Eigentlich ist diese Veranstaltung richtig langweilig geworden, denn das Ergebnis steht ja sowieso schon immer im Vorfeld fest und überrascht auch schon lange niemanden mehr. Es gibt ja anscheinend auch nur noch einen guten Fussballer auf der Welt, der zwar mit seiner Nationalmannschaft einfach nichts auf die Reihe kriegt, dafür aber im Klubfussball schon so ziemlich alles gewonnen hat, was man gewinnen kann. Nur, die Frage stellt sich mir gerade und man hört sie auch sonst überall: Reicht das wirklich für um regelmäßig den Mr. Ballon d’Or zu gewinnen? Anscheinend, sonst hätte Lionel Messi den Titel nicht schon wieder gewonnen und damit den Titel-Hattrick perfekt gemacht.
Man hört jedoch, wie auch schon im letzten Jahr, überall ein großes ABER. Fragen werden in der Presse gestellt, Kommentare geschrieben und bei vielen Berichten wird die Wahl – sagen wir mal nicht kritisiert – nicht gerade für unanfechtbar gehalten. Es gibt Fragen wie diese, aber um es gleich vorwegzunehmen, keine wirklichen Antworten dazu: Ist ein Weltmeistertitel mit der Nationalmannschaft nicht höher anzusiedeln als ein paar Titel mit dem Verein? Kann Lionel Messi ohne Xavi und Iniesta im Hintergrund überhaupt Tore erzielen? Anscheinend nicht, sonst würde es ja in der Nationalmannschaft Argentiniens auch klappen, tut es aber nicht. Dort hat er eben keine genialen Vorlagengeber, dort hat er keine perfekt eingespielte Mannschaft und dort hat er, und auch das ist ein Kritikpunkt, viel mehr Verantwortung zu tragen als beim FC Barcelona. Aber egal, den Weltfussballertitel hat er trotzdem zum dritten Mal in Folge gewonnen und dafür gibt es auch gute Argumente.
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