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Aus der Theorie: Kunstrasenplatz

by Frittenmeister

Es wird wieder mal Zeit für ein wenig Theorie, dieses Thema haben wir eh schon zu lange vernachlässigt. Also heute geht es mal um Kunstrasen, ja genau um den Rasen, auf den alle Vereine unbedingt spielen wollen. Er ist ja pflegeleicht, geht nicht kaputt (wenn im neuen Stadion wieder mal kein Licht auf den Rasen fällt, weil alles so eng zugebaut ist) und angeblich gibt es auch nicht die von viele Sportlern befürchteten Bremsspuren bzw. Brandspuren auf der Haut.

Kunstrasen Nahaufnahmen

Der Kunstrasen wurde harten Brandtests unterzogen und hat das
Sicherheitszertifikat erhalten. Der Polytan Rasen schmort, aber er brennt nicht. Weitere Rasenteile sind selbstlöschend. Der Einbau einer elastischen Schicht in den Rasen schützt die Spieler vor Verletzungen bei Stürzen oder Tacklings. (Kunstrasen-Hersteller Polytan)

Kunstrasen hat egal in welcher Form bzw. in welcher Sportart verwendet, immer einen ähnlichen Aufbau (siehe Bild).

kunstrasen.jpg

Gut zu sehen ist, dass neben dem „Plastikrasen“ auch noch eine Granulatfüllung und Quarzsand auf dem Rasen liegen. So wird erreicht, dass der Rasen sich relativ echt anfühlt und auch der Ball ein ähnliches Verhalten an den Tag legt wie auf einem echten Rasenplatz.
Die Tendenz geht immer weiter zu Kunstrasenplätzen, so wird derzeit auch diskutiert, ob die komplette EM 2008 in der Schweiz und in Österreich auf Kunstrasenplätzen stattfinden soll. Das wäre dann das erste internationale Turnier auf diesem Rasen. Unabhängig davon überlegen gerade viele Vereine, unter anderen auch Bayern München, dass sie in ihren Stadien Kunstrasen dem Vorzug vor normalen Rasen geben.

Für mehr Infos verweise ich hier mal auf ein schönes PDF des DFB, dort findet Ihr alles Wissenswerte zu Kunstrasenplätze: www.dfb.de/…stoffrasen_kurz.pdf

Bildquelle: Wikipedia.de & Polytan

8 comments

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8 comments

Kunstrasen Kosten 10. Januar 2007 - 16:11

Die DFB Broschüre ist gut gemacht, schweigt sich aber zum Thema Kosten aus. Die Infos gibt es auf meiner Webseite. www. buero-hoppe.de

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Hoffi 10. Januar 2007 - 17:38

War das nicht so, dass die FIFA irgendeine Lizenz hat, durch die sie an jedem verlegten Kunstrasen der höchsten Prädikats-Stufe mit verdient? Darum rühren FIFA und DFB im Moment doch auch so die Werbetrommel für den angeblich extrem tollen Kunstrasen…

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Frittenmeister 10. Januar 2007 - 17:54

Ja, sowas hab ich auch gehört, soll auch schweineteuer sein. Für die Firma, die den Platz verlegt, sind da 180.000 Euro Lizenzkosten fällig, dafür dürfen sie dann glaub ich 18 Plätze mit Kunstrasen belegen, danach ist eine neue Lizenz fällig. Wie gesagt, sowas hab ich mal gehört, aber jetzt nichts mehr darüber gefunden…

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Kunstrasen Kosten 11. Januar 2007 - 01:36

Das Gerücht mit den Lizenzgebühren ist vermutlich nicht ganz unbegründet. Es sind allerdings zahlreiche Gründe die für Kunstrasen sprechen, gerade in den großen Stadien und bei den großen Events. Für die FIFA auch nicht unbedeutend, dass nur wenige Länder ein so mildes Klima haben wie wir in D.
Sollten Frittenmeisters Zahlen stimmen, dann geht es um 10.000 Tacken Lizenzgebühr beim Bau zuzüglich jährliche Kontrollen. Dem stehen einerseits höhere Einnahmen durch Mehrfachnutzung (siehe mein Blog) gegenüber und die Tatsache, dass diese Kosten bezogen auf den Gesamtumsatz eines Stadions eher zu den Peanuts gezählt werden können (und ja, 10k sind verdammt viel Geld).

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hermann 30. Januar 2008 - 19:45

wir haben 2 kunstrasen kosten für beide 300.000

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HG 29. Mai 2008 - 13:52

Hallo Hermann,
wir d.h. unser Sportverein ist an einem
Kunstrasenplatz stark interessiert.
Bitte melde Dich mal, damit wir
unsere E-Mailadresse austauschen können.

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Michael 8. August 2008 - 15:07

Ich spiele selber seit Jahren aktiv Fußball und habe die unterschiedlichsten Kunstrasenplätze bespielt. Einige sind echt gut zu spielen und fühlen sich beim Laufen durch eine ausgiebige Dämpfung extrem entspannt für Bänder und Gelänke an. Harte Plätze dagegen sind unheimlich unangenehm zu spielen. Die Knochen tun nach jedem Training und Spiel weh, was auf Naturrasen oder Asche nicht in der Form aufgettreten ist. Ebenfalls sind Verletzungen wie Schürfwunden auf einigen Plätzen sehr häufig, was scheinbar an unterschiedlicher Schärfe der „Grashalme“ liegt. Hier ist dringend eine Lösung zu finden, die vergleichbar mit Naturrasen ist. Ein weiteres Problem stellt bei Trockenheit die extreme Stumpfheit des Kunstrasens dar. Dies hat bei schnellen Richtungswechseln, wie sie beim Fußball häufig vorkommen, eine hohe Belastung der Fußgelenke zur Folge. Auf Naturrasen und Asche sind diese Durch die Weichheit des Bodens oder den Slideeffekt, besonders auf Asche, deutlich geriunger. Bevor also in die Bundesligastadien Kunstrasen Einzug halten kann, musss an diesen Dingen meiner Meinung nach gearbeitet werden, da gerade Profis und Vereine, die viel Geld für ihre Spieler bezahlen, keine Verletzungen akzeptieren können, die auf schlechten Bodenbelag zurückzuführen sind.

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Szabados Thomas 28. März 2009 - 08:52

Hallo Hermann,

bitte melde Dich bei mir, habe Interesse an Kunstrasenplätzen und den Baukosten. Sollte sonst jemand Infos haben so wäre ich sehr dankbar.

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