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Der Präsident tritt einem in die Eier

by Frittenmeister

Die einen würden es Revanchefoul nennen, andere jedoch sprechen von der „Rache des Präsidenten“. Der Präsident ist in dieser filmreifen Szene auch wirklich ein Präsident, nämlich Evo Morales, Boliviens Staatschef. Wir wissen alle, dass er selber gerne Fussball spielt und sich noch lieber ins richtige Licht rückt, nur diesesmal ist ihm das anscheinend nicht gelungen. Obwohl im Inland wird nicht schlecht über ihn berichtet, nur im Ausland, aber wir zählen ja auch nicht, wir sind ja sowieso alle nur Kapitalistenschweine. Aber erst mal zurück zum Anfang. Was ist überhaupt passiert, dass wir von der „Rache des Präsidenten“ sprechen?

Evo Morales nahm höchstpersönlich an einem Fussballspiel zwischen einer Regierungsmannschaft und des Bürgermeisteramtes von La Paz teil und wollte mal wieder zeigen, dass er ein Spitzenfussballer ist. Das ist ihm aber nicht sonderlich gut gelungen, denn in der zweiten Halbzeit trafen Daniel Cartagena von der Bürgermeistermannschaft und Evo Morales auf dem Spielfeld aufeinander und um es mal vorsichtig zu sagen, Evo Morales war nicht gerade häufig der Sieger bei diesen Zweikämpfen. Gut werdet ihr jetzt sagen, was ist dabei so besonderes dabei. Zweikämpfe gibt es in jedem Spiel und irgendwer muss diese auch immer verlieren, sonst ist es ja auch kein Fussballspiel. Soweit ist das alles klar, und das ist vielleicht auch bei uns so, in Bolivien aber ist das etwas anders. Dort darf man auch Zweikämpfe führen und gewinnen, aber wagt es ja nicht eurem Gegenspieler eine Schürfwunde am Bein zuzufügen. Vor allem dann nicht, wenn der der Präsident des Staates ist. Sollte euch das aber trotzdem passiert sein, dann hoffe ich mal, dass ihr einen guten „Eierbecher“ mit dabei habt, denn ohne den werdet ihr anschließend alt aussehen.

Das Opfer, David Cartagena, hatte leider keinen Tiefschutz dabei, denn sonst wäre er in dem Moment, als in Evo Morales mit voller Wucht in die Eier trat, nicht wie nasser Sack zusammengesackt und vor Schmerzen schreiend am Boden liegen geblieben. Nein, er hätte die Tätlichkeit des Präsidenten locker wegstecken können, aber so musste er seine „Bestrafung“ aushalten. Wer jetzt aber denkt, so etwas gibt doch die rote Karte, der täuscht sich schon wieder, denn Evo Morales durfte bis zum Ende des Spiels weiterspielen, denn der Schiedsrichter traute sich nicht, ihn vom Platz zu stellen. Tja, was soll man sagen, ein Präsident darf eben sein eigenes Recht anwenden und wenn sich ihm jemand in den Weg stellt, dann wird er weggeräumt. So ist das nun mal in Bolivien und so ist das nun mal bei Evo Morales…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6XkbNUIx5Bo[/youtube]
Das ganze hat sich anschließend zu einem amüsanten Politikum entwickelt, denn mit Miguel Angel Rimba hat sich ein weiterer Politiker in die Diskussion um Evo Morales Tätlichkeit eingeschaltet. Aber Mr. Rimba, seines Zeichen Sportministers von Bolivien und damit absolut vom Fach, sieht das mit der Tätlichkeit ganz und gar nicht so wie das Opfer. Nein, für ihn ist das sogar die Schuld des Opfers, denn wie kann man es nur wagen, sich dem Präsidenten in den Weg zu stellen. Eine absolute Frechheit ist das…

Es gibt Leute, die einfach nicht verstehen, dass der Präsident beim Spielen Vorfahrt hat. (Miguel Angel Rimba, Vize-Sportminister von Bolivien, gibt dem Trittopfer die Schuld an dem Ausraster von Evo Morales)

David Cartegana hatte sogar noch Glück, denn ursprünglich wollte ihn die Polizei nach dem Spiel festnehmen. Der Grund war wohl folgender: Dem Präsidenten zum Weinen gebrecht und ihm eine Schürfwunde zugefügt. Das konnte aber vom Bürgermeister höchstpersönlich gerade noch verhindert werden….

Quelle: Handelsblatt.com, Elmundo.es, Youtube (User: TrashTVChannel)

2 comments

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2 comments

fahnenmeier 7. Oktober 2010 - 13:10

ich sag nur: SKANDALÖS!

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Deutscher Fußballfan 13. November 2010 - 12:49

Typisch Südamerika, die sind dort doch alle nicht ganz dicht!

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