Die Rückkehr von Martin Oslislo – Wie ein Transfer alles offenbart
17. Juni 2007, von Libero
Borussia Park – Commerzbank Arena – Millerntor: Namen von Spielstätten, bei denen die Spieler wie Fans leuchtende Augen bekommen, Momente, in denen das eigene Gehalt oder die Anreise quer durch Deutschland vergessen ist. Nach dem Abstieg des SV Wacker Burghausen in die Regionalliga – wie die SZ treffend beschrieb „dem Ersten seit Menschengedenken“ spielt der SVW nun in Orten und Städten, bei deren Anreise man den Erfindern des Navigationsgerätes einfach dankbar ist (fairnesshalber sei gesagt, dass ähnliche Äußerungen ebenfalls in der Ostkurve des Stadion an der Liebigstraße vernommen wurden). Der Absturz aus dem Profibereich ist brutal – nur scheint es bei den Verantwortlichen des Grenzstadtvereins kein Begehren zu wecken, sich selbst und den Fans in die fünf Jahre andauernde Welt des großen Fussballs zurückzuführen, ja nicht einmal ohne Wenn und Aber die Qualifikation für die dritte Profiliga in der kommenden Saison anzustreben – anders sind die Querelen in der Führungsriege sowie insbesondere die resultierende Transferpolitik nicht zu erklären.Verblieben aus der letzten Zweitligamannschaft noch die Stützen Schmidt und Hertl – welches vor allem bei Letzterem zu einem Umdenken in der Fankurve sorgte – sind die Neuzugänge Wolf, Geiger, Pupalovic, Martins und Neubert von einer Kategorie, in der sich Fans ernsthaft Sorgen um ihre Freizeitgestaltung machen müssen, sollten ihnen zwei oder mehr ein Begriff sein. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, warten die Fans doch immer noch auf ein klares Bekenntnis des neuen Trainers Anderbrügge und der neuen sportlichen Führung zu einem Minimum-Saisonziel (das nur Qualifikation für die dritte Liga heißen kann).Dabei wurde diese Frage am 06.Juni mit der Veröffentlichung des Transfers von Martin Oslislo vom Wuppertaler SV zurück an die Salzach bereits beantwortet. Oslislo, der mit seiner Körpersprache durchaus einem Vergleich mit Oliver Neuville standhält, ist ein unterdurchschnittlicher Regionalligaspieler ohne jegliche Führungsfähigkeiten. Ein Spieler, der jeden Wettfreund glücklich macht, ist doch seine Auswechslung zwischen der 55. und 80. Minute (21mal bei 26 Einsätzen in der Startelf von Wuppertal in der letzten Saison) so sicher wie der Wechsel von Klose zu Bayern München. Fragen, an die Verantwortlichen ob des Grundes für einen solchen Transfer, ein Spieler der von seinem letzten Verein offiziell als Fehl-Einkauf tituliert wurde, dürfen gestattet sein. Was umso trauriger ist: Menschlich und kämpferisch ist Oslislo nur selten ein Vorwurf zu machen, aber mangelnde Klasse ist leider auch dadurch nicht wettzumachen.
Die Konkurrenten rüsten auf, der Stareinkauf des SVW heißt Oslislo. Der Verein vertraut auf glückliche Umstände, um die dritte Liga zu erreichen. Die Nähe zum Geburtsort Papst Benedikts ist dabei keine Garantie: Zu welchen Konsequenzen eine ähnliche „Strategie“ im letzten Jahr geführt hat, ist bekannt.
Unser neuer Kolumnist Libero ist genauso wie unser Frittenmeister glühender Fan des SV Wacker Burghausen!
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Ach ja, der SVW…vielleicht sollte ich doch noch umschulen auf Fussball-Manager