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Es wird weniger Geld fließen

by Frittenmeister

Die Finanzkrise hat die Welt immer noch fest im Griff und um so erstaunlicher ist es, dass es den Profifussball bisher noch relativ wenig getroffen hat. Rekordablösesummen werden bezahlt und Investitionen werden getätigt – um es kurz zu sagen: Geld wird ausgegeben und das nicht zu knapp. Das aber wird sich in nächster Zeit noch ändern, denn irgendwann müssen die Auswirkungen der Finanzkrise auch im Profisportbereich ankommen. Eine Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young mit dem wunderbaren Namen „Bälle, Tore und Finanzen IV“ zeigt jetzt erstmals Schwarz auf Weiss, welche wirtschaftliche Entwicklung die Vereine für die Zukunft erwarten.

In der bereits laufenden Saison rechnen alle 34 Bundesligaclubs mit einer schlechteren wirtschaftlichen Situation als im Jahr 2008. In der Studie wird auch ein Wert genannt, an dem sich einschätzen lässt, wie problematisch die nächsten Monate und Jahre werden können. Alleine in dieser Saison steigt die Anzahl der Profivereine, die Schulden machen müssen, von 7% auf 35%. In meinen Augen ist das ein drastischer Anstieg für unsere deutsche Bundesliga, gelten wir doch bisher immer noch als die Liga in Europa, die am solidesten wirtschaftet. Anders als die spanische Liga

Die Fußball-Branche kann sich der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen. (Christoph Erhardt, Leiter der Sport-Unit Score von Ernst & Young)

Mehr als die Hälfte der Vereine erwarten für die laufende Saison sinkende Einnahmen, nur 12% rechnen mit mehr Einnahmen als bisher. So wie es aber immer ist, werden die Reichen damit nur Reicher und die ärmeren und kleineren Klubs werden um ihr Überleben im Profigeschäft kämpfen müssen.

Sehr interessant finde ich auch noch die Auswertung, welche Liga m stärksten von der Finanzkrise betroffen sein wird. Und es wundert natürlich niemanden, dass die deutschen Vereinsverantwortlichen eher für die anderen europäischen Ligen erhebliche finanzielle Probleme sehen.

  1. Premier League / England (79%)
  2. Serie A / Italien (73%)
  3. Primera Division / Spanien (71%)

Am wenigsten Probleme sehen sehen die Manager auf die deutsche und die französische Liga zukommen, da hier die Spange zwischen Arm und Reich nicht ganz so groß ist wie in den drei oben genannten Klubs. Dadurch bleibt die Liga sportlich gesehen spannender, was sich wiederrum positiv auf die Sponsoren und die Fans und damit natürlich auf die Einnahmen der Klubs auswirken wird. Kurz gesagt, mehr Spektakel bringt auch mehr Geld und wenn der FSV Main 05 am 3. Spieltag der 1. Bundesliga den FC Bayern München mit 2:1 schlägt und dem Ligakrösus damit einen Fehlstart bescheert, dann freuen sich die Sponsoren und die Fans…

Quelle: WuV

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