genrration von Ronaldinho und Cristiano Ronaldo voraus.

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Hanse 8. November 2007 - 23:14

sorry, aber ich hab da keinen auf den Lippen :-p Bin selbst erst im Jahre 0 des Herrn geboren, dann vier Jahre später in Gijon und später gabs keine großen deutschen Spieler mehr außer Mario Basler (der ist mein Held!)

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Al Gore 8. November 2007 - 23:22

Nicht Toni Polster?

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Frittenmeister 9. November 2007 - 00:53

…oder Andi Herzog?

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Al Gore 9. November 2007 - 15:45

Wolfgang Feiersinger! Der hat soagr die CL gewonnen!

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Hanse 9. November 2007 - 15:49

ihr habt null Ahnung von Fußball! Der wahrlich Größte ist und bleibt:

Reply
Hanse 9. November 2007 - 15:49

ha, wo ist er geblieben? FRITTENMEISTER!

dann eben so:
http://www.sportsplanet.at/Heimo_Pfeifenberger.jpg

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Al Gore 9. November 2007 - 15:57

Jesses, an den kann ich mich auch noch erinnern. Habe ich den 1990 in mein Panini-Album geklebt? Kommt das hin? Heimo, was ist denn das für ein Name?!

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Hanse 9. November 2007 - 16:08

Wahnsinn Al Gore… da hätte ich jetzt einiges verwettet, dass Heimo bei der WM 90 noch nicht dabei war. Er war aber nur im Kader, wurde dort nicht eingesetzt. Später jedoch gings aufwärts mit Heimo, mit den Salzburgern wurde er zum UEFA-Cup Fighter (und war dabei gegen die Schlachten gegen die deutschen Klubs). Bekannt evtl. auch, weil er bei Werder spielte.

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Frittenmeister 9. November 2007 - 16:09

Hey ich hab nichts gemacht…aber der Heimo ist legendär! Das stimmt schon, aber richtig legendär ist eigentlich nur Edi Glieder! Macht ein gutes Spiel, wechselt danach zu Schalke, kassiert einen Haufen Geld und bringt nichts mehr auf die Reihe.

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Hanse 9. November 2007 - 16:09

@ Name „Heimo“ – ist das nicht was Norddeutsches? Ok, bei uns heißen alle Franz, Maria, Karl, … aber da oben heißens eben Kai-Uwe, Heimo, etc.

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Frittenmeister 9. November 2007 - 16:18

Hä? Was willst du uns jetzt sagen? Dass der Heimo kein Österreicher war?

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Hanse 9. November 2007 - 16:18

@Frittenmeister? Edi Glieder eine Eintagsfliege?! Niemals, der geigt für Wallern gerade (http://www.fussballoesterreich.at/fv/datenserviceVerein/selectDatenservice.pu?tab=2&selectionInfo=100095) und ist wieder vorne mit dabei.

Damals in Schalke wollte er sich nicht anstrengen – Geld verdienen ging auch von der Bank sehr gut 🙂

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Hanse 9. November 2007 - 16:35

@Frittenmeister:

Salzburg gehört noch nicht solange zu Österreich, daher im Zweifelsfalle… ;-p

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Frittenmeister 9. November 2007 - 19:31

Ach deswegen will der Mateschitz in der deutschen Liga teilnehmen…verstehe!

Reply
onkeljenz 17. November 2007 - 10:48

In Bezug auf die englische Sprache und deren Anwendeung ist der Lodda eh unschlagbar die Nummer Eins…..“I hope, we have a little bit lucky…!“. Den verstehen die Tommies wenigstens!

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Hartmann 18. Februar 2017 - 08:51

Wenn Sie Fussball wirklich verfolgt hätten wüssten sie wie gut der Matthäus am Ball war. Wo er war, war Erfolg. Auch wenn Franz mehr Titel hatte. Matthäus konnte allein Spiele Entscheiden. Genauso wie Ronaldo. Das original Ronaldo. 90 Minuten nicht gesehen und dann noch 2 Tore geschossen. Das sind Phänomenale Spieler gewesen. Wenn Messi keine Lust mehr hatte drehten diese erst auf. Wahnsinn waren die, und deswegen gewannen die auch internationale Titel.

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