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Ein Stadionverbot für einen Spieler

by Frittenmeister

Giuseppe Giglio ist Italiener und Profifussballer durch und durch! Doch was er sich jetzt erlaubt hat, fand der örtliche Polizeichef überhaupt nicht lustig. Im sardischen Derby zwischen den italienischen Drittligisten Olbia Calcio und Alghero hatte der Italiener den gegnerischen Torwart mit einem Fausthieb niedergestreckt und dafür zu Recht die rote Karte gesehen. Das aber reichte dem örtlichen Polizeichef noch nicht und so verhängte er laut der “Gazzetta dello Sport“ ein europaweites Stadionverbot für den 31-jährigen.

Ein Stadionverbot für einen Profifussballer wäre jetzt natürlich sehr blöd, würde es doch für ihn gleich einem Berufsverbot. Ein Spieler, der kein Stadion mehr betreten darf ist so etwas wie ein Taxifahrer ohne Führerschein oder wie ein Metzger ohne Messer. Das sah am Ende auch der Polizichef ein und so erhielt Giuseppe Giglio wenigstens die Ausnahmegenehmigung für die Spiele seiner eigenen Mannschaft. So kann er wenigstens wieder mit seiner Mannschaft spielen, sofern er die Rotsperre abgesessen hat. Der ein oder andere Fan würde sich so ein Teilzeit-Stadionverbot wünschen, dann könnten sie wenigstens weiterhin die eigene Mannschaft anfeuern. Aber wo dann die Strafe dabei liegen soll ist mir wiederum sehr schleierhaft. Wen interessieren denn schon die anderen Mannschaften, die eigene ist es, die man unterstützen will!

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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