Während in der breiten Öffentlichkeit die Atomdebatte langsam wieder in die zweite oder sogar dritte Reihe zurückrutscht und die aktuelle Regierung damit genau das erreicht, was sie vermutlich auch erreichen wollten, gibt es beim 1. FC Nürnberg weiterhin Diskussionen und Mahnwachen vor der Geschäftsstelle. Ja, seit der Katastrophe in Fukushima / Japan ist das Thema Atom allgegenwärtig und nicht weil man ein Atomkraftwerk neben dem Stadion stehen hat, sondern weil man seine Kassen durch den Sponsor Areva NP (Nuklear Power) aufbessert. Der französische Industriekonzern ist Weltmarktführer im Bereich Nukleartechnik und baut damit weltweit Atomkraftwerke und kümmert sich um die Aufbereitung und Entsorgung von nuklearem Material. In diesen Tagen ist das ein sensibles Geschäftsfeld und beim Club hat man mit großem Schrecken festgestellt, dass der Sponsor doch ein klein wenig von seinem neuen negativen Image auf den Verein abwirft. Was aber soll man tun, Verträge kann man nicht einfach so kündigen, das Geld braucht man auch und überhaupt war das ja gestern noch nicht so das große Problem. Eine Lösung haben die Vereinsverantwortlichen trotzdem nicht parat und deswegen hilft erst einmal die bei schon allen Vereinen altbewährte Methode: Aussitzen und Schweigen!
Der Club begibt sich in gefährliches Fahrwasser. Club und Atom – das passt nicht zusammen. (Peter Mühlenbrock vom Energiewendebündnis Nürnberg)
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