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Dorf gegen Stadt – Hoffenheim gegen Bayern…

by Frittenmeister

Am Freitag spielt die TSG 1899 Hoffenheim gegen den großen FC Bayern München und vor so einem Dorf gegen Millionenstadt-Duell haben wir uns natürlich mal gefragt, ob die beiden Klubs Gemeinsamkeiten haben. Dazu haben wir mal einige knallharte Fakten recherchiert und sind zu der überragenden Schlußfolgerung gekommen, dass Hoffenheim wirklich noch ein Dorfverein ist. Der Underdog sozusagen…nur wenn man auf die Tabelle schaut, dann sieht das doch etwas anders aus. Hoffenheim auf Platz 1 und die Bayern dahinter auf Platz 2 mit wenig Aussicht, die Hoffenheimer noch in der Hinrunde vom Platz an der Sonne äh Herbstmeisterschaft zu verdrängen. So und damit zu den Fakten:

TSG 1899 Hoffenheim – FC Bayern München

Stadt:

  • Einwohner Stadt: 3.2721.314.350
  • Autobahnausfahrten: 142
  • Hotelbetten stadtweit: 1246.000
  • Bordelle: 112
  • Status: Stadtteil – Landeshauptstadt

Verein:

  • Mitarbeiter Geschäftsstelle: 18175
  • Mitglieder Verein: 1.800147.072
  • Titel
    • national: 035 (21x Meister & 14 x Pokal)
    • international 08 (4 x CL, 1 x Uefa-Cup, 1 x Pokalsiegercup, 2 x Weltpokal)
  • Zugehörigkeit zur Bundesliga: 20081964
  • Bundesliga-Spiele Verein: 151.481
  • Bundesliga-Tore Verein: 403144

Stadion:

  • Stadion: 27.00069.000
  • Dauerkarten 2008/2009: 14.50037.000

Fans:

  • Anzahl der Fanklubs: 572.437
  • Anzahl der registrierten Fans: 2.400177.086

Mannschaft:

  • Erfahrung der Mannschaft (Bundesligaspiele des gesamten Kaders): 5792.608
  • A-Länderspiele der Mannschaft: 73784

Fakten über Fakten, nur was sagt uns der große Vergleich hier? Dass es mit einem Mäzen genauso geht? Dass ein akribisch arbeitender Trainer alles ausmacht? Oder einfach nur, dass Hoffenheim für Effektivität steht! Man braucht nicht eine große Stadt im Hintergrund, viele Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle oder viele Mitglieder im Verein! Es geht ja auch alles etwas kleiner…

5 comments

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5 comments

Stefko 5. Dezember 2008 - 11:59

Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast 😉
Mit Verlaub, aber Deine Gegenüberstellung von absoluten Zahlen ist in diesem Fall nicht besonders stichhaltig, um die These, „Es geht ja auch alles etwas kleiner…“ zu stützen.
Du hättest die Entwicklung der Zahlen der letzten, sagen wir 3 Jahre (Aufstieg RL-S in 2.BuLi) als Vergleichsgrundlage nehmen und dann prozentual ausdrücken sollen. In diesem Zeitraum hat sich das gesamte Personal von 18,99€ bestimmt verdoppelt (wenn’s reicht) von den sog. Fans mal gar nicht zu sprechen.
Während die Zahlen bei den Bauern wohl recht konstant geblieben sein dürften. Außerdem ist anzunehmen, dass die Truppe sich weiter vergrößern wird (neues Trainingszentrum usw.)
So könnte man auch den Schluss ziehen, nur eine immer weitere Expansion bringt Erfolg 😉

Ok, ok, ist Korinthen-Kackerei und ich höre auch schon auf *gg*

PS. nur noch eines, Hoppenheim hat ’ne Autobahnausfahrt??? Als ich das letzte mal dort war habe ich geflucht, meinen Kompass vergessen zu haben 😀 da kannste froh sein, das eine geteerte Straße in’s Kaff führt. Wahrscheinlich ist Sinsheim gemeint (wo’s Stadion stehen wird), das müsste aber wiederum min. 2 Ausfahrten haben.

Grüße, Stefko

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Frittenmeister 5. Dezember 2008 - 12:47

Servus Stefko

nimm die Zahlen oben nicht so ernst, das ganze soll nur ausdrücken, dass die großen Bayern mit den vielen Titeln und dem vielen Geld und den vielen Mitarbeitern nicht automatisch Platz 1 gebucht haben. Klar ist das eine Momentaufnahmen, klar hat Hoffenheim vor einigen Monaten noch die Hälfte der Mitarbeiter gehabt und vermutlich auch nur 1/5 der Fans. Aber eines ist sicher: Sollten sie heute abend gewinnen, dann haben sie auf einen Schlag ein paar Tausend Fans mehr! Die denken dann alle, endlich hat der Hoeneß einen ernsthaften Konkurrenten und endlich hat es den überheblichen Roten mal jemand gezeigt…

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Stefko 5. Dezember 2008 - 13:06

Neee, ist schon klar, ich habe meinen Kommentar ja auch nicht bierernst gemeint 😀

Mit den paar tausend „Fans“ extra bei einem Sieg hast Du bestimmt recht. Allerdings kann ich diese Leute nicht als Fans bezeichnen. Das sind Kunden und Erfolgsjubler. Solche Menschen möchte ich in keinem Fall in die Nähe derer rücken die mit und für ihren Verein durch Dick und Dünn gehen.

Abgesehen davon verstehe ich die Logik derer nicht, die auf der einen Seite über die Bayern schimpfen („Bähhh, Geldsäcke, kaufen den Konkurenten die ganzen Spieler weg“) und andererseits sich freuen, wenn Hoff€nh€im gewinnt. Die sind erst am Anfang ihrer „Mission“ und schon jetzt sind hier in der Region Auswirkungen, vor allem im Jugendbereich zu sehen. Kleinere Jugendmannschaften haben wohl schon für gewisse Klassen den Spielbetrieb eingestellt, weil’s den Nachwuchs nach Hoppenheim zieht.
Man kann über die Bayern sagen was man möchte, aber es ist der nachhaltigst und am solidesten wirtschaftende Verein der BuLi und das seit Jahrzehnten.

Klar machen die Leute bei der TSG einen guten Job, aber man muss auch sehen, dass das mit nahezu unbeschränkten Geldmitteln auch viel leichter ist. Gutes Personal, Trainer und Scouts kosten halt auch mal gutes Geld, und das muss man sich erst einmal verdienen – oder eben geschenkt bekommen …

Ich hör‘ jetzt auf, Du siehst schon, Hoffenheim ist rein Reizthema für mich 😉

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Frittenmeister 5. Dezember 2008 - 13:11

Für mich auch teilweise, aber andererseits finde ich es gut wie der Hopp das macht. Er schaut zumindest darauf, dass der Verein relativ schnell ohne sein Geld auskommen muss und solche Sachen wie das neue Stadion muss der Verein dann auch zurückzahlen (aus den Stadioneinnahmen). Es ist auch besser, dass ein Verein entwickelt wird mit Jugendmannschaften darunter und allem was sonst noch so dazugehört. Wenn man sich andere Vereine auf der Welt anschaut, die auch von Investoren starkt beeinflußt werden, dann muss man klar feststellen, das die Vereine eben nicht entwickelnt wurden. Da werden schnell ein paar Spieler gekauft, Erfolg auch und sobald der Investor wieder geht, bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig. Und junge Spieler haben da überhaupt keine Chance…das sehe ich eben bei Hoffenheim etwas anders. Da haben Spieler, die in anderen Vereinen keine Chance hatten, sich prächtig entwickelt. Und sind jetzt zum Teil sogar Nationalspieler….

Die Bayern, da hast du vollkommen Recht, sind der Verein, der wirtschaftlich immer gut gewirtschaftet hat, nie auf Pump gelebt haben und der sich über Jahre hinweg entwickelt hat. Uli Hoeneß sei Dank, ohne ihn wäre das nie gekommen…

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Frittenmeister 5. Dezember 2008 - 13:40

Einen schönen langen Kommenatar gibt es übrigens auf Mingarot: http://mingarot.wordpress.com/2008/12/04/offener-brief-an-die-tsg-hoffenheim-und-alle-fusballfans/

Da ist mir schon wieder einiges klargeworden…ja 30 Millionen in der 2.Liga in die Mannschaft gesteckt usw. An das hatte ich gar nicht mehr gedacht, aber egal ein Dorf ist Hoffenheim trotzdem!

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