Home Kuriose Sache Frauenquote nicht erfüllt – Fussballverein soll geschlossen werden

Frauenquote nicht erfüllt – Fussballverein soll geschlossen werden

by Frittenmeister

Gleichberechtigung, Frauen an die Macht! Jawoll, das sind die Worte, die heute hier verstärkt fallen. Nein, wir sind nicht sexistisch (obwohl, klar wir sind Männer…) oder gegen Gleichberechtigung, aber wir hassen es wenn der Staat sich in den Sport einmischt.

So wie z.B. grad in Norwegen! Seid dem 01.01.2008 ist dort jedes börsennotierte Wirtschaftsunternehmen nach § 21 GleichStG verpflichtet, mindestens 40% Frauen im Vorstand zu beschäftigen. Die Strafe für das Nichtbefolgen des Gesetzes wurde von der norwegischen Regierung mit hohen Geldbeträgen oder mit einer Schließung der betroffenen Firma festgesetzt! Und die Norweger sind gewillt, dies auch durchzusetzen!

Jetzt aber hat einer der erfolgreichsten Fussballvereine Norwegens, Fredrikstad FK, ein ziemliches Problem mit diesem neuen Gesetz. Das Handelsministerium, zuständig für die Durchsetzung des Gesetzes, hat den börsennotierten Fussballverein auf eine Liste mit anderen Unternehmen gesetzt und eine Monatsfrist gesetzt. Sollte Fredrikstad FK bis Ende nächsten Monats nicht mind. 40% Frauen im Aufsichtsrat sitzen haben, so wird das Unternehmen und damit auch der Verein geschlossen. So will es zumindest die Regierung…

Wir haben am 20. Dezember eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten und dabei die Vertretung von Frauen gemäß dem Gesetz beschlossen. Deswegen habe ich nichts zu befürchten. (Per Kristian Olsen, Vereinspräsident von Fredrikstad FK)

Die Vereinsführung sieht das natürlich anders, auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde schon versucht das Gesetz im Verein einzuführen. Die Frauenquote ist jetzt noch nicht erfüllt worden, aber wie man sieht arbeitet der Verein daran. Ob das der Regierung reicht, bleibt allerdings fraglich.

Um jetzt wieder auf den Anfang des Artikels Bezug zu nehmen, der Staat hat sich eigentlich doch nicht in den Sport eingemischt, sondern nur in die Firmenpolitik eines börsennotierten Unternehmens. Pech nur, dass das Unternehmen sein Geld mit dem Ausrichten von Fussballspielen verdient…

Quelle: www.spiegel.de

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