Home Geld regiert die Welt! Kommt der Mindestlohn für Fussballer?

Kommt der Mindestlohn für Fussballer?

by Frittenmeister

In diversen Branchen gibt es bereits den Mindestlohn und die Gewerkschaften kämpfen immer weiter, damit es bald überall einen Mindestlohn gibt. Jetzt haben sie einen neuerlichen Erfolg erzielt, mit dem bisher niemand gerechnet hat, geschweige denn überhaupt für notwendig angsehen hat. Es ist die Spielergewerkschaft VDV, die einen Tarifvertrag für Fussballer der 1. Bundesliga durchsetzen will und darin gleich einen Mindestlohn implementieren will. Prinzipiell ja eine gute Idee, aber verdienen Fussballer nicht eigentlich viel zu viel um für einen Mindestlohn überhaupt in Frage zu kommen? Oder will man ihnen einen etwas höheren Mindestlohn verschaffen, z.B. jeder muss mindestens 300.000 Euro im Jahr verdienen?

Nein, keine Sorge, in diese Richtung hat die VDV beim Thema Mindestlohn nicht gedacht. Laut Sport Bild soll der Mindestlohn nur 2750 Euro brutto im Monat betragen und damit zu einer Grundsicherung gewisser Fussballer beitragen. Gemeint sind dabei eher Nachwuchsfussballer, die oftmals von Bundesligavereinen in den Profikader mit aufgenommen werden, da man sonst Probleme mit den Ausländerregelungen der DFL bekommen würde. Diese Regelung besagt, dass mindestens 12 deutsche Spieler bei einem Verein unter Vertrag stehen müssen, ob sie dann auch spielen oder nur auf dem Papier gemeldet sind, ist egal. Für die jungen Spieler wäre das jedoch ein gute Ausgleich, denn oftmals bekommen sie nur ein paar hundert Euro im Monat, dürfen in der Bundesliga nicht spielen, müssen sich aber immer für alle Termine eines Bundesligavereins zur Verfügung halten.

Wir haben kein Interesse, den Mindestlohn weiter anzuheben, da es sonst kontraproduktiv wäre. (Frank Rybak, Justiziar der VDV)

Neben dem Mindestlohn will die VDV aber auch noch weitere Punkte in dem Tarifvertrag festlegen. Zum einen will man den Urlaub verbindlich regeln und den Spielern im Tarifvertrag „einen Urlaub von mindestens 3 Wochen“ am Stück festschreiben lassen und zu anderen soll eine längere Lohnfortzahlung im Krankheits- und Verletzungsfall als bisher festgelegt werden.

Es ist denkbar, eine Höchstbegrenzung von Begegnungen auf einem gewissen Niveau in den Tarifvertrag aufzunehmen. (Frank Rybak, Justiziar der VDV)

Man muss sich doch nur Anzahl von Länderspielen bei Schweinsteiger oder Podolski anschauen. Sie sind erst 26 Jahre alt und haben schon über 80 Länderspiele. Das ist ein Pensum, das sich nicht über die Jahre fortsetzen lässt. Das beklagte auch Bundestrainer Löw. (Frank Rybak, Justiziar der VDV)

Im Jahr 2013 will man zum ersten Mal eine Saison mit dem neuen VDV-Tarifvertrag bestreiten. Was aber passiert, wenn die Gewerkschaft sich nicht durchsetzen kann, will ich mir jetzt nicht vorstellen, schließlich sind Gewerkschaften in anderen Branchen auch mal schnell für ihre Streikfreudigkeit bekannt. Genau das aber will ich in Deutschland nicht sehen, streikende Fussballer…

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